Markus Hinterhäuser: "Ich habe Vorbehalte gegen quasi imperiale Machtstrukturen"

Von den Salzburger Nachrichten, die den mica-Musiknachrichten den Wiederabdruck des bereits erschienenen Interviews mit Hinterhäuser, dem noch bis 2011 amtierenden, vielleicht bisher besten Konzertchef der Salzburger Festspiele, sowie der beiden anderen Beiträge (Pereira-Brief und ein SN-Standpunkt) freundlich gestattete, ist man eine fundierte, kritische und differenzierende Sicht der Verhältnisse in Salzburg gewohnt. So auch diesmal: Hedwig Kainberger (Kulturredaktion) führte ein interessantes Interview, in dem Hinterhäuser erläuterte, warum er mit Alexander Pereira nicht zusammenarbeiten kann und will.

“Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat erklärt, Markus Hinterhäuser möge Konzertchef bleiben. Der ab 2012 designierte Intendant, Alexander Pereira, hat versichert, er schätze Hinterhäusers Arbeit als Konzertchef. Doch der gab Ende der Vorwoche bekannt, er stehe ab 2012 nicht mehr in dieser Funktion zur Verfügung. Die SN baten ihn um Erläuterungen, wie es zu diesem Eklat kommen konnte.

SN: Wie geht es Ihnen nach Ihrer Entscheidung, nach 2011 nicht mehr Konzertchef der Salzburger Festspiele zu sein? Sind Sie froh, erleichtert, traurig, enttäuscht?

Hinterhäuser: Wenn eine schwierige Entscheidung gefällt ist, kann sich ja durchaus ein Gefühl der Erleichterung einstellen, aber ich verhehle nicht, dass dies auch mit einer gewissen Traurigkeit einhergeht, weil mir die Salzburger Festspiele wichtig sind, weil ich an ihnen hänge und weil mir Salzburg etwas bedeutet. Ich hätte den Abschied lieber anders erlebt.

SN: Vor Ihrer Entscheidung hat der designierte Intendant, Alexander Pereira, in einem Fax an die “Salzburger Nachrichten” klar gestellt, dass er Sie als Konzertchef, aber nicht im Direktorium wolle. Was hat dieses Schreiben bewirkt?

Hinterhäuser: Jedenfalls hat es meine Entscheidung beschleunigt und gefestigt. Allerdings: Ein für die Salzburger Festspiele interessantes Problem auf diese Art öffentlich anzugehen, halte ich für entbehrlich. Es hätte genügt, dies mit mir und vor allem mit dem Kuratorium zu besprechen.

SN: Welches Problem der Salzburger Festspiele?

Hinterhäuser: Das Strukturproblem der operativen Leitung, also des Direktoriums. Wie groß soll es sein? Wie setzt es sich zusammen?

SN: Was ist Ihre Ansicht dazu?

Hinterhäuser: Alle künstlerisch Verantwortlichen, also alle Sparten im programmatischen Gesamtbild der Salzburger Festspiele – Oper, Schauspiel und Konzert – sollten im Direktorium, also im operativen Leitungsgremium, vertreten sein und auf Augenhöhe miteinander umgehen können.

Es gibt das schöne Wort vom “Kollegialorgan” und das Direktorium der Salzburger Festspiele ist ein solches. Das heißt: Es sollte um Teamarbeit und um Gemeinsamkeit von Entscheidungen gehen. Dies würde die Stärke, die Intelligenz, ja, auch die Autorität einer operativen Führung weit mehr stärken als jene Art von Umzäunung und Revierabsteckung, wie sie offenbar jetzt angestrebt wird.

Ich weiß schon, dass gewisse Entscheidungen nicht in einer Mehrheitsfindung zu machen sind. Aber ich habe große Vorbehalte gegen quasi imperiale Machtstrukturen.

SN: Alexander Pereira schreibt, eine Erweiterung des Direktoriums wäre eine “Lex Hinterhäuser”.

Hinterhäuser: Diese Formulierung hat mich außerordentlich irritiert. Erstens würde ich eine “Lex Hinterhäuser” weder beanspruchen noch fordern.

