Man mag es kaum glauben, aber das INNtöne Festival im oberösterreichischen Diersbach geht in diesem Jahr vom 9. bis zum 11. Mai bereits zum 21. Mal über die Bühne. Dass das Festival inzwischen auch Eingang in den Kreis der führenden europäischen Jazzveranstaltungen gefunden hat, belegt die Tatsache, dass neben den MusikerInnen auch zahlreiche ausländische Rundfunkanstalten zu Gast sein werden, um die Konzerte aus dem Innviertel in die weite Welt zu übertragen.
Wie schon in den vergangenen Jahren zeichnet sich das Musikangebot auch heuer durch eine ungemein hohe Qualität und musikalische Breite aus. Paul Zauner, dem Organisator des jährlichen stattfindenden Festivals, ist es einmal mehr gelungen, drei äußerst unterschiedliche und daher sehr facettenreiche Konzertabende zusammenzustellen, die keinerlei Wünsche offen lassen sollten und in Sachen Vielfältigkeit und Aktualität keinen Vergleich mit ähnlichen Festivals zu scheuen brauchen . Zwar liegt, wie soll es auch anders sein, das Hauptaugenmerk auf der Musikrichtung Jazz – und in diesem Jahr besonders auf der bluesigen Variante – dennoch wurde der Versuch unternommen, auch VertreterInnen anderer Stile in das Programm zu integrieren. So darf das Publikum ein sehr interessantes und spannendes Zusammenspiel des Jazz mit Genres wie etwa der Neuen Musik oder der Volksmusik erwarten.
Für herausragende musikalische Offenbarungen werden unter anderem heimische Größen wie etwa das Klaus Paier Trio oder die Nouvelle Cuisine Big Band sorgen. Aber auch die Liste der ausländischen Gäste kann sich mehr als sehen lassen. Der brasilianische Gitarrist Yamandu Costa oder der amerikanische Saxophonist Ari Brown zählen, wie auch die anderen anwesenden MusikerInnen, nicht nur zu den führenden Jazz-Persönlichkeiten ihres Landes, sondern genießen auch weltweit enormes Ansehen. Das macht Lust auf mehr. Jene, denen ein Besuch beim diesjährigen INNtöne Festival aber verwehrt bleibt, verpassen nichts, denn Ö1 überträgtin Zusammenarbeit mit dem WDR 3 alle Konzerte der Veranstaltung.

