Hossam Mahmoud "18 Tage …"

Der ägyptische Komponist Hossam Mahmoud kreiert mit „18 Tage…..“ eine zeitgenössische Oper, in der er die persönlichen Schicksale mehrerer an der ägyptischen Revolution von 2011 beteiligter Menschen musikalisch verdichtet.
 Der Volksaufstand, der am 25. Jänner 2011 in den großen Städten Ägyptens seinen Anfang nahm, erregte weltweit enorme Aufmerksamkeit und wurde trotz der strengen örtlichen Zensur auch in Ägypten medial verbreitet. Die Demonstrationen richteten sich vor allem gegen das bestehende autoritäre Regime um den damals amtierenden Präsidenten Muhammad Husni Mubarak. Seine Regierung hatte sich seit langem durch fehlendes Mitspracherecht der Bürger und Korruption in Staat und Wirtschaft den Missmut der ägyptischen Bevölkerung zugezogen. Anhand von vier Einzelschicksalen zeigt Mahmoud die unterschiedlichen Beweggründe für die Revolution, die am 28. Jänner im „Tag des Zornes“ gipfelte. Als Grundlage für sein Libretto dienen ihm unter anderem die autobiographischen Berichte eines Ehepaares, sowie die Geschichte eines Vaters und dessen Tochter, die ihn dazu bewegte, bei der Revolution mitzuwirken, obwohl er anfangs alles andere als überzeugt davon war.

Durch ihre Augen verfolgen wir die individuellen Schicksale von Menschen, die ihre Erlebnisse festgehalten haben und bis zum heutigen Tage weiter ihren persönlichen Weg im Rahmen der Revolution dokumentieren.
Der in Kairo geborene Komponist und Instrumentalist Hossam lebt seit 1990 in Österreich. Seine Kompositionen wurde u. a. vom stART Festival in Salzburg, beim Festival d’Automne in Paris und bei den Klangspuren in Schwaz, sowie bei der Salzburger Biennale 2009 uraufgeführt. Bisher schuf er drei Bühnenwerke, die sowohl in der Kollegienkirche in Salzburg als auch an den Opernhäusern von Kairo und Alexandria gespielt wurden. „18 Tage…..“ entsteht als Auftragswerk des Salzburger Landestheaters.
 

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