micafocus Jazz: Wege in die Sichtbarkeit für die Musik des Jazz

Im Rahmen der Reihe “mica focus – Kunstmusik & Öffentlichkeit” veranstaltet mica – music austria gemeinsam mit dem Porgy & Bess am 27. Mai eine öffentliche Diskussion zum Thema Wege in die Sichtbarkeit für die Musik des Jazz. Unter der Leitung von Helge Hinteregger erörtern Experten aus der Szene die Herausforderungen, die sich den Musikern und Veranstaltern zukünftig stellen werden.

Österreich gilt generell als ein Land, das es immer wieder schafft, ausgezeichnete Musikerinnen und Musiker hervorzubringen und in dem der Jazz einen hohen Stellenwert geniest. Man betrachte nur alleine die Entwicklung in den vergangenen Jahren. Mit den Jazzwerkstätten Wien und Graz machen im Moment vor allem VertreterInnen der jungen Generation von sich reden. Zudem ist eine überaus reiche Infrastruktur vorhanden, die es ermöglicht Jazz hierzulande in einem hohen Maße zu platzieren. Nicht nur in Wien, wo mit dem Porgy & Bess einer der renommiertesten Jazzclubs in Europa steht. Auch abseits der Hauptstadt, in den Bundesländern, gibt es eine Vielzahl an Clubs die regelmäßig Konzerte veranstalten. Über 50 große und kleinere Festivals die Jazz programmieren, wurden 2008 von mica- music austria erfasst.

 

Fast könnte man meinen, es wäre alles eitel Wonne. Bei näherer Betrachtung aber offenbaren sich einige eklatante Widersprüche. So werden etwa die Veranstalter immer wieder dafür kritisiert, dass der heimischen Szene zu wenige Auftrittsmöglichkeiten geboten werden. Ein Punkt der von den Veranstaltern erwartungsgemäß verneint wird. Außerdem weisen diese auf die Bedeutung der Präsentation internationaler Bands für einen Standort mit internationalem Anspruch auf sehr hohem Niveau hin. Ein weiteres Problem ergibt aus der stetig steigenden Anzahl junger Musiker und Musikerinnen, die einen universitären Abschluss für Jazz vorweisen können, was wiederum zu einem Überangebot an hoch qualifizierten Musikschaffenden im Jazzbereich führt.

 

In einer Zeit, in welcher die gesamte Musikszene starken Veränderungen unterworfen ist, ändern sich natürlich auch die Anforderungen an Musiker und Veranstalter. Das immense Angebot an Musikprojekten mit hohem Niveau erfordert von den Beteiligten neue Strategien für die Sichtbarkeit und die Entwicklung unverwechselbarer Profile.

 

Vor allem die Sichtweise der Musikschaffenden zu diesem Thema ist uns wichtig, darum sind die Musikerinnen und Musiker zu einer aktiven Teilnahme an der Diskussion herzlich geladen.

 

Panel:
Christoph Huber (Porgy & Bess)
Christoph Cech (Bruckner Musikuniversität Linz)
Otmar Klammer (Kleine Zeitung, Stockwerk Jazz)
Harald Justin (Jazzzeit)

 

Moderation: Helge Hinteregger (mica)

 

Datum: Mittwoch 27. Mai 2009
Ort: Porgy & Bess
Riemergasse 11
1010 Wien

 

 

Porgy & Bess