Der niederösterreichische Singer-Songwriter PALFFI veröffentlichte am 9. Mai sein zweites Studioalbum „Goodbye Strawberry Lane“. Darin erzählt er den ersten Teil der Geschichte von Mr. Miracle, der von der Erde aus zu einem unbekannten Abenteuer ins Weltall aufbricht. Im mica-Interview mit Ylva Hintersteiner verrät PALFFI, wie viel persönliche Lebensgeschichte im Album steckt, warum er seine Mundharmonika-Künste wieder aufgefrischt hat – und welche Rolle Social Media im Leben eines Musikschaffenden spielt.
Beginnen wir mit deinem musikalischen Background – woher kommt dein musikalisches Interesse?
palffi: Mein musikalisches Interesse hat schon sehr früh begonnen. Meine Eltern haben mich buchstäblich mit Schallplatten „zugedeckt“. Mein Vater hat viel Queen, David Bowie – generell diese ganze Brit-Rock-Schiene – gehört. Pink Floyd lief bei uns zuhause rauf und runter. Meine Mutter wiederum war ein großer Musical-Fan, bei uns liefen Cats und Starlight Express. Musik war also immer ein Teil unseres Alltags. Als wir dann von Wien nach Niederösterreich gezogen sind, war ich in einem Alter, in dem Gesangsunterricht infrage kam – und so hat alles seinen Lauf genommen. Ich habe die klassische Musikschul-Laufbahn eingeschlagen: zuerst Gesang, dann Gitarrenunterricht, und schließlich die erste eigene Band. Das Schöne daran: In meiner heutigen Band palffi spielen zwei Mitglieder mit, die schon damals in meiner allerersten Musikschulband dabei waren. Wir sind uns über all die Jahre treu geblieben.
Im Pressetext steht, dass du als Kind gerne Astronaut werden wolltest. Das Weltall spielt eine zentrale Rolle in deinem neuen Album „Goodbye Strawberry” Lane – und generell in deiner Musik. Was fasziniert dich daran?
palffi: Die Faszination hat eigentlich nach meinem ersten Amerika-Urlaub begonnen, den ich mit meiner Familie gemacht habe. Wir waren in Florida, unter anderem auch in Cape Canaveral – dort, wo damals die Mondmissionen gestartet wurden. Ich war gerade in die Oberstufe gekommen, und für mich war in dem Moment völlig klar: Ich will Astronaut werden. Das war mein großes Lebensziel. Dann war der Sommer vorbei, die Schule ging wieder los – und andere Dinge rückten in den Vordergrund. Meine Noten waren zwar nie schlecht, das muss ich ehrlich sagen – aber sie waren auch nicht gerade astronautenreif. (lacht) Der Traum ist dann ein Traum geblieben. Aber das Schöne daran ist: Die Faszination habe ich nie verloren. Ich liebe es, mir Bilder und Dokus über das Weltall anzusehen, über das, was da draußen ist. Es gibt so viel Unerklärliches – und gleichzeitig sind wir Menschen hier auf der Erde unterwegs, jeder mit seiner eigenen Geschichte. Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist – aber ich finde es einfach wunderschön, dass man sich mit diesen Fragen auseinandersetzen kann.
„Irgendwann habe ich gemerkt, dass sich die Geschichte auch irgendwie in den Songs erzählt.”
Die Geschichte von Mr. Miracle, die jetzt auch im neuen Album aufgegriffen wird, schreibst du ja schon eine Zeit lang. Wie lange begleitet sie dich und wann kam die Entscheidung, sie musikalisch zu erzählen?
