Moving Sounds 2012

Auch heuer bietet sich für ausgewählte heimische MusikerInnen die Gelegenheit, sich im Rahmen des Moving Sounds Festivals in New York dem amerikanischen Publikum zu präsentieren. Das vom ACF – Austrian Cultural Forum New York (feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen), dem mica – music austria und dem Argento New Music Project organisierte Festival geht heuer vom 13. bis zum 15. September über die Bühne und stellt einmal mehr die Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Sounds“ und dessen Auswirkung auf die Musik in den Mittelpunkt der künstlerischen Diskussion.

Es herrscht in den USA durchaus Interesse daran, was musikalisch wie auch künstlerisch in Österreich so von statten geht. Zumindest fanden die Veranstaltungen in den vergangenen Jahre stets auch ausführliche Erwähnung in den wichtigsten Medien der amerikanischen Metropole. Sogar die renommierte New York Times widmete der letzten dem Festival in ihrem Kulturteil bereits einen ausführlichen Bericht.

Wie der Name des Festivals bereits verrät, steht die Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Aspekten des Sounds im Mittelpunkt des Geschehens. In welch unterschiedlichen Ausformungen dieser seinen Weg durch den Raum findet. Wie verschieden er von den Rezipienten wahrgenommen wird. Wie man ihn in der Musik überhaupt verarbeitet. Die Musikschaffenden aus Österreich und ihre KollegInnen aus den USA sind in New York Jahr für Jahr dazu angehalten, ihre Vorstellung der Arbeit mit Klängen in die Tat umzusetzen und deren Auswirkungen auf die Umgebung zu erkunden.

„Moving Sounds” ist ein Festival, das sich vom Beginn an ganz klar einem hohen Qualitätsanspruch verschrieben hat. Es soll ein Bild der österreichischen Musik- und Kunstszene gezeichnet werden, das über die gängigen Klischees von Mozart bis Strauss hinausgeht. Präsentiert werden Arbeiten und Stücke, die vor allem im Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer, elektronischer Musik und Avantgarde angesiedelt sind und auch das räumliche Umfeld mit einzubeziehen versuchen.

Eröffnet wird das dreitägige Festival mit einem Konzert des New Yorker Mivos Quartet, welches Werke Stücke von Reiko Fueting und Carl Christian Bettendorf zur Aufführung bringen wird. Anschließend wird Christian Meyer, der Direktor des Arnold Schönberg Centers in Wien, gemeinsam mit dem Tiroler Jazztrompeter Franz Hackl den BesucherInnen die Musik Schönbergs und die Idee der Avantgarde im Rahmen einer musikalischen Lesung näher zu bringen versuchen. Am zweiten Tag auf dem Programm stehen Konzerte des in New York ansässigen Ensembles mise-en und der amerikanischen Komponistin und Elektronikkünstlerin Annie Gosfield. Der Abschlusstag steht ganz im Zeichen der zeitgenössischen Musik aus Österreich. Zunächst bringt das Jack Quartet aus den USA Werke von Clemens GadenstätterParamyth (String quartet 1) UA – und Georg Friedrich Haas String Quartet No. 5 – zu Aufführung, anschließend wird der Wiener Elektroniker Bernhard Fleischmann ein eigens für dieses Konzert komponiertes Stück erstmals zum Erklingen bringen.  (mt)

 

http://www.acfny.org