Jazzfest Wien 2007

Das 17. Jazzfest Wien, eines der international erfolgreichsten Jazzfestivals, findet vom 25. Juni bis 12. Juli 2007 statt. Ein Blick auf das diesjährige Programm zeigt, dass es Fritz Thom, dem Leiter des Festivals, einmal mehr gelungen ist, ein Line Up auf die Beine zu stellen, welches schlicht und einfach als hochkarätig zu bezeichnen ist.

Ikonen der Musikwelt

 

Selten zuvor konnten so viele musikalische Größen nach Wien gelockt werden wie in diesem Jahr. Fritz Thom spricht sogar von “Ikonen der Musikwelt”, und dem kann man durchaus beipflichten. So werden unter anderem  die “Muse der Existenzialisten” Juliette Greco, “Killing me softly”-Legende Roberta Flack, der frühere Beach Boys-Veteran Brian Wilson, Swing-Klassiker Paul Anka, Gitarrenwunder George Benson, Vokalkünstler Al Jarreau und Dionne Warwick das Publikum in der Wiener Staatsoper in ihren Bann ziehen.

 

Insgesamt 76 Ensembles mit 362 Musikern aus insgesamt 19 Ländern werden mehr als zwei Wochen lang, Wien zur Hauptstadt des Jazz erklären. Ein Punkt, der das Jazzfest auch im internationalen Vergleich so einzigartig macht, sind die diversen Spielorte, an denen die Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Dazu zählen, neben der Staatsoper, unter anderem die Kammeroper, das WUK, das Volkstheater, das Rathaus, wie auch die traditionellen Wiener Jazzlokale Porgy & Bess oder der Reigen.

 

Hoher österreichischer Anteil

Ein weiterer Aspekt, der aus heimischer Sicht überaus positiv zu bewerten ist, betrifft die große Zahl österreichischer Musiker/Innen, die beim Festival vertreten sind. Damit wird dem Umstand, dass sich die heimische Jazzszene auch im internationalen Rahmen etabliert hat, Rechnung getragen. Konzerte von Wolfgang Puschnig & Alpine Aspects, Lorenz Raab, Sabina Hank oder dem Andy Mandorff Trio und Martin Breinschmid, um nur einige wenige zu nennen, belegen, dass auch hierzulande hervorragender Jazz gespielt wird.

 

Es ist den Veranstaltern also gelungen, durch den Mix aus internationalen und heimischen Musiker/Innen, dem Wiener Publikum ein Festival zu bieten, welches mit einer großen Breite und hohen Qualität besticht und allen Ansprüchen gerecht werden sollte. (mt)

Foto Paul Anka: Jazzfest Wien Archiv
Foto Ulrich Drechsler: Jazzfest Wien Archiv