palffi: Im Jahr 2023 hatte ich die Idee zu einem Buch – das war der Ursprung dieser Geschichte. Im Italienurlaub habe ich dann die gesamte Handlung skizziert, von Anfang bis Ende. Die Grundidee: Ein Mensch baut auf der Erde eine Rakete, fliegt zum Mond und errichtet dort einen Freizeitpark. Die nächste Frage war dann: „Okay, ich habe noch nie ein Buch geschrieben – wie macht man das eigentlich?” Also habe ich mich einfach hingesetzt und drauflos geschrieben. Gleichzeitig war ich aber auch intensiv mit Songwriting beschäftigt. Irgendwann habe ich gemerkt, dass sich die Geschichte auch in den Songs widerspiegelt. Das war ein seltsamer Moment – ich habe nach den Songwriting-Sessions die Lieder nochmal angehört und festgestellt, dass sie Teile der Geschichte erzählen. Deshalb war es für mich irgendwann ganz logisch, die Geschichte nicht als Buch, sondern als Album zu erzählen. Und das war eine spannende Entscheidung. Das Album ist seit Freitag draußen, und einige Leute haben mir schon geschrieben und gefragt, ob es mehr Infos zur Geschichte gibt. Andere wiederum nehmen das gar nicht so bewusst wahr. Obwohl ich über die Presse und auch auf Instagram immer wieder Hinweise auf die Story gegeben habe, hören viele einfach die Songs – und machen sich daraus ihre ganz eigene Geschichte. Das finde ich eigentlich sehr schön.
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Besonders beeindruckend finde ich das Storytelling auf dem Album. Jeder einzelne Song hat eine Geschichte, aber sie hängen auch alle zusammen – fällt dir das leicht?
palffi: Tatsächlich ist es mir leicht gefallen, in dieser Form zu schreiben. Mit der Geschichte im Kopf war es nicht schwierig, die einzelnen Songs thematisch einzuordnen. Oft ist das auch ganz automatisch passiert: Ein Song entstand – und erst im Nachhinein wurde mir bewusst, wie gut er zur Erzählung passt. Die eigentliche Herausforderung war eher die Platzierung der Songs auf dem Album. Mit welchem Track will ich beginnen? Mit welchem aufhören?
Es sind auch viele Interludes enthalten – und gerade deren Gestaltung hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es war schön, irgendwann sagen zu können: „So, die eigentlichen Songs sind fertig – jetzt möchte ich noch Interludes bauen, die die Geschichte zusätzlich erzählen.” Das hat noch eine Weile gedauert.
Bei diesem Album habe ich zum ersten Mal den Perfektionismus abgelegt – oder besser gesagt: Ich habe gelernt, nicht perfektionistisch zu sein. Und das war ein sehr schönes Gefühl. Trotzdem war es angenehm, die Songs nach der Fertigstellung mal einen Monat lang nicht zu hören – und dann wieder frisch einzutauchen und neue Ideen zu entwickeln.
Mein Ziel war es, dass das Album in sich stimmig klingt. Dass man es von Track 1 bis Track 14 durchhören kann – eine Dreiviertelstunde lang – ohne genau zu merken, wo ein Song aufhört und der nächste beginnt. Es sollte wie ein Fluss sein. Eine durchgehende Geschichte.
„Es gibt viele vorgefahrene Schienen im Leben, die man nachfahren kann, aber die eigene Schiene ist doch immer die am Interessantesten.”
Das Album handelt viel von Aufbruch und der Sehnsucht danach, mehr aus dem Leben zu machen, als die Heimat hergibt – beschäftigt dich das persönlich auch? Sehnst du dich nach größeren Bühnen?
palffi: (lacht) Ich glaube, als Musiker:in sehnt man sich immer nach größeren Bühnen. Für mich war dieses Album definitiv ein Aufbruch ins Unbekannte. Die Frage stand im Raum: Machen wir weiter mit einzelnen Singles und hoffen, dass sie kommerziell funktionieren? Oder erzählen wir die Geschichte in einem Album? Es gab einige Stimmen, die meinten, es wäre vielleicht klüger, Song für Song zu veröffentlichen – in der Hoffnung, dass einer davon in die Charts kommt. Für mich war es ein großer Schritt zu sagen: „Ich mache das jetzt, weil ich es so will.” Weil ich Freude daran habe, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen.
Und genau darum geht es auch in der Geschichte von Mr. Miracle. Es gibt im Leben viele vorgefertigte Wege, denen man folgen kann – aber der eigene Weg ist meist der spannendste. Man muss sich selbst vertrauen, sich auch mal an der eigenen Nase nehmen und sagen: „Jetzt wage ich diesen Schritt ins Unbekannte – auch wenn er mit Angst verbunden ist.” In dieser Hinsicht gibt es definitiv Parallelen zwischen der Geschichte von Mr. Miracle und meinem eigenen Lebensweg.

