„ICH SEHE DABEI ZU, WIE DER WALD WÄCHST“ – MANU DELAGO IM MICA-INTERVIEW

MANU DELAGO ist kein Musiker, der den Klimaschutz als Lifestyle-Accessoire entdeckt hat. Der Perkussionist und Hang Drummer lebt seine Überzeugung. Ob auf Berggipfeln, am Sattel oder im Zug – DELAGO weiß um die Wichtigkeit einer Lebensweise, die mehr Nachhaltigkeit verspricht als drei Likes auf Instagram. Zuletzt strampelte er für seine ReCycling Tour mit seinem Team durch Österreich. In Kürze veröffentlicht der Tiroler mit „Environ Me“ ein neues Album. Keine Frage, es geht weiterhin in die Natur. Im Gespräch mit Christoph Benkeser hat MANU DELAGO deshalb nicht nur erklärt, warum er Bäume vor seiner Haustür pflanzt, sondern auch, wieso er in der Schule mehr kalkulierte als rechnete und ohne welcher Liste er nicht leben könnte.

Ich erwisch dich am Naschmarkt. Du hast gerade gefrühstückt, von wo kommst du heute?

Manu Delago: Von der Sendung „Guten Morgen Österreich“ – deshalb hab ich heute Morgen zwei Fotos auf Instagram gepostet. Eins nach dem Aufstehen. Und eins nach der Maske beim Fernsehen. So eine Verwandlung! Und das um sieben in der Früh.

So früh und schon so schön!

Manu Delago: Ich hab so viel Replies auf Insta bekommen, weil sich im ersten Bild alle wiedererkennen können. Nach dem Aufstehen schaut man anders aus als im Alltag. Oder wenn man geschminkt ist.

Und in der Frühstückssendung auftritt.

Manu Delago: Nach der ReCycling Tour hätten wir auch Gast in der Barbara-Karlich-Show sein sollen. Ich hab mit meinem Team Rücksprache gehalten. Und abgelehnt. 

Wieso?

Manu Delago: Ich denke nicht, dass die Klientel der Barbara-Karlich-Show meinem Zielpublikum entspricht. Also hab ich mir gedacht …

Du gehst nicht hin. Schade. Zu welchem Thema hätten sie dich eingeladen?

Manu Delago: Irgendwas mit Nachhaltigkeit, glaub ich.

Dafür wärst du doch perfekt gewesen.

Manu Delago: Na ja.

Na ja, was? Bist du mit dem Zug da?

Manu Delago: Ja, eh. Ich fahr gern mit dem Zug. In den vier Stunden kann ich alle E-Mails erledigen. Super easy.

Schau, ich genieß die Fahrten nach Vorarlberg auch immer.

Manu Delago: Du kommst aus Vorarlberg? Wo ist dein Dialekt hin?

Den hat man mir in Wien ausgepeitscht.

Manu Delago: Kennst du das, wenn man im Zug sitzt, auf einmal seinen Heimatdialekt hört und sich denkt: Reden die echt so?

Ja, man merkt die Entfremdung von der eigenen Identität. Du hast das auch?

Manu Delago: Zumindest den Dialekt kann ich schon umschalten. In Tirol ist es Dialekt-technisch ohnehin wie eine Gangschaltung – du kannst immer einen drauflegen, bis dich niemand mehr versteht. Wenn ich so red wie meine Oma, hat das einen anderen Vibe als die Gespräche mit meinen Kollegen in Innsbruck. Schwierig ist es für mich bei Radio und Fernsehen. Dort rede ich lieber Englisch, weil ich mir keine Gedanken um den Dialekt machen muss. Auf Deutsch ist es komisch … ,sag ich „I“ oder „Ich“? Ich kann manchmal nur 70 Prozent an das denken, was ich eigentlich sagen will, weil ich mehr damit beschäftigt bin, mir zu überlegen, wie ich es sage.

Dein Englisch hat dafür schon diesen poshen Londoner Akzent.

Manu Delago: Na, poshes Englisch ist das nicht. Eher britisches.

