
Dass sich in den vergangenen Jahren so viel Positives im heimischen Popsektor getan hat, liegt zum großen Teil auch an den zahlreichen kleinen heimischen Indie-Labels, die ohne Scheuklappen und mit viel Enthusiasmus entgegen jeder Strömung, den jungen österreichischen Bands eine geeignete Plattform geboten haben. Eines dieser Labels ist das steirische Pumpkin-Records. Von dem nicht unbedingt als Musikmetropole verschrienem Dorf Wies im Bezirk Deutschlandsberg aus, machte sich der in Graz geborene Schriftsteller, Publizist und Musiker Wolfgang Pollanz daran, seinen Beitrag zur Wiederbelebung der heimischen Popszene zu leisten. Stilistisch kennen die Betreiber keinerlei Grenzen, alles was gut, neu und „anders” klingt ist erlaubt. Ein erfolgreicher Weg, wie sich zeigt. Heute versammeln sich unter dem Dach des Labels Bands und Künstler wie Bell Etage, Portnoy, Der Schwimmer, Lehnen, Hadu Brand, Forenbacher und Hella Comet.

Ähnlich beeindruckend erklingt auch das im August erschienene Album „The Bandits Gospel” von den Morbidelli Brothers. Die fünfköpfige Truppe aus Wien verfolgt ihre ganz eigene Vision von Rockmusik, deren Sound, instrumental durch die Hinzunahme einer Geige gekonnt veredelt, im Spannungsfeld zwischen hochenergetischen Ausbrüchen und zurückhaltenden stillen Momenten angesiedelt ist. Definitiv ein großes musikalisches Versprechen für die Zukunft. (mt)