Release Radar: Glazed Curtains, urbie, KIIWI, Jo The Man The Music uvm.

Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Marisa Carvalho de Matos und Michael Ternai. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.


Glazed Curtains – „Fade Away“ (Tape Capitol Music // 22.05.2026)

Mit „Fade Away“ liefern die Kärntner Rocker Glazed Curtains einen druckvollen Modern-Rock-Track ab, der mit kantigen Gitarren, wuchtigen Drums und einer unmittelbaren Energie vom ersten Moment an zündet. Der Song geht schnörkellos nach vorne, gönnt sich aber immer wieder Momente, in denen die nachdenkliche Grundstimmung durchscheint. Inhaltlich kreist „Fade Away“ um Vergänglichkeit, um das langsame Verblassen von Erinnerungen und das Gefühl, mit der Zeit Stück für Stück unsichtbar zu werden. Gerade dieser Kontrast zwischen emotionaler Schwere und explosivem Sound macht den Reiz des Tracks aus. Glazed Curtains beweisen einmal mehr ein Gespür für große Hooks, rohe Dynamik und authentische Intensität.

Glazed Curtains

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urbie – „sonnensystem“ (Feber Wolle // 22.05.2026)

Mit „sonnensystem“ zeichnet die Salzburger Popmusikerin urbie das Bild eines Sich-treiben-Lassens, das zugleich Unsicherheit und Freiheit in sich trägt. Der Song bewegt sich auf einer angenehm schwebenden Mischung aus modernem Deutschpop und feinem Indie-Feeling. Darüber legt sich eine Melodie, die sofort hängen bleibt, ohne sich aufzudrängen. Trotz seines melancholischen Einschlags verliert der Track nie die Leichtigkeit, vielmehr öffnet er einen Raum zum Wegträumen. „sonnensystem“ wirkt wie ein musikalischer Kurzurlaub vom Funktionieren-Müssen – ein Stück über die Sehnsucht, dem Jetzt kurz zu entgleiten und irgendwo zwischen Hoffnung, Wunschdenken und Sommergefühl das eigene Glück aufzuspüren.

urbie (Instagram)

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Kiiwi – „no fucks given” (21.05.2026)

Ab der ersten Sekunde zieht einem der neue Song „no fucks given” von Kiiwi in den Bann. Verzerrter, gitarrenähnlicher Sound zieht einen direkt in die Musik hinein. Spätestens wenn Kiiwis melodiöse Stimme einsetzt, merkt man, was für ein Confidence Boost dieses Lied ist. Ab der Hook: „Ich fühl mich hot, sexy, no fucks given” kann man nicht mehr aufhören mit dem Kopf zu nicken. Kiiwi hat mit „no fucks given” wirklich einen Sommerhit geschaffen, der zwar eine Trennung behandelt, aber das Gefühl beschreibt, wenn man davon an Kraft und seinen Selbstwert zurückgewinnt. Die coole Message, der “Fuck-You”-Vibe und Kiiwis empowernder Gesang ergeben gemeinsam einen Wahnsinnssong fürs Fortgehen, Tanzen im Club oder einfach nur fürs Mitsingen im Auto. Hot!!! Kiiwi hat heute auch die dazugehörige EP „besser ohne dich” veröffentlicht und wird von der Verfasserin dieses Textes den Leser:innen sehr ans Herz gelegt!

Kiiwi (Instagram)

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WOLFISH – „wanna be ur fool” (WOLFISHmusic // VÖ: 24.04.2026)

Wer sich schon mal gefragt hat, wie sich ABBA kombiniert mit Spanisch und einem düsteren Mitternachts-Vibe anhört, der ist beim neuen Song “wanna be ur fool” von WOLFISH richtig. Das Lied hat viele Fragmente aus unterschiedlichen Musikrichtungen eingebaut und bekommt dadurch ein spannendes Flair. Der Vibe erinnert an lauwarme Sommernächte im Süden mit einer gewissen Düsternis. Und normalerweise würde man diese beiden Atmosphären als Gegenteile interpretieren, aber in “wanna be ur fool” ergeben sie ein rohes, faszinierend stimmiges Bild. Definitiv ein Song, zu dem man entweder, den Mond anheult oder laut singend mitten in der Nacht, durch mediterrane Gassen tanzt!

WOLFISH (Instagram)

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Jo The Man The Music – „To Be Sexy” (Ink Music // VÖ: 22.05.2026)

Stellt euch vor, ihr sitzt mit eurer Freundesgruppe im Auto, durch die offenen Fenster kommt die warme Sommerbrise und ihr fahrt dem Sonnenuntergang entgegen. Genau dieses Gefühl bekommt man, wenn man den neuen Song „To Be Sexy” von Jo The Man The Music hört. Sie singt davon, dass wir uns irgendwie alle nach Menschen sehnen, die uns wirklich sehen. Dabei schafft sie mit ihrer sanften Stimme und der entspannten E-Gitarre im Hintergrund eine extrem beruhigende Stimmung.

Jo The Man The Music

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Ro Bergman – „Skin“ (Bergman Music // VÖ: 22.05.2026)

Mit „Skin“ unterstreicht Ro Bergman einmal mehr seine Klasse als Songwriter und feinsinniger Klanggestalter. Der Track verbindet atmosphärischen Indie-Rock mit zeitgenössischem Pop, der vor allem aus Stimmung und Dynamik lebt. Zwischen zurückgenommenen Passagen, subtil aufgebauter Spannung und einem emotional aufgeladenen Refrain entfaltet sich ein Song, der in die Tiefe geht. Eindrucksvoll ist einmal mehr, wie selbstverständlich Ro Bergman Melancholie, Intensität und Eingängigkeit miteinander verbindet. „Skin“ wirkt gleichzeitig fragil und kraftvoll und macht neugierig auf das im September erscheinende Debütalbum, das Einiges erwarten lässt.

Ro Bergman

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