Bereits zum neunten Mal geht heuer das Festival “wean hean” über die Bühne. Vom 13. September bis 22. Oktober präsentieren zahlreiche Ensembles und MusikerInnen einmal mehr Traditionelles, Neues und Innovatives, Spartenübergreifen unter dem Kontext des Wienerliedes. Das Spannungsfeld zwischen historischem Wienerlied und der Entwicklung dieses Genres ermöglicht einen unterhaltsamen Blick auf die heutige Wiener “Volksmusik”. Den Auftakt bildet ein musikalisches “Gipfeltreffen” im Austria Trend Hotel am Kahlenberg.
Das Festival bietet dem Publikum die seltene Möglichkeit, sich in einer geballten Form über den Ist-Stand der Wienerliedszene zu informieren. Schon lange wird bei dieser Veranstaltung nicht mehr bloß traditionelles Liedgut geboten. Vielmehr wird versucht, diesen ureigenen Wiener Musikstil in die heutige Zeit zu transportieren und so einer zeitgemäßen Interpretation zu unterziehen. Natürlich bleiben da die alten Gassenhauer nicht auf der Strecke, sie finden eben nur ihren Weg in die Moderne. Der rege Publikumsandrang in den vergangenen Jahren zeigt deutlich, dass überaus großes Interesse am Wienerlied herrscht. Aus diesem Grund beschlossen die Veranstalter, die Anzahl der Spielorte heuer zu erhöhen. So werden neben den gewohnten Stätten wie etwa dem Porgy & Bess und dem Bockkeller, erstmals auch das Technische Museum und das Radiokulturhaus bespielt.Eröffnet wird das Festival am 13. September aber im Austria Trend Hotel am Kahlenberg mit einem musikalischen “Gipfeltreffen”. Das Konzert der eigens für das Festival zusammengestellten multikulturellen Truppe, bestehend aus Hakan Gürses, Matthias Loibner, Christian Wendt und Jörg Haberl, unter der Leitung von Krzysztof Dobrek, bildet den fulminanten Startschuss für eine mehrwöchige Reise durch den unverwechselbaren wienerischen Klangkosmos. Das Publikum erwartet ein hoch explosives musikalisches Gemisch aus orientalischen und wienerischen Klängen.
Ebenfalls am Eröffnungstag mit dabei ist das Projekt Südbahnhof Band. KünstlerInnen unterschiedlicher kultureller Herkunft finden in der Musik ihre gemeinsame Sprache, die in diesem Fall viel “Wienerisches” aufzuweisen hat. “Gegensätze ziehen sich an” – zumindest erhoffen sich das die Wiener Salon Schrammeln, die gemeinsam mit den beiden Altmeistern des Wienerlieds Walther Soyka und Karl Stirner auf der Bühne ihr Stelldichein feiern werden.(mt)