Neben vielen positiven Liedern auf dem Album gibt es aber auch Momente, die Zweifel am eigenen Plan thematisieren, wie etwa in „Creatures“ – gehört das zu so einer Heldenreise, wie die von Mr. Miracle, einfach dazu?
palffi: Schöne Frage – auf jeden Fall. Es kann keine Heldengeschichte geben, ohne den Moment, in dem der Held alles hinterfragt. „Creatures” ist tatsächlich in einer Phase entstanden, in der mir persönlich vieles durch den Kopf gegangen ist – verbunden mit Ängsten, nicht nur in Bezug auf das Album, sondern ganz grundsätzlich. Ich habe mich gefragt: „Ich möchte mit meiner Musik einen bestimmten Weg gehen – aber was bedeutet das eigentlich genau?” Es sind diese Momente, in denen man das Gefühl hat, alles auf eine Karte setzen zu müssen. Die Frage, wie es ist, wenn man Musik hauptberuflich macht – und was das alles mit sich bringt. Wie lebt man dann sein Leben? Ich habe viele persönliche Gedanken und Gefühle in den Song einfließen lassen – und dort auch verarbeitet.
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Wer singt im Album? palffi oder Mr. Miracle?
palffi: (lacht) Die Frage ist in den letzten Wochen schon ein paar Mal aufgekommen – und inzwischen habe ich für mich eine recht gute Antwort darauf gefunden. Ursprünglich war die Idee, eine Geschichte über eine fiktive Person zu schreiben – also eine Story mit einem klaren Protagonisten. Doch ziemlich schnell wurde mir klar, dass es in Wahrheit eine Geschichte über mich selbst ist, über palffi. Viele persönliche Erlebnisse und Gedanken sind in die Songs eingeflossen. Es ist also nicht nur eine erfundene Erzählung, sondern auch ein Stück meiner eigenen Geschichte.
Eine Person, die mir unweigerlich beim ersten Hören eingefallen ist, ist David Bowie. Sowohl das „Space“ – Thema, aber auch generell die musikalische und lyrische Ebene. Hast du musikalische Vorbilder bewusst ins Album mit einfließen lassen?
palffi: Auf jeden Fall. Ich habe schon immer viel Musik gehört – aber gerade während der Entstehung des Albums habe ich ganz bewusst noch intensiver gehört, um verschiedene Einflüsse wirken zu lassen. Nicht nur im Hinblick auf das Songwriting, sondern auch, was den Aufbau der Songs betrifft: Was hört man im Hintergrund? Wo muss man genauer hinhören, um bestimmte Elemente überhaupt wahrzunehmen? Dinge, die einem beim ersten Hören vielleicht gar nicht auffallen. Stark beeinflusst haben mich dabei Künstler wie David Bowie, Queen und Dire Straits, aber auch aktuellere Bands wie die Arctic Monkeys, Twenty One Pilots oder Gorillaz. Das ist auch das Schöne an meiner musikalischen Reise: Ich habe schon viele Genres gehört – und vieles davon ist ein Teil von mir geworden. Und das spürt man, finde ich, auch in meinen Songs. Es ist nicht alles nur Indie-Rock oder Indie-Pop. Klar, es gibt Tracks, die in diese Richtung gehen – aber eben auch härtere Songs oder solche, die eine leichte Hip-Hop-Note haben. Ich fand es schön, dass all diese Einflüsse auf dem Album Platz gefunden haben.

Wie war generell die Herangehensweise für dieses Album – hast du viel alleine oder im Team gearbeitet?
palffi: Christopher Birkholz – mein bester Freund und Gitarrenbuddy, der auch in meiner Band Gitarre spielt – und ich haben viele Songs gemeinsam geschrieben. Vieles ist ganz einfach auf der Akustikgitarre im Wohnzimmer entstanden. Bei vielen Sessions war auch unser Keyboarder Matthias Eder dabei, und wir haben zu zweit oder zu dritt an Songs gearbeitet. Oft bin ich danach nach Hause gegangen und habe alleine weitergeschrieben. Viele Stücke sind auf diese einfache, intuitive Weise entstanden. Ich habe sie dann bei mir zu Hause als Demos vorproduziert. Mit diesen Demos bin ich zu Lukas Klement ins Studio gegangen, und wir haben von dort aus gemeinsam weiter an den Songs gearbeitet. Es gab dann fünf oder sechs intensive Tage, an denen ich die ganze Band ins Studio geholt habe – und wir haben einfach zusammen Musik gemacht. Das war eine richtig angenehme und kreative Zeit.
