Ö3 Soundcheck Finale in der Szene Wien

Der diesjährige Ö3 Soundcheck tritt in seine entscheidende Phase. Am 22. und 23. Oktober hatten die Finalisten in der Szene Wien die Gelegenheit, ihre Live-Qualitäten vor den Augen der gestrengen Jury unter Beweis zu stellen. Die beiden sehr gut besuchten Konzertabende boten aber auch dem Publikum die Chance, sich ein Bild über etwaige Stars von Morgen zu machen.

Allen Unkenrufen zum Trotz, die heimische Pop- und Rockszene lebt. Fast scheint es so, als tummelten sich wirklich Abertausende MusikerInnen, beseelt von dem einen Traum, einmal Rockstar zu werden, in den hiesigen Probekellern herum. Wie gesagt, ein Traum. Aber durch den Erfolg vergangener Soundcheck-Sieger wie She Says und PBH Club motiviert, haben auch heuer eine Vielzahl von Bands ihre Songs eingeschickt, um beim größten Bandwettbewerb des Landes mitzumachen. Schließlich wartet auf den Sieger ein Plattenvertrag mit Sony BMG.

Insgesamt haben 670 junge österreichische Bands am diesjährigen Soundcheck teilgenommen. Für die aus Journalisten, Produzenten und Songwritern bestehende Experten-Jury war es mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen, die Finalisten zu nominieren. Schließlich fiel die Wahl auf zehn Acts, auf die mit einem zu absolvierenden Konzert in der Szene Wien die nächste Bewährungsprobe wartete.

 

An den beiden Abenden am 22. und 23 Oktober lag es nun an den TeilnehmerInnen selbst, sich in Szene zu setzen und ihre Qualitäten auf der Bühne unter Beweis zu stellen. Die Resonanz des Publikums war durchwegs positiv. Die extra angereisten Fangruppen unterstützen nicht nur alleine ihre eigene Band. Die Stimmung war bei jedem einzelnen Act hervorragend, alle wurden enthusiastisch beklatscht und wie Stars gefeiert. Was eigentlich auch nicht wirklich verwunderlich war, bewiesen die teilnehmenden Bands doch, dass sie durchaus alle das Zeug haben, den Ö3 Soundcheck für sich zu entscheiden.

 

Stilistisch war nahezu alles dabei, von Rock über Pop bis hin zu Ska und Punk. Augenscheinlich wurde auch, dass die teilnehmenden Acts inzwischen einen Grad an Professionalität erreicht haben, der weit über den einer talentierten Band hinausgeht. Was Songwriting und Bühnenpräsenz angeht, handelt es sich um nahezu fast fertige Bands. Egal, ob diese nun Fadin` To Whiteout, Cardiac Move, Soulistics, Eva K. Anderson, Kings Of Things, Menschensohn, Idealbesetzung, Mindcave, Charles Newman oder Stereo Season heißen.

 

Wer letztendlich mit einem Plattenvertrag in der Tasche seinen Heimweg antreten kann, entscheidet sich am 4. November. Davor sind aber noch die Ö3-HörerInnen am Zug, die ab 27. Oktober im Rahmen eines Votings die Möglichkeit haben, für einen der zehn Finalisten zu stimmen. (mt)

 

Wie auch im vergangenen Jahr war das mica – music information center austria auch heuer Partner und Mitinitiator des Bandwettbewerbs. Als unabhängiges Servicezentrum für die in Österreich lebenden Musikschaffenden steht es mit seinen Fach- und Rechtsreferenten den teilnehmenden Musikern beratend zur Seite. Außerdem bietet das mica durch die Downloadplattform www.manymusics.org technische und logistische Lösungen für die Musiker.