Kommenden Donnerstag, den 21. Jänner, gastiert mit Karl Sayer einer der wohl vielseitigsten heimischen Jazzbassisten im Wiener Blue Tomato. Mit dabei natürlich sein allseits bekanntes Quintett, das in bester österreichischer Jazztradition komponierte Formen, freie Bewegungen, songähnliche Strukturen sowie tranceartige Muster zu einem wunderbar facettenreichen Ganzen vereint.
Diese Vielfalt findet sich auch auf dem immer noch aktuellen Sayer-Output “Constant Moving”, ein Album, bei dem sich das Quintett stets zwischen den Polen der Komposition und der freien Improvisation bewegt. Alte Jazzstandards werden dabei ebenso zitiert, wie neue Spielformen. Die Bodenständigkeit Karl Sayers’ Bassspiels in Verbindung mit Paul Urbaneks Harmonik, Ilse Riedlers kraftvollen Linien, Wolfgang Schiftners expressiven Elementen und Lukas Königs punktgenauer Dynamik garantieren modernen Jazz auf allerhöchstem Niveau.
Seine musikalische Ausbildung bekam Karl Sayer sowohl an der Musikhochschule in Linz als auch am Wiener Jazzkonservatorium. Darüber hinaus ist er seit Anfang der Achtziger Jahre in der heimischen Jazz- und Improvisationsszene äußerst aktiv. Die Liste seiner Kollaborationspartner, die über die Jahre einen beträchtlichen Umfang aufweist, liest sich dann auch wie das Who-Is-Who der internationalen Jazzwelt: Sainkho Namtchylak, Myra Melford, Wolfgang Mitterer, Oskar Aichinger, James Blood Ulmer, Idris Muhammad, Doug Hammond, Wolfgang Puschnig und Michael Moore sind nur einige der namhaften Musiker, an deren Seite Karl Sayer bereits die Saiten zum Schwingen gebracht hat.
Karl Sayer und sein Quintett stehen jedenfalls für höchstes musikalisches Können sowie kurzweilig-abwechslungsreiche Unterhaltung. Musikfreunde im Allgemeinen und Jazzfreunde im Besonderen sollten sich diesen Auftritt jedenfalls nicht entgehen lassen. (mm)

