Alphaville feiert: Timo Novotny, die Sofa Surfers & Bernd Fleischmann gratulieren

Alphaville feiert: Timo Novotny, die Sofa Surfers & Bernd Fleischmann gratulierenAlphaville wird 10: oder Alphaville hoch 10, wie in der Presseaussendung des Videostores treffend formuliert. In jedem Fall ein Grund zu feiern, so dachten sich wohl die Betreiber (Norman Shetler & Georg Schneider) bei der Zusammenstellung des Programms, das am 14.04. 2007 im Gartenbau Kino, wie auch im Foyer, ab 14.30h mit open end geboten wird, und das sowohl in Sachen Musik wie auch in Sachen Film nichts zu wünschen übrig lässt.

Caïn et Abel: cinéma et vidéo

Zehn Jahre: Alphaville. In dieser Zeit ist es der Videothek gelungen ein beträchtliches Angebot zu erstellen, obschon der augenscheinlich kleine Store im Freihausviertel seit Anbeginn einzigartig war: Heute tummeln sich da jedenfalls mehr als 13.000 Spielfilme, Dokus und Serien, quer durch die Filmgeschichte und quer durch die ethnischen Regionen, was die Videothek zur umfangreichsten der Fremdsprachigen des Landes werden lässt.Zelebriert wird die Feier im Gartenbau Kino, einer Location, die in den letzten Jahren auch als Veranstaltungsraum an immer größer werdender Beliebtheit gewann. Im Falle Alphaville scheint der Ort ausgesucht, wenn Video auf Film, wenn Underground auf Genrekino trifft, und das Gesamtprogramm in einen musikalischen Rahmen gesetzt wird:

Das (musikalisch wie filmische) Highlight bildet Timo Novotnys Projekt “Life in Loops – A Megacities RMX”. Der Visualist der Sofa Surfers remixt Michael Glawoggers Film Megacities in Live Samples. Zu späterer Stunde sind die Sofas gesamt vertreten und Bernhard Fleischmann liefert sich in der Mitternachtseinlage ein “Duett mit der Leinwand” (Pressetext). Auch die Namen der an den Turntables Vertretenen lesen sich ebenso altbekannt, wie gut: Christopher Just gibt sich, wie der altbekannte (und nicht allzu oft anzutreffende) Taipiresque die Ehre, ebenso vertreten: djkl mit seinem Temporary Soundmuseum.

Dem durchaus breit gefächerten musikalischen Programm, das sich streckenweise mit dem New Yorker Moving Patterns Festival deckt (Bernd Fleischmann, Timo Novotny, Sofa Surfers) steht das filmische kaum nach: prominente Gratulanten sind neben dem Filmmuseum (ausgewählte Werke von Bruce Conner, Guy Maddin, Klassiker der Stummfilmzeit mit Live Vertonung) die österreichischen Genrefilmer Virgil Widrich, Michal Kosakowski, Arash oder auch Jörg Kalt.

Das Nachmittagsprogramm läuft unter dem Titel “Alphavillains on Screen!” und bezeichnet damit in erster Linie Videoarbeiten rund um Alphaville Mitarbeiter. Darunter: die Weltpremiere von Lucas Vossoughis “Embrace”.

 
 

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