NAKED CAMEO – „Insomnia“

NAKED CAMEO zeigen auf ihrer neuen EP „Insomnia“ (Futuresfuture) eindrucksvoll, dass sie auf dem besten Weg vom Geheimtipp zu einer Band großen Formats sind.

EP-Cover Insomnia
EP Cover “Insomnia”

Ja, eines kann man dieser Band auf jeden Fall attestieren: sie weiß ganz genau, wie man Songs schreibt, die sich in den Gehörgängen festsetzen und gleichzeitig abseits jedes mainstreamigen Einheitsbreis anspruchsvoll bleiben. War schon das 2018er Debüt „Of Two Minds“ ein echter Fingerzeig dafür, dass hier eine Truppe mit der Ambition zu Größerem am Werken ist, vollziehen Naked Cameo mit der eben veröffentlichten EP „Insomnia“ nun den nächsten großen Schritt hin zu ihrem großen Ziel. Auf jeden Fall dürfte die Aufmerksamkeit, die Lukas Maletzky (Gitarre und Vox), Maria Solberger (Synths) und Patrick Pillichshammer (Schlagzeug) schon bisher generieren konnten, definitiv nicht abebben – dafür liefert das Trio einmal mehr einfach zu starke Songs.

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Einfach hitverdächtig

Die insgesamt  fünf Nummern, die man auf „Insomnia“ zu hören bekommt, füllen das Feld zwischen (Synth-)Pop, Indie und Rock auf wirklich interessante und vor allem erstaunlich abwechslungsreiche Art aus und warten mit richtig einprägsamen Melodien und Hooks auf, die wirklich hängen bleiben und Stimmung machen. Das Schöne ist, dass jeder Song seine eigene Geschichte erzählt – mal auf hitverdächtig verspielte Weise („Drowning in my Pride“), mal im noch hitverdächtigeren tanzbaren Uptempo-Bereich („Dead Weight“) oder mit einer wunderbar relaxten melancholischen Note („Pleasant Insomnia“).

Naked Cameo unterstreichen mit „Insomnia“ mit dicken Linien, dass sie ganz zu Recht als eine der zukünftigen Pophoffnungen des Landes gehandelt werden. Man darf mehr als gespannt sein, wohin der Weg dieser Band noch führen wird.

Michael Ternai

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Futuresfuture