Sofa Surfers präsentieren neues Album

Ein mit großer Spannung erwartetes Konzertereignis steht am 27. Februar Dornbirner Spielboden auf dem Programm. Mit den Sofa Surfers wird einer der international erfolgreichsten heimischen Acts zu Gast sein. Grund für den Besuch ist die Präsentation des neuen Albums “Blindside”, welches,  glaubt man den Worten der Kritiker, die Fans erneut begeistern wird.

Gut Ding braucht Weile, heißt es ja so schön.  Und Zeit haben sich Wolfgang Frisch, Michael Holzgruber, Markus Kienzl, Wolfgang Schlögl, Timo Novotny und Emmanuel Obeya für ihr neues Werk in der Tat genommen. Ganze fünf Jahre sind seit dem sogenannten „roten Album“, dem bisher letzten Output der Wiener Formation,  vergangen.  Was natürlich nicht heißt, dass die einzelnen Protagonisten faul auf der Haut gelegen wären. So veröffentlichten Wolfgang Schlögl (alias i-Wolf) und Markus Kienzl und Wolfgang Frisch in den vergangenen Jahren immer wieder auch Solo-Werke. Zuletzt wieder als Band vereint, machten sie Sofa Surfers mit ihrem von allen Seiten gelobten Soundtrack zum heimischen Kino-Ereignis „Der Knochenmann“ mit Josef Hader und Birgit Minichmayr auf sich aufmerksam.

Was kann man also vom neuen Album „Blindside“ erwarten? Vorhersehbar klangen die Sofa Surfers ja noch nie. Man wusste eigentlich niemals so recht, was auf einen in musikalischer Hinsicht zukommen wird. Begann man vor mehr als einer Dekade im Spannungsfeld zwischen Elektronik, Breakbeats und Soul zu werken, änderten sich im Laufe der Zeit die stilistischen Ingridienzen doch recht deutlich. Immer stärker traten rockige Klänge in den Vordergrund, immer mehr trat der für die damalige Zeit so typische Wiener Downbeat-Sound in den Hintergrund.

War das Erfolgsalbum „Encounters“ von Hip Hop- und  Dub-Elementen und dröhnenden Soundtürmen geprägt, so gingen Wolfgang Schlögl und seine Kollegen auf ihrem erschienenen selbstbetitelten Album aus dem Jahre 2005 deutlich reduzierter und organischer an die Sache heran. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass Schlögl und seine Mitstreiter Markus Kienzl und Wolfgang Frisch in ihren vorher bereits erwähnten Soloprojekten den eigenen musikalischen Horizont stetig erweitert haben. Hinzu gekommen ist auch, dass mit Mani Obeya ein charismatischer Sänger der Extraklasse zur Band hinzugestoßen ist, der mit seiner soulig angehauchten Stimme den Gesamtsound der Sofa Surfers um eine weitere Facette erweiterte. Letztlich hatte der elektronisch angehauchte Minimal Rock mit dem Stil der Anfangstage eigentlich kaum noch etwas gemein.

Dass die Sofa Surfers ihrem bisherigen Weg auch diesmal treu geblieben sind und ihren Sound erneut einer Überarbeitung unterzogen haben, steht wohl außer Frage. Wer einen ersten Eindruck erhaschen will, in welche Richtung „Blindside“ nun tatsächlich geht, sollte sich daher das Konzert in Dornbirn nicht entgehen lassen.(mt)

http://sofasurfers.info/