Gut, dafür ist dir das Innsbruckerische geblieben. Oder das Tirolerische, du kommst ja nicht direkt aus Innsbruck.

Manu Delago: Aus der Umgebung von Innsbruck, aber nicht aus den Seitentälern. Dort reden sie einen krasseren Dialekt.

Ich hab vor Kurzem mit Zillertalern gesprochen – das hat an die Grenzen der Verständlichkeit gereicht.

Manu Delago: Da muss sogar ich mich konzentrieren. Aber beim Vorarlbergischen ist es auch arg. Ihr habt‘s die zweite deutsche Lautverschiebung, oder?

Da musst du einen Germanisten fragen.

Manu Delago: In der Schule hatte ich eine Geschichte-Lehrerin aus Vorarlberg, die mich gar nicht mochte. Irgendwann fragte sie die Klasse etwas über den Vorarlberg Dialekt. Und ich wusste die Antwort: zweite deutsche Lautverschiebung. Auf einmal war ich bei ihr hoch angesehen und hab mich von einem Fünfer auf einen Zweier verbessert.

Dein Wissen hat bei ihr offensichtlich heimliche Heimatgefühle getriggert.

Manu Delago: Ab dem Moment war ich in Geschichte immer gut.

Das heißt, du hast dir die gute Note in Geschichte …

Manu Delago: Vorarlbergisiert.

Ja!

Manu Delago: Aber so ist es doch in der Schule. Die Note hängt auch davon ab, ob dich die Lehrerin oder der Lehrer mag.

Das stimmt schon. Warst du sonst ein guter Schüler?

Manu Delago: Gut ist übertrieben. Ich war ein berechnender Schüler.

Berechnend?

Manu Delago: Ich hatte immer viele Vierer, war aber safe.

Minimaler Aufwand also?

Manu Delago: Schau, ich war der Einzige, der es geschafft hat, in fünf Mathe-Schularbeiten fünf verschiedene Noten zu sammeln. Zuerst ein Dreier, dann ein Einser. In dem Moment wusste ich, es geht sich aus und hab einen Fleck geschrieben, was die Sache wieder spannend machte. Ich hab dann einen Zweier nachgelegt, war endgültig durch und schloss mit einem Vierer ab, weil ich wusste, es geht sich aus.

So einer war ich auch, mit dem Unterschied, dass es sich bei mir oft nicht ausging.

Manu Delago: Durchgeflogen bin ich aber nie.

Manu Delago (c) Simon Rainer

Weil du besser berechnet hast. Ist dir das geblieben? Bist du immer noch berechnend?

Manu Delago: Ehrlich gesagt weiß ich das nicht.

Sei ehrlich.

Manu Delago: Ich war im Musikgymnasium, wir hatten in der Woche fünf Stunden Musik – zweigeteilt in Hörbildung und Musikgeschichte. Insgesamt gab es trotzdem eine Note für Musik. In Hörbildung hatte ich immer einen Einser, wusste also, dass ich schlimmsten Fall mit einem Dreier aussteige. Deshalb hab ich Musikgeschichte schleifen lassen. Im Nachhinein bereu ich das, aber …

Du bereust es heute?

Manu Delago: Wenn ich in der Musikgeschichte mehr wissen würde, wär das nicht schlecht, ja.

Würde man das bloß im Vorhinein wissen.

Manu Delago: Die Schulzeit ist die falsche Zeit im Leben, um sich für solche Sachen zu interessieren.

„ICH BIN EIN LISTEN-FREAK.“

Das Konzept Schule ging für mich nach 14 nicht mehr auf, ja.

Manu Delago: Man hat andere Interessen, oder?

Vor allem sind manche Dinge so weit von der eigenen Lebensrealität entfernt, dass man darauf in dem Alter keinen Bock haben kann.

Manu Delago: Im Nachhinein fände ich es zum Beispiel sinnvoll, wenn wir etwas über Steuern gelernt hätten. Aber hätt mich das als 16-Jähriger interessiert?

Wahrscheinlich nicht.

