Glutamat im Fluc

Hinter dem mysteriösen Namen Glutamat verbergen sich die ebenfalls sehr mysteriösen sechs MusikerInnen M.P. Kopflos, Ronald von den Sternen, Thesa Tödlich, Peter Palme und Susi Hannover. Am 30. Jänner gewährt der schräge Sechser dem Publikum im Wiener Fluc einmal mehr einen Einblick in sein sehr individuelles Verständnis dafür, wie gute Musik zu klingen hat. An dem Abend ebenfalls mit dabei ist DJ Dieter Schärf, der den Rest des Abends gestalten wird.

“Glutamat juchzen, säuseln, heulen, lassen Synthesizer dröhnen, spielen mit der Bohrmaschine Gitarre, haben eine Geige mit einer Saite, sind kitschig, kaputt, brachial, wunderschön, monoton, aufwühlend, dilettantisch, sexy, hässlich, lassen nichts anbrennen und man kann übrigens auch dazu tanzen. Die überzeugendste Glam-Trashband seit Jahren.” (Rosa Luxenburg)

 

Vermeintliche musikalische Grenzen nimmt die gar nicht mehr so neue Truppe Glutamat schlicht und einfach als Herausforderung, diese ohne viel Nachdenken zu überschreiten. Verfeinert mit einer gehörigen Portion Wahnsinn entstehen auf diese Weise Songs, die durch ihren Facettenreichtum bestechen und sich erstaunlicherweise recht schnell in den Gehörgängen der HörerInnen festsetzen. Da vermengen sich harte Stromgitarren und minimalistische Elektroklänge mit einem über weite Strecken sehr reduzierten Beatgerüst. Verfeinert wird das Ganze mit deutschen Texten, die sich recht gut in das Gesamtkonzept einfügen. Irgendwie handelt es sich hier um eine sehr schräge und weit gefasste Interpretation des Popbegriffs. Mal kommen die Songs des Sextetts sehr “retro” daher, dann wieder so richtig schön “trashig”, bewegen sich aber stets in einem gehörigen Respektabstand zum so genannten Mainstream Pop. Wer also wieder einmal etwas Neues und zugleich Originelles zu hören bekommen will, sollte sich das Konzert von Glutamat im Fluc nicht entgehen lassen. (mt)

 

 

Fluc

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