Interstellar Labelnight im Fluc

Gleich zwei neue CDs werden am 24. Jänner im Wiener Fluc auf das Publikum losgelassen. Das Linzer Label Interstellar Records bleibt seiner seit Anfang an eingeschlagenen Linie treu und präsentiert mit Metalycee und Szely zwei Bands, die vor allem wegen ihrer interessanten Sounds eine Hörprobe wert sind.

Vier Jahre ist es nun her, dass die Wiener Metalycee ein Album veröffentlicht haben. “Another White Album” bot schon damals einen wilden Stilmix, an dem vor allem Anhänger von härteren Klängen ihren gefallen gefunden haben dürften. Daran hat sich nicht sehr viel verändert. Immer noch dominieren harte Gitarrensamples und eine menge Drive. Man mag sogar soweit gehen die Musik als eine Art elektronischen Heavy Metal zu bezeichnen. Deutlich sind die Anleihen von den frühen Godflesh und Melvins zu vernehmen. Gekrönt wird der überwiegend positive Gesamteindruck vom wirklich experimentellen und sehr schräg klingenden Gesang von Melita Jurisic. Auch die übrigen MusikerInnen sind in der heimischen Szene keine Unbekannten mehr. So sorgen Nik Hummer und Armin Steiner von Thilges3 für die elektronischen Versatzstücke, Bernhard Breuer von Tumido rührt das Schlagzeug und der eigentlich aus der Impro-Szene stammende Matija Schellander ist für den Bass zuständig. Wer also hören will wie moderner Metal klingen könnte sollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.

 

Szely dagegen lassen es deutlich ruhiger angehen. Schon alleine die Besetzung der Combo lässt einiges erwarten. Die altbekannten Größen Martin Siewert, Nik Hummer, Bernhard Loibner, Ulrich Troyer und die Sängerin Melita Juristic kommen in diesem Projekt zusammen und erschaffen ihr ganz eigenes Klanguniversum, in welchem jede/r einzelne/r seinen Platz findet. So vermischen sich in dem Stücken interessant klingende Percussions, Slide-Guitar Klänge mit minimalistischer Elektronik zu einem leise und sanften Ganzen. (mt)

 

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