Manu Delago: Es ist etwas, das man im Leben braucht, aber nie gelernt bekommt.

Machst du deine Steuererklärung selbst?

Manu Delago: Ich hab eine Buchhalterin, aber ich mag die Excel-Listen selbst.

Die Vorarbeit.

Manu Delago: Es ist wie ein Rückblick. Außerdem bin ich ein Listen-Freak.

Tatsächlich?

Manu Delago: Meine Freunde verarschen mich manchmal, weil ich so viele Listen führe.

Wie kommt‘s?

Manu Delago: Ich weiß nicht, ich liebe einfach Listen.

Weil Listen Sicherheit geben, oder warum?

Manu Delago: Keine Ahnung. Ich hab aber eine To-Do-Liste, die in meiner näheren Umgebung eigene Berühmtheit erlangt hat.

Wie das?

Manu Delago: Es ist ein ausgeklügeltes Konzept, das ich mir über die Jahre ausgedacht habe. Deshalb vergesse ich nie etwas.

Du vergisst nie etwas?

Manu Delago: Na ja, nicht ich, sondern meine Liste, weil mein Gehirn vergisst alles, während meine Liste perfekt ist.

Erzähl mir mehr.

Manu Delago: Mir hat jemand erzählt, dass dieselbe Methode, die ich verwende, in einem Buch vorkommt.

Du hast es also gar nicht selbst erfunden?

Manu Delago: Doch, ich hab es ja nie nachgelesen.

Manu Delago (c) Simon Rainer

Und wie schaut dieses ausgeklügelte Konzept aus?

Manu Delago: Gar nicht so kompliziert. Es ist ein ca. acht Seiten langes Word-Dokument – wobei die obersten Einträge anzeigen, was ich heute zu tun habe. Darauf folgen Einträge, die morgen anstehen und andere, die ich in der restlichen Woche zu erledigen habe und so weiter. Die Liste wandert also kontinuierlich nach oben. Wenn ich etwas erledige, lösche ich den Eintrag aus der Liste oder verschiebe ihn auf morgen. Dafür muss man mental aber stabil sein, weil die Liste nie aufhört.

Es kommen ja immer neue Einträge dazu!

Manu Delago: Deshalb kann man niemals alle To-Dos abarbeiten. Das kann depressing sein, weil man nie …

Mit der Arbeit fertig wird.

Manu Delago: Es ist neverending, ja. Meistens macht mir das nicht aus. Es kam in den letzten 15 Jahren vielleicht ein Mal vor, dass ich dachte, es wird zu viel. Dafür vergesse ich selten etwas. Meine Listen und ich sind ein gutes Team.

Das hört sich nach einer zufriedenen Beziehung an, ja.

Manu Delago: Das geht schon seit meiner Kindheit so. Bücher lese ich dafür nicht so viele.

Ja?

Manu Delago: Für die ReCycling Tour habe ich viel gelesen, weil ich nicht nur heiße Luft labern, sondern ein Hintergrundwissen zu den Themen haben wollte. Das war harte Recherche, aber auch cool, weil man was lernt und das in den Videos rüberbringen kann.

Ich kling jetzt wie ein dinosaurischer Professor, aber: Belegt hast du die Facts nicht.

Manu Delago: Ja, stimmt, ich hatte für die Organisation der ReCycling Tour aber genug zu tun. Jeden einzelnen Fact mit einer Quelle zu belegen, wär sich nicht ausgegangen. So wie viele andere Dinge am Konzept sich nicht ausgingen, die ich gern umgesetzt hätte.

Das Konzept einer klimaneutralen Rad- und Musiktour klingt für mich aber ziemlich rund. Was wäre da noch gegangen?

Manu Delago: Wir haben zum Beispiel jeden Tag ein Video veröffentlicht, also ein Script erarbeitet, Locations gesucht, gefilmt, Musik aufgenommen und geschnitten – während wir 100 Kilometer am Rad saßen und am Abend ein Konzert spielten. Das war ein dermaßen großer Druck, dass ich es nur noch auf Social Media posten konnte, ohne etwas dazuzuschreiben. Mehr Kapazitäten waren nicht vorhanden.

