
Oskar Aichinger (Gesang, Piano, Rhodes, Synthesizer), Susanna Heilmayr (Gesang, Oboe, Viola), Burkhard Stangl (Gesang, Gitarre, Vibraphone) und Achim Tang (Gesang, Bass) sind bekannt dafür, dass sie sich mit Vorliebe immer wieder hochinteressanten und herausfordernden Projekten zuwenden. Ausschlaggebend für dieses, in dem die vier musikalischen Freigeister erstmals gemeinsam am Werken sind, war der Wunsch von dem Produzenten und Handsemmel-Labelchef Klaus Nüchtern, der dieser Konstellation ein schier unerschöpfliches kreatives Potential zuschrieb. Zu Recht, wie sich nun zeigt.
Mit wenigen Ausnahmen durchwegs in eher ruhigeren Gefilden angesiedelt, entwickeln die insgesamt 12 Tracks des Albums schon alleine aufgrund ihrer Reduziertheit eine alles umschließende dichte Atmosphäre und hohe Emotionalität. Wiewohl Jazz als stilistische Basis herhält, sind es Elemente aus der elektronischen und improvisierten Musik, welche dem Ganzen eine ungemeine Vielschichtigkeit verleiht. Um Aichingers dezentes, aber umso wirkungsvoller in Szene gesetztes und melodiebetontes Klavierspiel spinnen Heilmayr, Stangl und Tang behutsam ein dichtes Netz an Klängen, bestehend aus schrägen, mal akustisch, mal elektrisch gespielten Gitarrenakkorden, elektroakustischen Einwürfen, aberwitzigen, sich ständig in Bewegung befindlichen Basslinien und sphärischen Viola- und Oboe-Passagen. Hinzu kommen von allen vier MusikerInnen beigetragene Gesangs- und Vokalexperimente, die jedem einzelnen Stück einen eigenen Charakter verleihen.
„Initiator“ Klaus Nüchtern dürfte das Ergebnis dieses musikalischen Experiments auf jeden Fall mehr als zufrieden stimmen, meint er doch, dass es hier Musik entstanden ist, „die das Herz erhebt und weitet, dies aber nicht mit den Mitteln des Gefühlsüberschwangs, sondern mit denen der ästhetischen Konzentration tut”.
„A Word To The Sufficient” ist eine CD geworden, die was Niveau und Qualität betrifft, eindeutig in der oberen Liga mitspielt. Aichinger, Heilmayr, Stangl und Tang ist ein außergewöhnliches und wunderbares Stück Musik gelungen, dass ohne Zweifel internationales Format erfüllt und den Ruf der vier MusikerInnen, mit zu den kreativsten Köpfen der heimischen Musikszene zu zählen, eindrucksvoll unterstreicht.(mt)