„Wir haben uns sowohl im Songwriting, als auch beim Fertigmachen des Albums nie irgendwelche Limitations gesetzt.”
Neben der klassischen Bandbesetzung mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Keyboards hast du auch andere spannende Instrumente wie Saxophon und Ukulele eingebaut. Macht dir das Experimentieren mit unterschiedlichen Klangfarben Spaß?
palffi: Extrem. Ich erinnere mich, dass wir in den sechs Tagen im Studio so viel ausprobiert haben. Soundtechnisch haben wir viel experimentiert, ich glaube, wir haben fünfzehn verschiedene Synthesizer in einem Song getestet. Am Ende ist von all diesen vielleicht sogar jeder ein kleines Stück im Song geblieben. Es gibt Sachen, bei denen ich genau weiß: Wir haben zwei Stunden daran gearbeitet, um das so hinzubekommen. Ich wollte unbedingt ein Saxophon im Album haben – das hatte ich auch schon auf dem ersten Album. Ich finde, es hat einfach einen wunderschönen Klang. Wir haben aber auch eine Melodica verwendet und ich habe die Mundharmonika eingespielt, obwohl ich davor, glaube ich, nur zweimal in meinem Leben eine gespielt habe. Wir haben uns beim Songwriting und auch bei der Fertigstellung des Albums nie irgendwelche Limitierungen gesetzt. Es war mehr ein Ausprobieren: Klingt es gut? Ja oder nein? Wenn ja, dann bleibt es im Album.
Dein Debütalbum hieß „S.a.L.L.Y“. Auch auf dem aktuellen Album gibt es einen gleichnamigen Track. In einem früheren mica-Interview hast du verraten, dass es sich dabei um den humanoiden Bordcomputer eines Raumschiffs handelt – das Space-Thema wird also schon im ersten Album angedeutet. Sind dir solche roten Fäden in deiner Musik wichtig?
palffi: Ich finde es schön, dass es sie gibt. Tatsächlich passieren sie aber oft spontan. Besonders bei „S.a.L.L.Y“ zum Beispiel. Das Lied erzählt die Geschichte eines Computers, der zunächst im Büro steht und dann zum Bordcomputer eines Raumschiffs wird. Ich wollte diese Geschichte einfach noch einmal aufgreifen, weil ich rückblickend dachte, dass hier eigentlich schon der Ursprung der Geschichte vom jetzigen Album liegt. Einige haben es bemerkt, also freue mich, dass es dir auch aufgefallen ist. Ob es mir wirklich wichtig ist, kann ich gar nicht sagen. Aber ich finde es einfach schön, wenn es passiert.
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Ich habe das erste Mal eigentlich auf TikTok von dir gehört. Unter dem Namen „fakepalffi“ postest du Comedy-Skits, hast aber auch den Musikaccount „palffi“. Hast du da bewusst eine Trennung vorgenommen – sind das für dich einfach zwei unterschiedliche Projekte?
palffi: Ja, definitiv. Der Comedy-Account ist eigentlich ganz spontan entstanden. Die Leute, die mich privat kennen, wissen, dass ich einfach gerne mal witzig bin und Menschen zum Lachen bringe. Ich bin der Meinung, dass man alles, was man gut kann, auch zeigen sollte. Es hat mir viel Spaß gemacht, aber es ist gleichzeitig auch ziemlich weit weg von meiner anderen Arbeit. Es war fast Mundart-Comedy – da kam die niederösterreichische und steirische Seite meiner Oma zum Vorschein. Es ist natürlich dieselbe Person, es bin alles ich, aber es ist trotzdem etwas ganz anderes als das, was ich mit dem Album mache. Auf Instagram zeige ich eher meine musikalische Seite, während TikTok eher die Comedy-Seite bleibt. Obwohl ich da auch schon länger nichts mehr gemacht habe. Wenn ich keine Energie oder Lust dazu habe, dann mache ich auch nichts.
