„Einen bleibenden Eindruck hinterlassen“ – Leo Ihrybauer im mica-Interview

Leo Ihrybauer, Schlagzeuger aus dem Pielachtal, in Wien lebend und arbeitend, hat ein neues spannendes Projekt am Start. Ein Solo-Projekt. Ende Juli 2025 bat er Freunde und Bekannte zum Musikvideo-Dreh für seine Single „Willkommen im Klub“ ins Kaffee Weingartner in Wien. Petra Ortner war dabei und plauderte mit Leo über seine künstlerische Arbeit.

Ich freue mich, mit dir ein wenig über deine Musik sprechen zu können.

Leo Ihrybauer: Ganz ehrlich, ich hatte eigentlich richtig große Angst davor. Wegen dir.

Große Angst? Wegen mir?

Leo Ihrybauer: Nimmst du das schon auf? Ok! Lass das ruhig dabei, das ist was zum Lachen. Ich weiß ja, dass du Musikjournalistin bist. Aber als ich dich angeschrieben habe, dachte ich mir dann so „Glaubt sie jetzt, dass ich sie interviewen will? Und nicht, dass sie mich interviewen soll?“ (lachen) Dann wollte ich es einfach darauf ankommen lassen. Aber ich kann dich auch gerne interviewen. Ich hab‘ auch schon mal Interviews gemacht.

Nein, alles gut. Ich stelle die Fragen!  Du hast jetzt also deine eigene Musik gemacht.

Leo Ihrybauer: Richtig. Zum ersten Mal eigentlich. Ich hatte früher hunderttausend Bands, habe Musik studiert und habe da teilweise aktiv in neun, zehn, elf Bands gespielt. In einer Band aktiver, in anderen weniger. Ich war da immer in der letzten Reihe als Schlagzeuger, was eh super ok war. Nur… ich will da niemanden schlechtreden oder so, weil alles seine Berechtigung hat. Es gibt – für meinen Geschmack – ganz viele Bands in Österreich, die sich dann das gewisse Etwas für ein „Kommerziell-G’schichtl“ nicht zutrauen. Vielleicht denken sie sich, dass es einfach nicht passt. Oder sie können sich mit dem Ganzen nicht identifizieren. Und ich mache genau das jetzt gerade zum ersten Mal. Das heißt, ich will voll auf den Kommerz drücken, aber nur so weit, wie ich dafür auch geradestehen kann.
Ich werde jetzt sicher kein Musik-Influencer, der etwas veröffentlicht und dann sagt „Hey, schickt das auch der Oma, denn jedes Like zählt!“ Ich will da niemanden schlecht machen. Ich will da „auf den Putz hauen“, so wie ich es auch sonst in meinem Leben mache. Also einen bleibenden Eindruck hinterlassen, hoffentlich einen positiven.

Wann hattest du die erste Idee davon, eigene Musik zu veröffentlichen?

Leo Ihrybauer: Ganz ehrlich? Ich habe von meiner Kindheit an, bis vor rund fünf Jahren immer mit Bands Musik geschrieben. Immer mit anderen Leuten gemeinsam. Das ist ein ganz anderer Zyklus, als alleine etwas zu schreiben. Ich habe auch als Kind Lieder geschrieben, aber die sind nichtssagend. Meine jetzigen Lieder sagen auch nichts und man kann da sehr viel in sie hineininterpretieren. Aber das ist jetzt etwas anderes. Ich bin der Meinung: Wenn du im Leben nichts erlebt hast, dann kannst du auch nichts erzählen. Und schon gar kein Lied schreiben. Als ich mit der Uni fertig war, war ich selbständig mit einer Videoproduktions-Firma, was aber in die Hose ging und ich mit ganz schön vielen Schulden und allem Drum und Dran dastand. Damals habe ich eigentlich mein komplettes Leben „auf den Haken gehängt“ und bin in die Gastronomie quer-eingestiegen. Ich war am Arlberg arbeiten, kam zurück nach Wien – die Schulden waren immer noch nicht abbezahlt. Dann habe ich in einem Kaffeehaus gearbeitet, war im Schwarzen Kamel im ersten Bezirk. Und obwohl ich mich immer als Vollblut-Musiker gesehen habe, hatte ich das zu der Zeit komplett ausgeschaltet. Ignoriert. Weil ich wusste, dass es eh nichts „zu reißen“ gibt.

Seit rund vier Jahren bin ich jetzt bei den Österreichischen Bundesbahnen, die besten Arbeitgeber überhaupt, und mit dieser Arbeit kam die Muse wieder und ich hatte wieder die Energie, etwas anzugreifen. Wieder Musik zu machen. Davor habe ich jedem abgesagt. Ich habe zum Beispiel sporadisch bei Andy Baum gespielt, aber nichts wirklich aktiv, dass man sagen hätte können: Er ist wieder im Geschäft, in der Szene.

Vor zwei Jahren dachte ich mir dann, dass ich eigentlich schon sehr lange Kenntnisse auf digitalen DRW’s wie Appleton habe und begann wieder sukzessive Musik zu produzieren. Irgendwann habe ich das, was entstanden ist, meinem besten „Haberer“ gezeigt – meiner Meinung nach einer der besten Gitarristen in meinem Leben. Nachdem ich meine Sachen das erste Mal abgespielt hatte, meine er „Noch einmal!“ Insgesamt hat er sich alles drei Mal angehört und dann gemeint „Das ist ja gar nicht so deppert.“ Da wusste ich, dass es nicht so schlecht sein konnte. Ich hab‘ ihn gefragt, ob er ein paar Gitarren für mich einspielen will, was er dann auch gemacht hat.

