Rock den Park 2009

Auch heuer darf man sich wieder auf das Rock den Park-Festival freuen und diesmal gleich doppelt – es wird nämlich nicht mehr bloß an einem, sondern an zwei Tagen ein breites Lineup geboten, das wohl für jeden Geschmack etwas bereit hält. Neben Bands aus Deutschland und der Schweiz finden sich darin vor allem welche aus Österreich, darunter Russkaja, Gasmac Gilmore, Theory of Everything oder Spare Parts.

Musikalisch bietet die österreichisch-russische Band Russkaja einen ganz eigenwilligen Mix, irgendwo zwischen traditionellen russischen Klängen und Rock-, Balkan- und Ska-Sounds, der als wodkaselige Stimmungsmusik unweigerlich in die Beine fährt. Zusammen mit einer perfekt choreographierten Show, sowie maximalem körperlichen Einsatz, macht die Band jedes einzelne ihrer Konzerte zu einem wahren Erlebnis, das man zumindest einmal mit eigenen Ohren und Augen erlebt haben sollte. Wenn dieses packende siebenköpfige Ensemble aufspielt, bleibt wirklich kein Stein auf dem anderen und kein Bein an seinem ursprünglich abgestellten Platz. Die von der Band ausgeströmte Energie setzt sich unweigerlich in ekstatischem Tanzen fort und hinterlässt einen Eindruck, den man wohl so schnell nicht mehr vergisst.

 

 

Ebenfalls im Lineup finden sich Gasmac Gilmore, die mittlerweile seit sieben Jahren ihr Auditorium mit auf eine wilde Reise quer durch unterschiedlichste musikalische Spektren nehmen. Die Band widersetzt sich gekonnt jeglichen stilistischen Schubladisierungen, indem mit beschwingten Riffs und schrägen Hooklines sämtliche Brücken zwischen sanften Balladen und hemmungslosem Balkanrock eingerissen werden. Hinzu gesellen sich zudem wütende, aus der Hüfte geschossene Punksalven und humorvoll-groteske Folklore-Attacken. Das Publikum darf sich jedenfalls auf mitreißend-tanzbare Balkan-Musik, in Verbindung mit Rock, Punk und Ska freuen, welche unter Verwendung von Instrumenten wie Mandoline, Akkordeon, Posaune oder Cello dargeboten wird. Und natürlich auch auf halsbrecherische Stunts, absurde Tanzeinlagen und irrwitzige Breaks, die bei Gasmac Gilmore-Auftritten eher die Regel denn die Ausnahme bilden.

 

 

Ebenfalls zu hören und sehen wird es auf diesem Festival die Band Spare Parts geben, die nunmehr in neuer Besetzung musizieren, was auch deutlich hörbar ist, da der alte Sänger einer Sängerin gewichen ist und auch am Bass hat es, wenn auch auf die ersten Takte wohl nicht so eindeutig vernehmbar, eine Besetzungsänderung gegeben. Geblieben sind allerdings die alten Songs, zu denen sich auch jede Menge neuer Nummern hinzu gesellt haben – ein Mix aus überwältigendem Gesang, rockiger Gitarre, kleinen aber feinen Basslines und fettem Schlagzeugsound.

 

 

Bei Theory of Everything handelt es sich dann um ein Quartett, dessen Mitglieder eines verbindet, nämlich ihre Leidenschaft für Musik. Traditionelle Blues-Riffs, funkige Einflüsse und eine ordentliche Portion Rock verschmelzen hier zu einem atemberaubenden Klanggefüge. Sowohl lyrische Balladen als auch geradlinige Rock-Hymnen wissen den Hörer zu fesseln und hin und wieder dringt auch dröhnend die schlagende Kraft des Heavy Metal durch die Boxen.

 

 

Das gesamte Lineup, das sich auf der festivaleigenen Homepage findet, verspricht jedenfalls, zwei Tage lang, ein abwechslungsreiches und vielfältiges musikalisches Programm, das man sich nicht entgehen lassen sollte.(mm)

 

 

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