
Nach einem Treffen in Luxemburg am 14. Juni wurde darauf geeinigt die audiovisuellen Dienste als Verhandlungsmandat von dem EU/USA Freihandelsabkommen (TTIP) auszuschließen.
In den vergangenen Monaten hat EMO für eine solche Ausgrenzung plädiert, da die Vorherrschaft von US Kultur-und Kreativwirtschaftsakteuren auf dem globalen Markt bereits klar ist.
Laut einer Studie, die im letzten Jahr von EMO und EuroSonic Noorderslag veröffentlicht wurde, besetzt das US Repertoire rund 50% des gesamten Airplays und der Downloads in den europäischen Charts.
Außerdem basieren viele EU-Kulturmärkte, einschließlich der Musiksektor, auf sehr spezifische regulatorische Rahmenbedingungen und unterliegen gut funktionierenden nationalen und europäischen Förderprogrammen.
Der EU Musiksektor ist auch weniger homogen und weniger konzentriert als der US-Markt, vor allem im Bereich des digitalen Zugangs und der Distribution.
Aus diesen Gründen hätte der Sektor als Mandat der Europäischen Kommission weder dazu beigetragen, europäischen Akteuren auf dem EU-Markt zu stärken, noch hätte es zu wachsenden Exporte von europäischen Produktionen oder Dienstleistungen in der US geführt.
Der Kompromiss erzielte am vergangenen Freitag, dass jede Entscheidung, die das Thema zu einem späteren Zeitpunkt im Verhandlungsprozess erörtern soll, die Einstimmigkeit im EU-Rat benötigt. EMO wird auch weiterhin europäische Länder unterstützen, für die die kulturellen Besonderheiten Europas nicht verhandelbar sind.
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