Hans Peter Falkner im AERA

Mit dem Akkordeonisten Hans Peter Falkner bereichert ein Musiker das diesjährige Akkordeonfestival, der sonst eher leider selten als Solokünstler auf der Bühne zu sehen bzw. zu hören ist. Am 29. Februar beweist der gebürtige Oberösterreicher im Wiener AERA, dass er auch als Alleinunterhalter problemlos die Herzen des Publikums für sich gewinnen kann.

Was bisher vielleicht noch wenige wussten, ist die Tatsache, dass sich Hans Peter Falkner auch auf die traditionellen Spielweisen hervorragend versteht. Kein Wunder, war er doch als Zehnjähriger bereits regelmäßig mit seinen Eltern (Trio Falkner) auf den Bühnen des Landes unterwegs. Zu großer Bekanntheit gelangte Falkner aber als die eine Hälfte des Crossover-Duos Attwenger, das bis heute zu einer der innovativsten heimischen Formationen zählt und deswegen auch eine Ausnahmestellung innerhalb der heimischen Musikszene einnimmt. Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Markus Binder gelang es ihm, Volksmusik, Punkrock und Elektronik auf eine Art zu verschmelzen, wie es zum damaligen Zeitpunkt in dieser Form vollkommen neu war. Es gibt nicht viele Musiker, die von sich behaupten können, das Akkordeon als Instrument auch einem jungen und eher dem alternativen Musiksektor zugewandten Publikum zugänglich gemacht zu haben.

 

Unter dem Titel “1234 Gstanzln” sammelte Hans Peter Falkner als Herausgeber in Buchform und auf CD Landla aus Oberösterreich in Wort und Ton. Diese launigen, vielfältigen Sammlungen einer ursprünglichen Volksmusik bilden auch die Basis seines von allen Seiten viel beachteten Solo-Programms. Wer also auch die andere Seite dieses vielseitigen Musikers kennen lernen möchte, sollte sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen.

 

 

Akkordeonfestival