Mit Hansi Lang ist am Sonntagabend einer der prägendsten Persönlichkeiten der heimischen Musikszene im Alter von erst 53 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Lang der vor allem als Sänger der “Hallucination Company” große Bekanntheit erlangte, konnte zuletzt mit seinem “Slow Club” Erfolge feiern. Neben seiner musikalischen Arbeit war er auch als Schauspieler und Autor tätig.
Nach dem Tod von Georg Danzer im vergangenen Jahr verliert die österreichische Musikszene mit dem Ableben von Hansi Lang einen weiteren seiner ganz großen Persönlichkeiten. Der 1955 in Wien geborene Künstler begann schon sich im frühen Alter der Musik zu widmen. Anfänglich noch als Schlagzeuger unterwegs, wechselte er schließlich als Sänger hinter das Mikro und tourte mit verschiedenen Bands durch Österreich. Mitte der siebziger Jahre stieß Lang schließlich zur “Hallucination Company”. Dort lernte er nahezu alle MusikerInnen kennen, die, wie er, später bekannt werden sollten. So auch Peter Cornelius und Harri Stojka. Der Ort der Begegnung war, wie soll es für diese Zeit auch anders sein, das Wiener U4.
1980 widmete er sich schließlich seiner Solokarriere und konnte mit seiner Band “Dreamboat” an die vorangegangenen Erfolge anschließen. Fans schätzten vor allem seine Authentizität, stand er mit seinem Image doch im krassen Gegensatz zu Leuten wie Falco. Drogen und persönliche Krisen machten Lang in den darauffolgenden Jahren aber immer mehr zu schaffen. Erst in den 90er Jahren ging es wieder bergauf. In dieser Zeit machte Hansi Lang die Schauspielerei auch zu seinem zweiten beruflichen Standbein. Zuletzt sorgte das gemeinsam mit Wolfgang Schlögl und Thomas Rabitsch betriebene musikalische Projekt “Slow Club” für jede Menge Aufsehen.
Neben seiner musikalischen Tätigkeit engagierte sich Hansi Lang in sozialen Fragen. Für diesen Einsatz wurde er 2006 mit dem “Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien” ausgezeichnet. (mt)
Foto Hansi Lang: Dietmar Lipkovich