Ich kann und will mir diese Anstrengung gar nicht vorstellen, weil: Dafür muss man fit sein, oder?

Manu Delago: Trotzdem bekam ich Mitte der Tour Probleme mit meinem Rücken. Das war einerseits die Vorbelastung durch meinen Bandscheibenvorfall vor vier Jahren, könnte aber auch mit einer psychischen Überbelastung zu tun gehabt haben. Einfach weil der Druck groß war.

Du bist auf den Zug umgestiegen.

Manu Delago: Ja, das war psychologisch eine schwierige Situation. Ich hab ja lange darauf hingearbeitet, geplant, trainiert – plötzlich war ich weg von meiner Gruppe. Und damit auch weg vom Abenteuer.

Während die anderen am Radl saßen und durch Österreich strampelten.

Manu Delago: Der Gedanke hat mich traurig gemacht, ja. Ich hatte zwar noch genügend administrative Arbeit zu erledigen. Unter Schmerzen war das aber eine mentale Challenge.

Trotzdem hast du dich zurückgekämpft.

Manu Delago: Ja, ich hab es ohne Anhänger probiert. Auch weil ich dabei sein und die Gruppe motivieren wollte.

Insgesamt dauerte die Tour über einen Monat.

Manu Delago: Manchmal waren einzelne Tagestouren schon riesige Projekte. Man sitzt zwölf Stunden am Radl, fährt 1200 Höhenmeter mit einem Anhänger, der 50 Kilo wiegt. Das fühlt sich ewig an.

Aber am Ende des Tages auch befriedigend, nicht?

Manu Delago: Ja, am Abend feierst du dich dafür, den Tag überstanden zu haben.

Ein rauschendes Fest wird das nach den Strapazen wohl nicht gewesen sein. Außerdem habt ihr euch ja um Verpflegung kümmern müssen, die keine Abfälle verursacht.

Manu Delago: Genau, wir haben versucht, möglichst wenig Müll zu produzieren, viel hausgemacht und vegetarisch gekocht – das wollen wir für kommende Touren mitnehmen. Wir werden den Leuten anbieten, uns Essen im Tausch gegen Konzertkarten zu bringen.

Eine Food-Coop für Musiker quasi – vor allem, wenn man es größer denkt.

Manu Delago: Wir versuchen das gerade auszutüfteln. Wenn sich das größer denken lässt, wieso nicht?

Ihr habt zumindest den ersten Schritt gemacht und eine Vorbildrolle übernommen.

Manu Delago: Genau, wir wollten nicht nur darüber reden, sondern auch Taten folgen lassen, mit Konventionen brechen und nicht mehr den Tourbus nehmen, sondern etwas Neues ausprobieren.

Die Frage ist, ob der Fokus auf individuelles Handeln nicht jenen auf politische Organisation überdeckt. Als Einzelperson verzichtet man aufs Plastiksackerl – kann damit aber auch kein kollektives Problembewusstsein für die Situation schaffen.

Manu Delago: Trotzdem hatte ich das Gefühl, die Initiative ergreifen zu müssen und nicht mehr darauf zu warten, dass uns jemand vorschreibt, mit dem Fahrrad touren zu müssen. Aber ich versteh dich, tatsächlich hatte ich in letzter Zeit öfter das Problem, kein Plastiksackerl daheim zu haben.

Wie meinst du das?

Manu Delago: Für den Müll im Bad hab ich früher immer ein Plastiksackerl verwendet. Das gibt’s bei mir zu Hause aber nicht mehr.

Ich verwend dafür die aufgerissenen Plastikdinger, wo das Klopapier drinnen ist und red mir das irgendwie schön.

