
Lukas Kranzelbinder, der Leiter dieses Projektes, mag es, wie er es schon bei anderen Gelegenheiten gezeigt hat, unkonventionell. Und das nicht nur im musikalischen Sinne. Er ist jemand, der die Musik auch an Orte bringen will, die dem ersten Eindruck nach nicht für sie geeignet scheinen. Bei „Almrausche(en)“ sind es die luftigen Höhen der Kärntner Berge, genauer die Turracher Höhe, die der Kontrabassist für sein musikalisches Experiment als Labor erwählt hat. Der gebürtige Klagenfurter, der dieses Mal auf seiner Klangwanderung begleitet wird von Maja Osojnik (Gesang, Bass-Paetzold-Flöte), Klemens Lendl (Gesang, Geige) und Martin Eberle (Trompete), will zeigen, wie anders Musik in der Natur wirkt, wie unterschiedlich sie wahrgenommen und rezipiert werden kann, erschallt sie einmal in ungewöhnlicher Umgebung.
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Am ersten Tag steht im Hotel Hochschober, das sich im Tal befindet, zunächst noch ein Konzert im eigentlichen Sinne auf dem Programm. Eine Bühne, ein Publikum, eine vierköpfige Gruppe, die eine Mischung aus eigenem Repertoire und Neubearbeitungen von Volksliedern, Jodlern und Musik, die gerne am Berg gehört wird, zum Besten gibt. Tags darauf dann der Aufstieg. Es wird gewandert, musiziert und das schon am Vorabend von den vier Protagonisten Dargebrachte nochmals ohne irgendwelche Hilfsmittel zum Erklingen gebracht -, an Bergseen, in Bergspalten, auf Hochebenen und an Felswänden. Den Höhepunkt schließlich bildet ein Konzert am Gipfel, bei dem die akustische Bandbreite zur vollen Geltung kommen wird.
Michael Ternai
Projekt Almrauschen