„Es muss immer in einem Rahmen bleiben, in dem es einem gut tut.”
Generell, wie wichtig schätzt du Social Media heutzutage für Musikschaffende ein?
palffi: Ich glaube, es ist als Marketing-Tool sehr wichtig und kann auch sehr gut funktionieren, wenn man eine Nische trifft. Es ist auch mit wenig Budget möglich, viele Leute zu erreichen. Aber es muss immer in einem Rahmen bleiben, in dem es einem gut tut. Sobald der Punkt erreicht ist, an dem es einem Angst macht und man sich unwohl fühlt, sollte man es lassen. Natürlich ist es schade, wenn man das Gefühl hat, man kann es nicht mehr nutzen. Es kann ein wichtiges Marketing-Tool sein, und Instagram sowie TikTok bieten sehr einfache Wege, sich zu präsentieren. Aber das eigene Wohl und die mentale Gesundheit müssen immer an erster Stelle stehen. Bei mir gibt es auch immer wieder Phasen. In den zwei Wochen vor dem Albumrelease hatte ich zum Beispiel so wenig Lust, auf Instagram aktiv zu sein und Content zu produzieren. Zum Glück hatte ich einige Sachen vorbereitet, die ich dann posten konnte, sodass ich das ein wenig überbrücken konnte. Aber wenn ich keine Lust auf Instagram und TikTok habe, dann zwinge ich mich auch nicht dazu, weil mir meine eigene Gesundheit tatsächlich wichtiger ist.

„Ich habe das Gefühl, dass sich ein großer Sprung nach vorne für mich anbahnt.”
„Goodbye Strawberry Lane“ ist der Auftakt zu einer Albumtrilogie – ein ambitioniertes Projekt. Kannst du schon einen Ausblick auf die folgenden Alben geben?
palffi: Ja, das kann ich. Es gibt tatsächlich schon für beide Alben ein paar Songs, die fertig sind. Aber ich habe nicht geplant, die Alben auf einmal fertig zu schreiben. Im Sommer 2023 ist die Idee für das erste Album entstanden, und genauso, wie ich als Mensch gewachsen bin, ist auch dieses Album gewachsen. Ich habe einfach vieles, das ich erlebt habe, in das Album einbauen können. Es würde wenig Sinn machen, die Alben jetzt schon komplett fertig zu schreiben. Genauso wie Mr. Miracle auf seiner Reise verschiedene Dinge erlebt, macht es auch für mich Sinn, neue Eindrücke zu gewinnen. Ich möchte ja über Dinge schreiben, die mir im Leben passiert sind und die mir wichtig sind. Es ist interessant, weil ich merke, dass sich das Projekt palffi gerade so richtig entfaltet. Ich bin gespannt, wohin es mich in den nächsten Monaten führt. Ich habe das Gefühl, dass sich ein großer Sprung nach vorne für mich anbahnt. Die Reise ins Unbekannte hat für mich auch erst begonnen.
Es bleibt spannend – wie sieht es mit geplanten Live-Auftritten aus?
palffi: Wir spielen am 21. Juni am Donauinselfest, auf der Friedensbühne. Da freue ich mich schon sehr. Und am 6. August spielen wir am Sziget Festival, auf das freue ich mich ebenfalls sehr. Da können wir auch mit der ganzen Band spielen. In voller Besetzung sind wir zu siebt und das wird sicher ein spannendes Erlebnis. Ein kleiner Bandurlaub im Sommer.
Hast du noch ein paar abschließende Worte?
palffi: Ich möchte allen, die sich das Album anhören, mitgeben, dass sie sich für die Dreiviertelstunde hinsetzen und das ganze Album einfach durchhören sollen. Ich habe das Gefühl, dass das in unserer derzeitigen Gesellschaft immer mehr verloren geht – sich eine Pause zu gönnen und sich Zeit für etwas zu nehmen. Mit dem Album möchte ich auch ein wenig Ruhe schenken. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Album noch ankommt, und freue mich auf die kommende Zeit.
Schön gesagt! Danke für das nette Gespräch!
Ylva Hintersteiner
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