
Spricht man von Diknu Schneeberger, so kann man ohne weiteres von einem Phänomen sprechen. Bedenkt man nur, dass der 1990 in Wien geborene Musiker gerade einmal 14 war, als er mit dem Gitarren-Spielen begonnen hat und nur 2 Jahre später als herausragendes Talent mit dem begehrten Hans Koller Preis ausgezeichnet worden ist, verwundert es nicht, dass man einfach nur ins Staunen gerät. Der junge Wiener besitzt alles, was einen Gitarrist von Klasse ausmacht. Er hat diese fast unvergleichliche seltene Fingerfertigkeit, die musikalische Finesse, das ausgeprägte Gefühl und Gespür für Melodien und den notwendigen Spielwitz, der die Stücke erst überhaupt mit Leben erfüllt.
Im Trio flankiert von seinem Vater Joschi Schneeberger und seinem einstigen Mentor Martin Spitzer und in machen Nummern unterstützt von Beni Schmid (Violine), Herbert Swoboda (Klarinette) und Bertl Mayer (Harmonika) spannt der 23-Jährige, der inzwischen die Konzerthallen von England über Frankreich bis Mexiko füllt, auf seinem neuen Album „Friends“ einen musikalischen Bogen, der von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht und die Tradition ebenso wenig außer Acht lässt wie die Moderne. Der Gitarrist formt sich im virtuosen Spiel seine eigene unverkennbare musikalische Sprache, die genährt aus Einflüssen aus dem Jazz, Soul, Blues, Swing und der Wiener Schrammelmusik, vor allem in einer beeindruckenden Klangvielfalt ihren Ausdruck findet. Kurz: Gypsy-Jazz at it`s best. (mt)
Diknu Schneeberger