Wie jeden letzten Dienstag im Monat geht auch diesen Jänner im Wiener Gürtellokal B72 der inzwischen fast zur Tradition gewordene Club Nolabel über die Bühne. Der Konzertabend am 26. Jänner steht ganz im Zeichen des Garagenrock. Abermals sind drei hochtalentierte junge österreichische Acts aufgerufen, ihr Können vor Publikum zu beweisen.
Das Konzept des Club Nolabel geht weit über das eines herkömmlichen Talentewettbewerbs hinaus. Neben einer Live-Performance bekommen die Protagonisten auch Feedback von den bei jeder Veranstaltung anwesenden Fachleuten aus der österreichischen Musikszene und natürlich vom Publikum selbst. Dazu analysieren die führenden Köpfe von FM5 die Webauftritte der KünstlerInnen. Der Club Nolabel eröffnet allen Beteiligten somit die seltene Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Alles in allem erhalten die Musiker/Innen und Bands einen ersten Eindruck davon, wie die Dinge innerhalb der Musikwelt wirklich ablaufen und wie man manche Punkte in Zukunft eventuell für sich nützen könnte. Auf jeden Fall beweist das rege Interesse seitens der Besucher/Innen, so besuchten in der beiden Saisonen jeweils weit über 2000 Musikfans die Veranstaltung, dass durchaus großes Interesse an neuen talentierten heimischen Bands vorherrscht.
Auf der anderen Seite wird auch deutlich, dass hierzulande in der Tat zahlreiche hochtalentierte Acts am Werken sind. Der anstehende Konzertabend läuft unter dem Motto Garagenrock. Auf der Bühne zu sehen sein werden Black Shampoo, The Nintendos und The Ende.(mt)
Black Shampoo
Energie hoch drei ist es, was dieses Wiener Trio auszeichnet. Der Rhythmus des Schlagzeugs hämmert unruhig, der Bass wummert in den Ohren und die Melodie der Gitarre schwingt dahin wie in frühen Zeiten der Strokes. Nicht nur die Instrumente von Black Shampoo stehen auf der Bühne unter Strom, auch die drei Mitglieder selbst.
The Nintendos
Auf der Strokes-Welle sind bestimmt auch mal The Nintendos aus Kremsmünster geschwommen. Die Musik des Quartetts hat nämlich wenig mit der namensgebenden 90er-Jahre Spielkonsole zu tun, sondern viel mehr mit lässigem Indierock und ungezwungenem, leicht näselndem Gesang ala Julian Casablancas. Und solche Einflüsse gehören ja nicht zu den schlechtesten.
The End
Sehnsuchtsvolle Lieder, schattenumwobene Geschichten, pittoreske Melodien – das alles steht für The End, vier junge Wiener, die sich trotz ihres Namens gerade erst am Anfang ihrer Bandkarriere befinden. Durch Poesie erzeugen sie Gefühle und Bilder, Bilder von wilden wie auch von nicht so wilden Zeiten.
Foto Black Shampoo: Rupert Kasper

