Bereits zwei Mal konnte das Acoustic Lakeside, als erstes heimisches akustisches Musikfestival, das angereiste Publikum begeistern. Heuer geht es vom 23. bis 24.Juli am beschaulichen Sonnegger See in seine dritte Runde und wartet einmal mehr mit viel Charme, Idylle und natürlich mit jeder Menge renommierten Bands auf, allerdings in einem etwas anderen Licht erscheinend: unplugged und intim.
Am ersten Festivaltag gibt es diesmal das sogenannte “Open Campfire”, wo junge Bands auf einer kleinen Strohballenbühne direkt am Campingplatz die Chance bekommen, im Rahmen des Acoustic Lakeside Festivals aufzuspielen. Die Besucher können dabei quasi von ihren Zelten aus den Bands lauschen. Tags darauf werden dann sowohl die Bühne als auch die darauf spielenden Namen größer und das Publikum darf sich auf Bands wie Art Brut, Virginia Jetzt!, Bishop Allen, Eight Legs und einige andere mehr freuen.
Beim Auftritt von Art Brut darf man jedenfalls schon mal besonders gespannt sein, wie eine Band, die vor allem von derben Gitarrenriffs und sarkastischem Sprechgesang lebt, völlig ohne Strom auskommen soll. Genau wissen das wohl jedenfalls nicht mal die Bandmitglieder selbst, stellt doch dieser Auftritt auch für die Londoner eine Premiere dar. Allerdings dürften sie sich ihrer Sache aber ziemlich sicher sein, da sie sofort und ohne jegliche Umschweife zugesagt haben. Ein außergewöhnliches Ereignis wird es in jedem Fall werden.
Mit Virginia Jetzt! steht dann auch eine Band auf der Bühne, die den ganz besonderen Charme des Acoustic Lakeside Festivals wohl am besten verkörpert. Prägend für die Stücke der Band ist die Stimme des Sängers Nino Skrotzki, die bisweilen durch Pianoklänge unterstützt wird. Insgesamt hört man auch deutlich einen Ben Folds-Einfluss heraus. Also, genau das Richtige für ein Unplugged-Konzert.
Ebenso wie auch Art Brut kann man sich die Krachmacher von Killed By 9 Volt Batteries kaum mit einem reinen Akustik-Set vorstellen, sind doch deren Gigs für gewöhnlich Garant für noisige Klangausbrüche und jede Menge grandiosen Krach. Da aber auch bisher alles, was die Batts in ihrer noch jungen Bandgeschichte so gemacht haben, mehr als bloß hörenswert war, wird man wohl auch bei diesem Auftritt nicht enttäuscht werden.
Die junge Singer/Songwriterin Mel kann man sich da schon besser in solch einer Umgebung vorstellen, zumal sie ja bisher stets hauptsächlich durch ihre ausdrucksstarke Stimme, zumeist lediglich äußerst reduziert begleitet, hat aufhorchen lassen und mittlerweile zu einem gefragten Insider-Tipp avanciert ist.
Das genaue Lineup sowie Hörproben zu allen auftretenden Bands und Künstlern gibt es auf der festivaleigenen Homepage.(mm)