Zweitens stellt sich die Frage nicht, denn es gibt längst eine “Lex Festspiele”, also eine Verfassung der Salzburger Festspiele, das ist das Festspielfondsgesetz. Dieses sieht ein Direktorium mit bis zu fünf gleichberechtigten, stimmberechtigten Mitgliedern vor. Es kann also keine Rede davon sein, dass eine Erweiterung des Direktoriums ein sonderbares Ansinnen wäre oder gar ein eigenes Gesetz erforderte.

Drittens irrt Herr Pereira, wenn er schreibt, ein Fünfer-Direktorium wäre “in der Geschichte der Festspiele einmalig”. Tatsächlich bestand das Direktorium zwanzig Jahre lang, von 1972 bis 1992 aus fünf Mitgliedern, vor 1972 hatte es vier Mitglieder. Das Dreier-Direktorium in der jetzigen Form gibt es erst seit 1992.

 

 

SN: Wie war dieses Fünfer-Direktorium der Ära Karajan zusammengesetzt?

Hinterhäuser: Es gab einen Präsidenten und drei bis vier Mitglieder, die für die Kunst zuständig waren. Übrigens: Diese zwanzig Jahre mit dem Fünfer-Direktorium waren nicht jene mit den geringsten künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolgen der Salzburger Festspiele.

SN: Alexander Pereira warnt, das Direktorium allein deswegen zu erweitern, um ein schlechtes Gewissen zu beruhigen, weil Sie nicht Intendant geworden seien.

Hinterhäuser: Sollte jemand ein schlechtes Gewissen haben, wird er auch seine Gründe dafür haben. Daraus den oben genannten Schluss zu ziehen, ist allerdings unzulässig. Ich bin in keiner Weise beleidigt, weil ich etwas nicht geworden bin. Ich gebe zu, die Intendanz hätte mich sehr interessiert, doch davon kann ich absehen. Das spielt bei der Frage der Gestaltung des Direktoriums keine Rolle. Erwähnenswert sind da ja eher die Vorläufe, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

SN: Welche Vorläufe?

Hinterhäuser: Die haben mit dieser so genannten Findungskommission zu tun. Ich weiß schon, dass man in unserem Beruf tricksen und taktieren, manchmal auch schwindeln muss. Aber es gibt Grenzen, und die haben mit Haltung und Anstand zu tun.
Wenn die überschritten werden, ist das unappetitlich, dafür habe ich nur eine gehörige Portion Verachtung übrig.

SN: Einen Intendanten zu bestellen, ist ureigene Aufgabe des Kuratoriums, das sich von einer Findungskommission beraten hat lassen. Es wird erzählt, Kulturministerin Claudia Schmied (SP) habe Sie mehrmals aufgefordert, sich für die Intendanz zu bewerben. Dann stand Ihr Name nicht einmal auf dem Dreiervorschlag.
Das Kuratorium hat am 19. Mai offiziell erklärt, es wünsche, dass Sie nach 2011 Konzertchef blieben. In diesem Gremium sitzen immerhin Bürgermeister Schaden (SP), Landeshauptfrau Burgstaller (SP), deren Stellvertreter Haslauer (VP), Kulturministerin und Finanzminister haben je einen Vertreter.
Jetzt sind alle Bedingungen so, dass Sie nicht einmal Konzertchef bleiben. Was läuft da falsch? Warum setzt das Kuratorium seinen Willen nicht durch? Fühlen Sie sich an der Nase herumgeführt?

Hinterhäuser: Dass das Kuratorium am 19. Mai den Wunsch geäußert hat, dass ich weiter Konzertchef bleiben möge: Darüber habe ich sehr nachgedacht, das kann man mir glauben. Nach den Erfahrungen, die ich in meiner Funktion hier gemacht habe, nach all den Konflikten und Spannungen, habe ich meine Vorstellungen formuliert, insbesondere das Direktorium betreffend.
Die wurden allerdings sowohl vom Kuratorium als auch vom künftigen Intendanten eher kleinmütig behandelt. Und wenn Alexander Pereira das alles so dezidiert ausschließt, machte es keinen Sinn, ihm das aufzudrängen.

