messimo präsentieren ihr Debütalbum

Wenn sich sechs (Wahl-) Wiener zusammenfinden um gemeinsam Musik zu machen, und jeder Einzelne davon sein Instrument bis aufs äußerste strapaziert, kann man sich schon denken, dass der Sound nicht gerade auf sanften Wellen daher schwimmt. Es wird gejammt was das Zeug hält, die Stimmbänder radikal verausgabt und nebenbei noch heftig mit dem Kopf gewippt. messimo nennt sich die Band, die nach Melodie, Rhythmus und Emotionen strebt, ohne darauf zu achten in welchen Musiksparte sie dabei geschoben werden.

In Zeiten von stilistischer Vielfalt, wo alleine schon Wikipedia 271 Seiten in der Kategorie „Musikgenre“ anzeigt, fällt es oftmals schwer eine korrekte Sound-Bezeichnung zu finden. Beschränken wir uns also darauf, dass messimo sich in der Überkategorie Rock und Indiepop bewegen und vor kurzem ihr gleichnamiges EP-Debüt herausgebracht haben. Gemeinsam mit Bernhard Koeper produzierten die Jungs sechs Songs, die zwischen progressiven, kompakten – aber auch melancholisch verträumten Akkorden und Vocals alles zu bieten haben, was man sich auf von einem halben Dutzend an Tracks eben nur so wünschen kann. Die Vielschichtigkeit bestimmt ihr Klangbild.

Das die Musiker bei Live-Auftritten auch gerne aus ihrem musikalischen Gerüst ausbrechen und sich gerne improvisatorisch entfalten, zeugt davon, dass sie ganz in ihrem eigenen Element gefangen sind und auch kleine Risiken wagen. Seit 2006 wandern sie auf kreativen Pfaden- ein Anfang ist gemacht, das Ende noch lange nicht in Sicht. (bw)

Foto: Christoph Stiller