Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Marisa Carvalho de Matos. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.
Elena Shirin – „BACKBONE“ (House of Larriki // VÖ: 10.04.´26)
In einer nüchternen, körnigen Ästhetik fängt das Musikvideo zu „BACKBONE“ die rohe Energie nächtlicher Ausgeh-Vibes ein und spiegelt dabei Elena Shirins kompromisslose Ehrlichkeit wider. Die anfangs minimalistische Produktion entwickelt sich im Verlauf zu einem dichten, atmosphärischen Klang, der die wachsende innere Spannung fühlbar macht. Der Song zeichnet den Weg einer Reise nach, die gleichermaßen physisch wie tiefenpsychologisch Spuren hinterlässt. „BACKBONE“ ist zugleich Vorbote des neuen Albums und das Fundament einer tiefgehenden Identitätssuche.
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Bamlak Werner – „Mare Usiki“ (Werner // VÖ: 03.04.´26)
In „Mare Usiki“ verschmilzt Bamlak Werner pulsierenden Ethno-Pop mit der Zerbrechlichkeit eines emotionalen Ausnahmezustands. Zwischen verspielten Rhythmen und mehrsprachigen Versen besingt sie einen Zustand kurz vor dem Wahnsinn, in dem Träume zum beklemmenden Albtraum werden. Die innovative Soundästhetik trifft auf die schmerzhafte Intensität einer unerwünschten Sehnsucht nach dieser einen Person. Ein Klangbild voller Wärme und Abgrund, welches die Grenzen zwischen sanfter Hoffnung und innerem Chaos verwischt.
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Soia – „Told You Already“ (Soia // VÖ: 09.04.´26)
Mit „Told You Already“ liefert Soia den perfekten Soundtrack für die R&B-Abenddämmerung und den ersten Vorboten ihres neuen Albums. Der Track verschmilzt soulige Jazz-Bläser mit experimentellen Panflöten-Sounds zu einer Atmosphäre, die gleichzeitig verletzlich und bestimmt wirkt. Im Kern steht eine kraftvolle Aussage: Die eigene Intuition ernst nehmen und Grenzen setzen. Ein smoothes, aber ehrliches Statement für alle, die ihrer eigenen Stimme wieder mehr Vertrauen schenken wollen.
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rogine – „everything you wanted” (INDEPENDENT // VÖ: 10.04.´26)
Mit „everything you wanted“ präsentiert rogine einen Popsong, der sich bewusst jenseits gängiger Genregrenzen entfaltet. Die in Wien lebende, iranischstämmige Künstlerin Rogine Moradi formt dabei ihre eigene, experimentell angelegte Popsprache, in der Intimität und emotionale Tiefe im Mittelpunkt stehen. Elektronische Details, feine Störmomente und ein eigenwilliges Instrumentarium verleihen dem Stück eine besondere Klangfarbe. Darüber legt sich eine wehklagende Stimme, die spürbar von Trauer durchzogen ist und eine fast hypnotische Sogwirkung entwickelt. „everything you wanted“ wirkt weniger wie ein klassischer Popsong als vielmehr wie eine sich langsam verdichtende Klangskulptur – fragil, intensiv und eindringlich. Entstanden ist der Song in Zusammenarbeit mit Produzent Aaron Abebe.
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Garish feat. Violetta Parisini – „Das Fest” (Ink Music // VÖ: 10.04.´26)
Mit „Das Fest“ präsentieren Garish gemeinsam mit Violetta Parisini einen Song, der sich der angespannten Gegenwart mit leiser Zuversicht entgegenstellt. Warme Klangfarben, zurückhaltende Arrangements und die fein aufeinander abgestimmten Stimmen schaffen eine ruhige, lichtdurchflutete Atmosphäre. Dabei zeigt sich der Titel überraschend offen und zuversichtlich – eine Nuance, die man von beiden Acts in dieser Form nicht unbedingt erwartet. Inhaltlich richtet sich der Blick auf kleine, unscheinbare Momente des Alltags, die Halt geben können. „Das Fest“ entfaltet so seine Wirkung unaufgeregt, aber nachhaltig – als stiller Gegenpol zu Unsicherheit und düsteren Gedanken.
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Maxi Nagl feat. Jonnawetter – „fenster“ (Feber Wolle Records // VÖ: 10.04.´26)
Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Jalousien brechen und der Kaffee am Frühstückstisch dampft, ist „fenster“, der neue Song von Maxi Nagl und jonnawetter die passende Untermalung. Die friedliche Stimme von jonnawetter legt sich wie ein sanfter Filter über den Morgen, irgendwo zwischen dem ersten Wachsein und dem Abdriften in Gedanken. Es ist ein Track, der die Stille vor dem Alltag einfängt. Während draußen die Welt erwacht, schaut der Song nicht nach draußen, sondern beschäftigt sich mit der eigenen Melancholie. Ein Indie-RnB-Soundtrack für diese Momente, in denen man noch nicht ganz bereit für die Realität ist.
