Diknu Schneeberger Trio – Friends

Er zählt zu jenen seltenen Ausnahmetalenten, denen eine glorreiche Zukunft vorhergesagt wird. Diknu Schneeberger, Gitarrist und gerade einmal 23 Jahre alt, gehört für nicht wenige Experten zu den aktuell am meisten funkelnden Sternen auf dem Gypsy-Jazz Himmel. Längst nicht mehr nur hierzulande eine Größe, hat sich in Wien geborene Musiker inzwischen auch schon international einen hervorragenden Ruf erarbeiten bzw. erspielen können. Als österreichische Antwort auf den legendären Django Reinhardt abgefeiert, offenbart der junge Musiker, wie auch auf dem eben erschienenen neuen Album „Friends“ (City Park Records) zu hören ist, ein von einer solchen Virtuosität und rhythmischen Präzision getragenes Spiel, das man sonst nur von den wahren Meistern des Gipsy-Swings kennt. Live zu sehen, gibt es Diknu Schneeberger im Trio gemeinsam mit seinem Vater Joschi Schneeberger (Bass) und seinem ehemaligen Lehrer Martin Spitzer (Gitarre) am 19. Februar im Wiener Jazzland.

Spricht man von Diknu Schneeberger, so kann man ohne weiteres von einem Phänomen sprechen. Bedenkt man nur, dass der 1990 in Wien geborene Musiker gerade einmal 14 war, als er mit dem Gitarren-Spielen begonnen hat und nur 2 Jahre später als herausragendes Talent mit dem begehrten Hans Koller Preis ausgezeichnet worden ist, verwundert es nicht, dass man einfach nur ins Staunen gerät. Der junge Wiener besitzt alles, was einen Gitarrist von Klasse ausmacht. Er hat diese fast unvergleichliche seltene Fingerfertigkeit, die musikalische Finesse, das ausgeprägte Gefühl und Gespür für Melodien und den notwendigen Spielwitz, der die Stücke erst überhaupt mit Leben erfüllt.

Im Trio flankiert von seinem Vater Joschi Schneeberger und seinem einstigen Mentor Martin Spitzer und in machen Nummern unterstützt von Beni Schmid (Violine), Herbert Swoboda (Klarinette) und Bertl Mayer (Harmonika) spannt der 23-Jährige, der inzwischen die Konzerthallen von England über Frankreich bis Mexiko füllt, auf seinem neuen Album „Friends“ einen musikalischen Bogen, der von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht und die Tradition ebenso wenig außer Acht lässt wie die Moderne. Der Gitarrist formt sich im virtuosen Spiel seine eigene unverkennbare musikalische Sprache, die genährt aus Einflüssen aus dem Jazz, Soul, Blues, Swing und der Wiener Schrammelmusik, vor allem in einer beeindruckenden Klangvielfalt ihren Ausdruck findet. Kurz: Gypsy-Jazz at it`s best. (mt)

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