
Wer einen tiefergehenden Blick auf die vielfältigen Aktivitäten der Jazzwerkstatt Wien riskiert, dem wird sofort klar, dass es sich hier um einen Verein handelt, der die musikalische Unabhängigkeit quasi zu seinem übergeordneten Leitmotiv erkoren hat. Vielmehr als sich Clemens Wenger und seine Kollegen irgendwie als Gralshütter der traditionellen Spielarten des Jazz verstehen, verfolgen sie einzig und unbeirrt den Weg der stilistischen Vielfalt. Das Ziel des MusikerInnenkollektivs ist es, für das Publikum genau jene Klänge hörbar zu machen, die sich eben nicht über die üblichen Genrebeschreibungen definieren lassen und auch nicht den Regeln des Mainstreams folgen. In diesem Sinne ist unter dem Namen Jazzwerkstatt Wien, wie auch die mittlerweile zahlreichen, in ihrer musikalischen Ausrichtung sehr unterschiedlichen Veröffentlichungen auf dem hauseigenen Label JazzWerkstatt Records doch recht deutlich belegen, quasi alles erlaubt.
Diesem Grundgedanken folgend, gestaltet sich auch das Programm des Jubiläumsfests, wobei besonders kammermusikalische und akustische Ensembles in den Fokus gerückt werden. Eröffnet wird das bunte musikalische Treiben von dem Klarinetten Quartett Woody Black 4 (Oscar Antoli, Stephan Dickbauer, Daniel Moser, Leonhard Skorupa). Freuen darf man sich auch auf die Soloauftritte der Harfinistin Virginie Tarrête und der Saxophonisten Gerald Preinfalk und Max Nagl. Für ganz feine musikalische Hörerfahrungen sorgen auch die beiden bei der Jazzwerkstatt beheimateten Sängerinnen Angela Maria Reisinger und Mira Lu Kovacs (Schmieds Puls). Zum Abschluss spielt das Duo koenigleopold und eine neue Formation rund um den Sänger von Die Strottern Klemens Lendl, gemeinsam mit den beiden JazzWerkstättern Peter Rom und Manu Mayr.
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