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De Klamoja – „Angela“ (PDBF Records // VÖ: 10.04.´26)
Vorsicht Ohrwurmgefahr: Mit „Angela“ liefert De Klamoja den nächsten charmanten Sommerhit-Kandidaten, der sich einfach nicht mehr aus dem Kopf vertreiben lässt. Der Song feiert die eine Begegnung, die alles kurz auf den Kopf stellt. Und das leichtfüßig, humorvoll und mit ganz viel Augenzwinkern. Ohne Vorwarnung taucht „Angela“ auf, macht den Raum ein bisschen heller und bringt den Puls zum Tanzen. Ein Track, der sich selbst nicht zu ernst nimmt, aber dafür garantiert für gute Laune sorgt.
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Andy Korg – „Chasing What Is Real“ (INDEPENDENT // VÖ: VÖ: 10.04.´26)
Mit „Chasing What Is Real“ schlägt Andy Korg leise, aber eindringliche Töne an. Der elektronisch getönte Popsong atmet den Geist der 1980er-Jahre, ohne sich darin zu verlieren, und gewinnt durch die sanfte, unverwechselbare Stimme an Tiefe. Hinter dem Projekt steht der frühere A.G. Trio-Kopf Jürgen Oman, der hier einen warmen, atmosphärischen Sound zwischen Indie Electronic und Alternative Pop formt. Synths, Piano und akustische Gitarre verschmelzen zu einem schwebenden Klangbild, das in verträumte, leicht melancholische Räume führt. Zwischen innerer Unruhe und Sehnsucht entfaltet der Song eine berührende Intensität – zurückhaltend, aber mit spürbarer Hitqualität.
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Modest Oda – „When Your Heart Is Caught Up In It“ (Independent // VÖ: 10.04.´26)
Mit seiner neuen Single „When Your Heart Is Caught Up In It“ liefert der Wiener Musiker Modest Oda eine zutiefst hoffnungsvolle Indie-Hymne. Der Song thematisiert die kostbare Verlässlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen und ist all jenen Personen gewidmet, die füreinander da sind. Musikalisch wird diese emotionale Botschaft von treibenden Synths getragen, die sich im Refrain entfalten und eine positive Stimmung erzeugen. Ein motivierender Song mit einer lieben Message: Danke an alle helfenden Menschen!
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Oskar Haag – „The Day“ (Lullaby Records / Sony // VÖ: 27.03.´26)
Mit seiner neuen Single „The Day“ beweist Oskar Haag erneut, warum er als eine der behutsamsten Stimmen der aktuellen Musiklandschaft gilt. Der Song ist ein Vorbote seines kommenden Albums „Lost Cause“ und wirkt wie ein friedvoller Rückzugsort in einer lauten Welt. Schließt man während des Hörens die Augen, entfaltet sich sofort ein kühler, lichtdurchfluteter Wald vor dem inneren Auge. Die Produktion ist so atmosphärisch, dass man fast glauben könnte, Oskar Haag singt diesen Song mit seinem Klavier auf einer Lichtung in der Natur. Inhaltlich ist „The Day“ ein zutiefst romantisches Werk. Es geht um das Versprechen, da zu sein, und um die Hoffnung auf ein Wiedersehen, das alle Wunden heilt.
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GOHAR – “Best For You” (Minimal Surface // VÖ: 27.03.´26)
Mit ihrer neuen Single “Best For You” erschafft GOHAR eine zutiefst berührende Hymne an das eigene Ich, die durch ihre melodische Strahlkraft und eine fast greifbare Energie besticht. In diesem cineastischen Alt-Pop-Werk tritt die Künstlerin in einen liebevollen Dialog mit ihrer eigenen Vergangenheit und schenkt ihrem früheren Selbst eine süße Botschaft voller Mitgefühl. Der Song fängt das befreiende Verständnis ein, dass vergangene Fehler keine Rückschläge waren, sondern notwendige Schritte auf dem Weg des Wachstums. Musikalisch entfaltet sich ein imposantes, beinahe dramatisches Arrangement, das trotz seiner Größe eine zutiefst intime Atmosphäre bewahrt. Jeder Beat vibriert vor Entschlossenheit und feiert die Stärke, die aus Momenten der Unsicherheit erwachsen ist.
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Dead Apes – „Dead Apes“ (X-1Recs // VÖ: 04.04.´26)
Mit messerscharfen Riffs und einer unbändigen Punk-Attitüde verneigen sich die Dead Apes vor ihrem verstorbenen Gitarristen Andy K. Randall. Das selbstbetitelte Album ist ein energiegeladener Ritt durch soulful Glam Rock und Pop-Nuancen, der direkt ins Herz und die Stimmung anheizt. Basierend auf Andys finalen Aufnahmen, haben Weggefährten und Freunde aus der Szene sein musikalisches Erbe mit Leidenschaft zum Leben erweckt. Es ist eine stimmungsvolle Hommage, die rohe Rock-Energie mit tiefer Emotionalität vereint. Elf Tracks markieren den kraftvollen Schlusspunkt einer bewegten Karriere: laut, ehrlich und absolut mitreißend. Ab dem 4.4.2026 steht die Welt für einen Moment still, wenn die Nadel auf das Vinyl trifft: Back in black – any questions?
