
Dort, wo traditionelle stilistische Bezeichnungen, Zuschreibungen, Bedeutung und Definitionen keinerlei Bedeutung haben und die vollkommene musikalische Freiheit auf Innovation und einen kreativen Geist trifft, genau dort liegt der Wirkungsbereich des dieses Vierergespanns. Man sollte sich vom Namen der Band nicht allzu sehr täuschen lassen, in die musikalische Welt von Jazzator schleicht viel Verschiedenes ein. Natürlich spielt der Jazz im Konzept dieser Truppe eine Rolle, nur wird dieser von den Beteiligten alles andere als nach den üblichen Mustern ausgelegt.
Marina Sobyanina (Piano, Synthesizer, Gesang) und ihre Kollegen Sergey Balashov (Schlagzeug), Oleg Mariakhin (Bariton-Saxophon) und Maximilian Grossenbacher (Bass), die vier Köpfe hinter diesem ungewöhnlichen Projekt, verfolgen ihren eigenen Weg, sprich, das hörbar keinem Experiment abgeneigte Quartett mischt sich aus Elementen unterschiedlichster klanglicher Natur seine eigene musikalische Sprache und tänzelt dabei mit einer ordentlichen Portion Groove quer über das äußerst weit gefasste musikalische Parkett.

„Nonagon“ ist ein wirklich lässiges Album geworden, eines, das extrem viel Spaß macht. Marina Sobyanina und ihren drei Mitstreitern ist es gelungen, ihrer stilistisch sehr, sehr offenen Interpretation des Jazz, einen doch von jeglicher Sperrigkeit befreiten Sound zu verpassen, einen, der durchaus auch Freunde anderer Genres ansprechen dürfte. (mt)
Foto Jazzator © jazzator.com