
Am 21. September feiert das “Neu New York/Vienna Institute of Improvised Music” im Wiener Cafe Celeste sein vierjähriges Jubiläum. Seit der Gründung kommen jeden Montag MusikerInnen aller Sparten zusammen, um die Welt der Improvisation zu erkunden. Gerade dies macht die Sache auch so spannend. Vorherzusagen, was da im Rahmen eines Konzerts auf einen zukommt, ist nämlich unmöglich.
Was im September 2005 mit einer Jam-Session begonnen hat, etablierte sich in Folge als eine regelmäßig stattfindende Kulturveranstaltung, die nahezu alle Sparten, beginnend bei der Musik über Tanz und Theater bis hin zu Visual Arts alles abdeckte. Heute steht das “Neu New York/Vienna Institute of Improvised Music” für einen Ort, an dem KünstlerInnen verschiedenster Erfahrungen, Wissen und Herkunft im Geiste der Improvisation ihren neuen Ideen, der Kreativität und der Lust am Experiment freien Lauf lassen können. Es ist vielleicht die Plattform in Wien auf der Avantgarde-KünstlerInnen regelmäßig in einen regen künstlerischen Dialog treten, neue Formen der Kunsterschaffung erforschen und vermeintliche stilistische Grenzen sprengen.
Auf diesem Wege sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Projekte und Formationen, wie zum Beispiel “Blast of Silence”, “Dr. Katz”, “Eneidi/Kern/Quehenberger”, “Eneidi/Krebs” und “Gartmayer/Berghammer/Breuer/Kern” entstanden, die in Folge zu Festivals und in Clubs im In- u. Ausland eingeladen wurden. Hinter all dem steht der unkonventionelle Geist von Marco Eneidi, dem es gelingt, MusikerInnen unterschiedlichster Richtungen (Rock, Pop, Jazz, Neue Musik, .) zu einem Wechselspiel von klarer Struktur und offenem Denken zusammenzuführen, was wiederum die Sessions im Celeste von einem Geheimtip zu einem Fixpunkt der österreichischen Freejazzszene macht.
Wie es sich für eine Jubiläumsveranstaltung gehört, hat man sich mit dem Schlagzeuger Lou Grassi einen der herausragenden Persönlichkeiten der Jazz/Improszene zum gemeinsamen Musikzieren eingeladen. (mt)