SN: Aber Alexander Pereira hat wiederholt versichert, dass er Ihre Arbeit schätze, dass er Sie als Konzertchef wolle.

Hinterhäuser: Wenn man einen Neustart möchte, müsste dieser an der Großzügigkeit und der Offenheit, mit der er betrieben wird, festzumachen sein. Bei einem Neustart, der sich dadurch auszeichnet, dass möglichst schnell, möglichst ambitioniert und möglichst entschlossen die Revierchen abgesteckt werden, sehe ich keinen Weg für mich. Die Frage, ob ich da mitkönnte, habe ich eindeutig beantwortet: Nein.

SN: Gab es in den bisher drei Saisonen, für die Sie als Abteilungsleiter das Konzertprogramm gestaltet haben, Projekte, die Sie nicht realisieren konnten, weil sie im Direktorium blockiert wurden?

Hinterhäuser: Nein, ich hatte in diesen drei Jahren kein Problem mit der Umsetzung meiner Ideen. Daraus ist allerdings nicht der empirische Schluss zu ziehen, dass dies bei der gegebenen Struktur auch in Zukunft so glücklich abliefe. Abgesehen davon kann es durchaus sein, dass diese Ideen nicht ganz schlecht waren.

SN: Geht es Ihnen also darum, dass im Direktorium künstlerische Teamarbeit möglich wird?

Hinterhäuser: Ja, es geht um künstlerische Teamarbeit, genauso um ökonomische und um kommunikative. Die Salzburger Festspiele von einem möglichst kleinen Entscheidungsgremium leiten zu lassen, widerspricht der Breite des künstlerischen Wissens, der intellektuellen Kraft, des geistigen Horizonts, derer ein Festival wie dieses bedarf. Noch einmal: Eine Art imperialer Machtstruktur aus ein, zwei Verantwortlichen halte ich für anachronistisch.

SN: Alexander Pereira schreibt, das Wichtigste für sein Verhältnis zu künstlerischen Mitarbeitern sei Vertrauen. Und er stellt fest, dass “die Qualität der Zusammenarbeit nicht von der Äußerlichkeit wie einem Titel abhängig sein kann”.

Hinterhäuser: Das ist alles andere als eine Äußerlichkeit! Da geht es nicht um irgendein Geltungsbedürfnis oder irgendeine Ambition, da geht es um das operative Zentrum der Salzburger Festspiele. Dass Alexander Pereira einen wortreichen zweiseitigen Brief benötigt, um zum Schluss zu kommen, eine Mitgliedschaft im Direktorium sei eine “Äußerlichkeit” bzw. ein “Formalismus” halte ich für skurril!

(19. Juli 2009 | Hedwig Kainberger (SN)).

 

 

. Anmerkung und Zitat aus dem mica-Interview mit Hans Landesmann vom 6.3.2009:

mica: Sie waren bei den Festspielen Konzertdirektor und kaufmännischer Leiter, hat das was gebracht?

Landesmann: Das war natürlich sehr wichtig, der Markus [Hinterhäuser] ist nicht im Direktorium, denn er ist ja nicht kaufmännischer Leiter und das ist wahrscheinlich auch ein Nachteil. Hinterhäuser und Zierhofer konnte ich in meiner Zeit sehr unterstützen für den “Zeitfluss” und mit dem Mortier konnte ich künstlerisch sehr gut arbeiten. Wir haben glaube ich sehr gut abgeschlossen, jetzt weinen alle nach dem Mortier (!)

Was waren die Highlights bei der Neuen Musik in den Konzertprogrammen?

Viel, da fühle ich mich überfordert.

“Prometeo” [Nono] in der Kollegienkirche .

. ich glaube, das war `93. Ja, und die weiteren “Highlights”? – der Cerha-Geburtstag, wo seine Musik international wirklich gefeiert wurde, dann zweimal “Progetto Pollini” von ganz alter bis zu ganz neuer Musik und wunderbaren Künstlern – mit Pollini hab’ ich überhaupt eine sehr tiefe Freundschaft. Hinterhäuser macht diesen Sommer ja wieder Varèse – und ich konnte damals sogar “Amerique” in der originalen riesigen Orchesterbesetzung machen, das sind über 180 Musiker, unglaublich . Das hat das Concertgebouw Orkest gemacht, ja, es war teuer, aber nicht unermesslich teuer.

