
Was vielleicht hierzulande vielen nicht wirklich bewusst sein dürfte, aber spricht man über Simone Kopmajer, so spricht man über einen echten erfolgreichen international abgefeierten Jazz-Star. Zumindest in den USA, in Japan und in Südostasien ist die gebürtige Schladmingerin seit langem einem jeden Liebhaber anspruchsvoller und gediegener Jazzklänge ein Begriff. In einer Zeit, in der allerorts von sinkenden CD-Verkäufen gesprochen wird, ist der charismatischen Sängerin in Thailand das Kunststück gelungen, sage und schreibe über 15.000 Einheiten ihres 2011er Albums „Nothing’s Gonna Change“ abzusetzen. Womit sie dort gleichzeitig auch an der Spitze der bestverkauften Jazzalben des Jahres landete. Ganz gut sieht es auch für das neue, 2013 erschienene und einmal mehr hervorragend rezensierte Album “Emotion”, das von Jamaaladeen Tacuma in Philadelphia produziert wurde, aus.
Simone Kopmajer, die bis dato bereits mit Stars wie George Mraz, Houston Person, Victor Lewis und James Genus zusammengearbeitet hat, ausmacht, zeichnet vor allem die Fähigkeit aus, ihren Songs diese ganz bestimmte gefühlvolle, charmante und in die Tiefe gehende Note zu verleihen, diese Schwingung, die die Leute einfach anspricht und berührt. Ihre irgendwo zwischen Jazz, Swing und gediegenem Pop angesiedelte musikalische Sprache zeigt sich als eine sehr richtig schön fließende und betörend elegante, zugleich aber auch als eine sehr anspruchsvolle, verspielte und variantenreiche, ein Aspekt, der ihren Stil letztlich auch auf erfrischende Weise von ähnlichen Entwürfen doch deutlich abhebt.
Die in den kommenden Wochen anstehende Konzertreise durch Österreich bestreitet Simone Kopmajer gemeinsam mit Paul Urbanek (Klavier), Herfried Knapp (Bass) und Reinhardt Winkler (Schlagzeug). (mt)
Foto © Christian Jungwirth