Manu Delago: Was man mehrfach verwenden kann, ist immer das Beste. Deshalb wären wiederauffüllbare Glasflaschen sinnvoller als recycelte aus Plastik. Dafür muss man ein Bewusstsein entwickeln. Wir hatten zum Beispiel in Vorbereitung auf die ReCycling Tour einige Treffen mit Expertinnen und Experten von Greenpeace. Sie unterstützten uns mit Know-how. Wir haben ihnen 10 Prozent von den Einnahmen aus Merch und Spenden überlassen. Außerdem gab es – das hat man gemerkt – mediales Echo auf die Tour. Immer mehr Leute wussten von dem Projekt, immer mehr Leute folgten uns – auch aus der Rad-Community.

Der Forrest-Gump-Effekt. Oder besser: der Manu-Delago-Effekt.

Manu Delago: Ja, wir wurden auf der Straße erkannt, die Leute feuerten uns an. Das motivierte zusätzlich.

Ihr wart in ganz Österreich unterwegs, das macht schon was aus. Wohin sollte man fahren, wenn man schön Fahrrad fahren will?

Manu Delago: Ab Villach, durch Osttirol und das Pustertal nach Südtirol bis Brixen, war es zum Fahrradfahren ein Traum. Es sind zwar weite Etappen …

Und steile, oder?

Manu Delago: Für die, die gerne flach fahren, ist es entlang der Donau sicher schöner. Aber durch Südtirol führen coole Radwege. Der Brenner war dann die Königsetappe – eine extreme Kombi aus Höhenmeter, Kilometer und Konzert.

Irgendwie die Kernthese von deinem kommenden Album „Environ Me“.

Manu Delago: Der Track „Recycling“ passt perfekt aufs Album, weil er einen Aspekt des Fahrradfahrens klanglich darstellt.

Die Vocoder-Melodie klingt wie „Doing It Right“ von Daft Punk.

Manu Delago: Viele meinten eher Kraftwerk wegen „Tour de France“. Der Track ist jedenfalls positiver und antreibender als meine sonstigen Stücke geworden. Für uns war das beim Radlfahren ein Ohrwurm. Ich hab ihn auch extra in einem Tempo komponiert, der bergauf ein gutes Umdrehungsgeschwindigkeit mitbringt. Übrigens, hast du den Pressetext des Albums gelesen?

Nein.

Manu Delago: Ich hab ihn auch nicht gelesen, zumindest nicht den deutschen. Bei vergangenen Interviews ist mir aber aufgefallen, dass ich das in Zukunft tun sollte. Er ist eine Übersetzung aus dem Englischen, da passen manche Dinge nicht.

Mir sind die Pressetexte eigentlich wurscht …

Manu Delago: Ich versteh’s. Ich versuch bei meinen Sachen zu checken, ob alles drinnen ist. Für „Environ Me“ hab ich aber nur den englischen gelesen …

Und in der Übersetzung gingen Teile verloren?

Manu Delago: Auf dem kommenden Album gibt es ein Stück, „Trees for the Wood“, hinter dem eine coole Geschichte steht. Das kommt im Pressetext gar nicht raus.

Du musst zwar gleich los, aber möchtest du die Geschichte noch erzählen?

Manu Delago: Wir sind mit 20 Kontrabassistinnen in den Wald gegangen, zu einer Stelle, wo zuvor alle Bäume gefällt wurden. Auf den einzelnen Stümpfen haben wir Kontrabässe platziert und dort den Track aufgenommen – mit Wald- und Windgeräuschen. Richtig gut! Das Problem war nur die Finanzierung. 20 Kontrabassistinnen, ein Video-Team … das kostet was. Durch Zufall hab ich das Projekt „Klimafitter Bergwald“ des Landes Tirol entdeckt. Dabei geht es um die Verschiebung der Nadelwaldgrenze und die Suche nach einer nachhaltigen Lösung, um dem entgegenzuwirken. Die Musikerinnen und die Filmcrew haben sich bereit erklärt, auf ihre Gage zu verzichten, im Rahmen des Projekts aber einen Wald aus Bergulmen zu pflanzen. Das ist wunderschön. Ich spaziere da ein, zwei Mal im Monat vorbei und sehe, wie ein neuer Wald wächst.  

Vielen Dank für das Gespräch!

Christoph Benkeser

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