. SN-Standpunkt: Festspiele im Chaos der Sorglosigkeit

Von Hedwig Kainberger am 14. Jul 2009 um 20:17 in Kultur | Kommentare

Das Kuratorium der Salzburger Festspiele riskiert mit verzögerten Entscheidungen einen Schleuderkurs.

Zehn Tage vor Beginn der Salzburger Festspiele wurde die Kurve gekratzt. Für das Ende von Jürgen Flimms Intendanz in Salzburg wurde ein Kompromiss gefunden. Das mag erleichtern, dass die Salzburger Festspiele ohne diese leidige Frage eröffnet werden, doch für das Kuratorium ist es eine Blamage.

Seit Dezember ist bekannt, dass Jürgen Flimm ab Herbst 2010 nach Berlin wechseln will. Sieben Monate lang war unentschieden, ob und wie er vorzeitig aus seinem Salzburger Vertrag entlassen wird. Keine maßgebliche Institution – sei es ein börsenotiertes Unternehmen oder eine politische Partei – würde eine Machtfrage derart lange schweben lassen. Den Salzburger Festspielen, kultureller Leitbetrieb Österreichs und Großunternehmen Salzburgs, wird dies zugemutet.

Jetzt mag es zwischen Jürgen Flimm und einzelnen Mitgliedern des Kuratoriums Unstimmigkeiten samt juristischen Ungereimtheiten geben. Doch sachliche Gründe sind nicht auszumachen. Flimms designiertem Nachfolger, Alexander Pereira, wird sehr wohl zugetraut, ein Jahr lang zugleich Oper in Zürich und Festspiele in Salzburg zu leiten.

Jetzt, zehn Tage vor Festspielbeginn ist auch noch immer unklar, ob und wie Markus Hinterhäuser nach 2011 Konzertchef bleiben könnte. Zwar hat das Kuratorium  im Mai den Wunsch kundgetan, er möge bleiben. Doch wurde seither nichts Wahrnehmbares unternommen, um die Bedingungen so klarzustellen, dass Markus Hinterhäuser ja oder nein sagen könnte.

Das Wort “Kuratorium” wurzelt im lateinischen “curare”, also in “Sorge tragen”. Das Kuratorium wird dieser Uraufgabe nicht gerecht. Die Folge: Wie das Finden von Jürgen Flimm als Peter Ruzickas Nachfolger, erfolgt auch sein Abschied im Schleuderkurs.

Das liegt nicht unbedingt an den stimmberechtigten fünf Personen (Gabi Burgstaller, Wilfried Haslauer, Heinz Schaden, Peter Radel und Wilhelmine Goldmann), aber jedenfalls an der Struktur. In keinen Unternehmen, nicht einmal in staatsnahen wie OMV oder ÖIAG, sind amtierende Politiker in Aufsichtsräten, sondern es sind Fachleute mit branchenspezifischer Erfahrung. Zweiter Fehler ist die alljährliche Rotation des Vorsitzes. Derart kurze Vorsitzzeit wäre in Unternehmen, die den Anspruch auf Professionalität stellen, undenkbar. Die dringendste Reform der Salzburger Festspiele betrifft nicht ihr Kerngeschäft, die Kunst, sondern ihr Aufsichtsgremium.

 

 

. Pereira: “Wäre nicht richtig, eine Lex Hinterhäuser zu erfinden”

15. Juli 2009 | SALZBURG |

Der designierte Festspielintendant Alexander Pereira nimmt in einem Brief an die Salzburger Nachrichten Stellung zum SN-Leitartikel vom Mittwoch. Er begründet, warum er gerne hätte, dass Markus Hinterhäuser als Konzertchef bliebe, auch wenn dieser keinen Sitz im Direktorium erhalten würde.

