Menschenrechte/Musikrechte: ein aktuelles Statement der Musikszene

Wien (OTS) – Am 11. und 12. November 2022 findet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein vom Österreichischen Musikrat in Kooperation mit der mdw und „musik aktuell – neue musik in nö“ veranstaltetes Symposium zum Thema „Menschenrechte/Musikrechte“ statt. Die Veranstaltung versteht sich als diskursive und musikalische Kundgebung mit Menschenrechtsexpertinnen (BMEIA, Amnesty, UNESCO, mdw), Künstler*innen: „Pando“, Schulband des Audio ORG, Dieter Kaufmann, „Flarmenia“, „FrauenGestalten“, Habib Samandi Quartet, „an.tasten & friends“, Musikpädagog*innen (Schule, Musikschule, Inklusion, Vermittlung) und Musikwirtschaftsexpert*innen (Medienpräsenz, Fair Pay, Musikexport).

ÖMR-Präsident Harald Huber: „Derzeit werden die Menschenrechte vielerorts ignoriert und mit Füßen getreten. Täglich vernichten Doktrinen politischer Macht individuelle Lebensperspektiven. Gerade deshalb ist es wichtig, sich die 30 Artikel der ‘Universal Declaration of Human Rights’, die unter dem Eindruck des 2. Weltkriegs 1948 von der UN-Vollversammlung proklamiert wurden, aktuell ins Bewusstsein zu rufen. Sie sind ein freudvolles Bekenntnis zum Schutz und zur Selbstbestimmung jedes einzelnen Menschen ‘ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.’ (Artikel 2).

Die Musik – die Kunst die uns versammelt – kann dabei eine wichtige Rolle spielen und ist selbst Gegenstand des Rechts ‘am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen’ (Artikel 27). 2003 proklamierte der International Music Council ‘Fünf Musikrechte’, die seither Leitlinien für musikpolitisches Handeln weltweit darstellen.“

Die „Five Music Rights“ des Internationalen Musikrats (IMC):

Alle Kinder und Erwachsene haben das Recht …
1 sich in aller Freiheit musikalisch auszudrücken
2 musikalische Ausdrucksformen und Fähigkeiten zu erlernen
3 auf Zugang zu musikalischen Aktivitäten: zur Teilnahme, zum Hören, zum musikalischen Schaffen und zur Information

Musikschaffende haben das Recht …
4 sich künstlerisch zu entwickeln und das Recht auf Kommunikation in allen Medien, indem ihnen angemessene Einrichtungen zu ihrer Verfügung stehen
5 auf angemessene Anerkennung und Vergütung für ihre Arbeit

Der ÖMR (Österreichischer Musikrat) ist die Dachorganisation der Interessenvertretungen im Bereich Musik und vertritt rund 350.000 Musikschaffende.

Detailliertes Programm siehe www.oemr.at
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich: Dialog, Vernetzung, kulturpolitische Zukunft gestalten!

++++

Link:
Österreichischer Musikrat