Lichtenberg im Chelsea

Nach einem durchaus arbeitsintensiven Jahr 2007, macht sich der Wiener Elektroniker Franz Reisecker mit seinem Projekt Lichtenberg nun daran, die neu überarbeiteten Songs vom erst kürzlich erschienenen Best-Off-Album “As Happy As I Can”, auch live zu präsentieren. Zu diesem Zweck startet der Musiker eine kleine Konzertreihe, die ihn am 18. Februar auch ins Wiener Chelsea führen wird.

Hinter dem Namen Lichtberg steht sich niemand geringerer als der in der heimischen Musikszene gar nicht mehr so unbekannte und sehr umtriebige Franz Reisecker. Als vielseitiger Gitarrist war er bereits bei Bands wie den Occidental Blue Harmony Lovers, dem Orchester 33 1/3 oder dem Trio Exklusiv tätig. Sein Projekt Lichtenberg bot ihm schließlich die Möglichkeit, sich ganz und gar seiner Vorliebe für elektronische Klänge zu widmen. Anfangs noch auf Solopfaden unterwegs, wuchs Lichtenberg recht schnell zu einer Band heran. Mit dieser Entwicklung ging auch eine stetige Weiterentwicklung des Sounds einher. Das im letzten Jahr veröffentlichte und zugleich fünfte Album “Don’t Let Them Down” konnte sowohl bei Kritikern, wie auch beim Publikum mehr als nur punkten. Aber damit nicht genug.

 

Franz Reisecker offenbarte sich nicht nur als sehr kreativer Musiker, sondern auch als ein sehr fleißiger. Ebenfalls ins letzte Jahr fiel das zehnjährige Bestehen seines Projekts, was in dazu veranlasste, auch noch das “etwas andere” Best-Off-Album mit dem Titel “As Happy As I Can” zu veröffentlichen. Dabei begnügte er sich aber nicht nur einfach damit, eine Compilation aus alten Songs zusammenzustellen, sondern nahm sich die besten Tracks aus vergangenen Tagen nochmals zur Brust und bearbeitete diese, teilweise in sehr radikaler Form, komplett neu, und ließ sie in einem modernen und zeitgemäßen Gewand mitsamt beachtlichem Pop-Appeal erstrahlen. Franz Reisecker gelang es dabei wieder einmal, sich neu zu erfinden. Man merkt zu jeder Zeit, dass sich der Musiker schon immer in mehreren Genres zu Hause gefühlt hat. Ob die Einflüsse nun aus dem Rock, des Pop oder der Elektronik stammen, der Wahlwiener schafft es fast spielend alles unter einen Hut zu bringen, ohne dabei auch nur einen Moment gekünstelt zu wirken.

Die Konzertreihe bietet also zahlreiche Überraschungen. Jene, die mit dem Material von Lichtenberg bereits vertraut sind, erleben die bekannten Songs in ganz neuen Interpretationen. Alle anderen erhalten eine hervorragende Gelegenheit, einen Musiker kennen zu lernen, der ohne Kompromisse seinen eigenen Vorstellungen vom perfekten Sound durchzusetzen versucht.
Michael Ternai

 

Termine:
15. Februar Premysl, Vöcklamarkt
16. Februar Röda, Steyr
18. Februar Chelsea, Wien