
Mit dem Quartett Pago Libre ist am 3. April eine Formation in der Wiener Sargfabrik zu Gast, die schon seit fast 20 Jahren zu den Pionieren europäischer “imaginary folk music” zählt. Auf dem Programm steht eine äußerst interessante Mischung aus zeitgenössischem Jazz, Kammermusik und Folk. Ein musikalischer Zugang, der in dieser Form nur selten anzutreffen ist.
Pago Libre sind Tscho Theissing (Violine, Gesang), Arkady Shilkloper (Flügelhorn, Alphorn), John Wolf Brennan (Piano) und Georg Breinschmid (Bass). Alle vier Musiker zählen zu den Virtuosen ihres Faches und sind stets bestrebt, Neues zu entdecken. Obwohl aus der Klassik kommend scheuen sie nicht davor zurück auch musikalische Grenzen zu überschreiten. So finden sich in ihren Kompositionen verschiedenste stilistische Einflüsse, die auf den ersten Blick nicht wirklich miteinander vereinbar erscheinen. Angetrieben von der Idee eine neue musikalische Heimat für sich zu erschaffen, hat die vierköpfige Formation eine Vielzahl neuer Lieder an den Start gebracht. Durch diese Herangehensweise findet das Quartett immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten, welche den Stücken zusätzliche Spannungsebenen verleihen. Musikalisch vereinen Pago Libre den kraftvollen Drive von funkigem Jazz, die Tanzbarkeit der Folk-Grooves und die grenzenlose Fantasie der Improvisation. Zudem finden hin und wieder auch kammermusikalische Elemente Eingang in die Kompositionen. All diese akustischen Zutaten verdichten sich zu einem vollkommen neuen und unverkennbar nach Pago Libre klingenden Stil. So ist die überaus facettenreiche Musik des Vierers für die ZuhörerInnen trotz ihrer Komplexität immer leicht zugänglich. Ihrem charakteristischen Klang bescheinigen viele eine regelrecht magische Wirkung. Im Vordergrund stehen für die Musiker bei einem jedem Konzert ihr Witz und ihre Spielfreude, mit welcher sie die Herzen des Publikums für sich gewinnen.