 (SN). Der Brief, den Pereira per Fax an die SN sandte, im Wortlaut:

“In den heutigen Salzburger Nachrichten suggeriert Frau Kainberger ihren Lesern, dass das Kuratorium der Salzburger Festspiele seine betreuende Funktion nicht wahrnehmen würde, weil es Markus Hinterhäuser keine Plattform bieten würde, auf der er zu bleiben bereit wäre. – Dies wäre ein typisches Krisenzeichen für die Festspiele.

Sie werden verstehen, dass ich mich – obwohl ich kein Kurator bin – in meiner Funktion als designierter Intendant angesprochen fühle: Überall auf der Welt ist es so, dass sich der Intendant seine künstlerischen Mitarbeiter selbst auswählen kann. Aus diesem Grunde habe ich mir ganz persönlich den Schauspiel-Direktor ausgewählt, mit dem ich glaube, am besten zusammen arbeiten zu können: Sven-Eric Bechtolf.

Selbstverständlich war das meine Aufgabe und nicht die des Kuratoriums, weil es sich um eine operative künstlerische Entscheidung handelt, die neben den offensichtlichen Qualitätskriterien auch davon abhängt, ob die Chemie zwischen Partnern stimmt oder nicht. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn es sich um äußerst sensible künstlerische Zusammenhänge handelt.

Ich habe in zwei langen, etwa fünf Stunden dauernden Gesprächen mit Markus Hinterhäuser ganz offen und – wie ich meine liebevoll – versucht, dieses Vertrauensverhältnis aufzubauen und die Chemie herzustellen, die für eine künstlerische Zusammenarbeit Bedingung ist. Das habe ich getan, weil ich von dem, was Markus Hinterhäuser als Programm präsentiert hat, überzeugt bin. Diesen Standpunkt habe ich in jedem meiner Interviews wiederholt. Ein Kuratorium kann eine vertrauensvolle Verbindung nicht verordnen; sie muss zwischen den Partnern entstehen.

Sie werden mit mir auch sicherlich übereinstimmen, dass – wenn sich dieses Vertrauensverhältnis nicht einstellt – ein verkrampftes Verhältnis schlecht für den Teamgeist der Festspiele wäre. Nach all den Avancen, die ich Markus Hinterhäuser gemacht habe, liegt es nun ganz alleine an ihm, ob er mit Sven-Eric Bechtolf und mir zusammenarbeiten will, und kein Kuratorium der Welt wird ihm dabei helfen können.

Der Fokus der Zusammenarbeit liegt auf mehreren Ebenen. Ich kann nicht leugnen, dass ich acht Jahre lang das Wiener Konzerthaus, eines der führenden Konzert-Institute, geleitet habe. Somit würde Markus Hinterhäuser einen Partner bekommen, der wesentlich mehr in Konzerte involviert wäre als der jetzige Intendant.

Hinzu kommt, dass ich alleine in den letzten Wochen mit einem Dutzend internationalen Dirigenten und deren Manager für die Saisonen 2012, 2013, 2014 gesprochen habe (Insbesondere für die ersten beiden Jahre laufen wir bereits der Zeit hinterher).

In diesen Besprechungen geht es natürlich nicht nur um Oper. Z. B. bin ich letzte Woche zu Zubin Mehta nach Tel Aviv gereist, wir sprachen natürlich auch über Konzerte mit den Israel Philharmonic und den Wiener Philharmonikern. Selbstverständlich kann ich ihm dann nicht sagen, dass ich nur für die Oper zuständig sei und dass er sich für Konzert an Markus Hinterhäuser zu wenden habe.

Ich habe diesen Sachverhalt Letzterem in unseren Gesprächen auch zur Kenntnis gebracht und er fand, dass ihm klar sei, dass es so sein müsse. Wenn er jetzt noch viel länger mit seiner Entscheidung wartet, wären natürlich mehr und mehr Konzert-Projekte bereits festgelegt, die ich sehr gerne mit ihm gemeinsam geplant hätte.

 

https://www.musicaustria.at/musicaustria/liste-aller-bei-mica-erschienenen-interviews