Obwohl ich ein sehr selbstsicherer Mensch bin, aber sobald du Kunst machst, ist das etwas Persönliches. Da braucht man einfach etwas Zeit. Die Sachen haben aber dann auch in meinem Freundeskreis Anklang gefunden. Die besten Musiker, die ich so an der Hand habe, spielen alles für mich ein. Ich produziere alles selbst. Und so schieße ich jetzt alle meine Sachen raus!

Hast du von der früheren Zusammenarbeit mit Musikern „etwas mitnehmen können“? Oder gehst du jetzt musikalisch in eine ganz andere Richtung?

Leo Ihrybauer: Musikalisch gehe ich jetzt auf alle Fälle in eine ganz andere Richtung. Aber ich möchte keine Sekunde missen. Es gibt auch mit niemandem böses Blut. Im Gegenteil! Es ist jetzt schon etwas Anderes. Aber die früheren Kollaborationen haben mir definitiv etwas gebracht. Mit einer Band fünf, sechs Wochen auf Tour zu sein. Jeden Tag das Schlagzeug aufbauen. Du spielst fünf Mal hintereinander nur vor dem Kellner. Wenn du dann aber trotzdem die Muse an den Tag legst und spielst, als ob da 10.000 Leute vor dir stehen würden, dann machst du das wirklich gerne. Und, was kann der Kellner dafür… (lachen)

Was war dein bisher größtes Konzert?

Leo Ihrybauer: Das kann ich dir gar nicht mehr sagen. Ich habe in meinem Leben, ungelogen, sicher um die 800 bis 900 Auftritte gespielt. Da waren ungefähr 30 bis 40 Konzerte dabei, die auf größeren Bühnen oder Festivals stattgefunden haben. Aber… was war da so ein richtig großes Konzert? Vor Seiler und Speer war ich einmal Support auf der Burg Clam. In der Burgarena Finkenstein vor Gert Steinbäcker. Im VAZ in St.Pölten hab ich mehrmals mit She and the Junkies gespielt, dort haben wir auch einen Bandcontest gewonnen, als es sowas noch gab.

Gut, also in den letzten beiden Jahren hast du wieder Musik geschrieben.

Leo Ihrybauer: Genau! Und zum ersten Mal auch gesungen!

Oh! Was war beim Songschreiben die größte Herausforderung für dich?

Leo Ihrybauer: Ganz ehrlich. Gar nichts. Ich bin nicht diese Art von…, also Künstler bist du, wenn das jemand anderer über dich sagt. Ich bin ein „Hackler“. Und wenn ich Sachen mache, dann mache ich sie genau so wie im Kaffeehaus, bei der Eisenbahn oder eben auch in der Musik. Ich habe mir absichtlich nichts aus der Nase gezogen. Mein Musikgeschmack ist wirklich „schizophren“ – ich habe Jazz- und Popularmusik studiert – und wenn du meine Playlist auf shuffle („gemischt“) hörst, gibt es da von Abba bis Zappa, wie man so schön sagt, alles darin. Was mir extrem gut gefällt ist meistens aus den 80er Jahren.

Bild Redakteurin Petra Ortner mit Leo Ihrybauer Petra Ortner
Redakteurin Petra Ortner mit Leo Ihrybauer © Petra Ortner

Ich arbeite zum Beispiel mit Samples vom Linn Drumcomputer. Das sind die Samples, mit denen damals Madonna, Elton John, Falco, David Bowie und wie sie alle hießen, gearbeitet haben. Die funktionieren nach wie vor. Ein Überbleibsel von all den „Radio-Sounds“. Etwas, das heute immer noch so klingt wie damals. Eigentlich wusste ich genau, was ich will. Und das Gute an der ganzen Geschichte ist, das alles auf meine Stimmlage und meinen Charakter ausgelegt ist. Das eventuell Forderndste an der Geschichte ist, dass ich nicht explizit detailreich Geschichten erzählen möchte. Es sind eher kurz angerissene Geschichten. Ganz wichtig: Mit Wörtern, die man so im Songtext nicht erwarten würde. Deutsche Wörter, die ich einfach in ein anderes Licht stelle, und die so auf einmal wieder „salonfähig“ werden. Ich habe vorhin eben mit einem Freund gesprochen und der hört in dem Lied etwas ganz anderes als andere. Das soll auch so sein.

Gesungen wird in Mundart.

Leo Ihrybauer: Ja. Aber es ist trotzdem „Logenfähig“. Es ist schon rotzig, aber nicht so rotzig, wie man es zum Beispiel von Wanda kennt. Es ist definitiv kein Rock oder sowas. Was aber nicht heißt, dass es nicht impulsiv und druckvoll sein kann. Es ist etwas, was meiner Meinung nach gerade ein wenig fehlt in der österreichischen Musiklandschaft. Was wir vielleicht schon einmal ein wenig mehr hatten.

Du hast keine Angst, dass die Mundart nicht überall verstanden wird? In Deutschland zum Beispiel?

Leo Ihrybauer: Nein. Wir Österreicher sind für Deutschland solche Exoten, dass es auf jeden Fall dort geht. Georg Danzer war in Deutschland sehr bekannt, und das kommt nicht von ungefähr. Und gleichzeitig habe ich auch folgendes immer ein wenig im Hinterkopf: Da es im Deutschen so viele Wörter gibt, die so schön zusammenfließen, dass man gar nicht an Deutsch denkt, sondern an irgend so ein cooles Wort. Die erste Single „Willkommen im Club“ ist jetzt vielleicht ein blödes Beispiel. Aber es soll nicht immer alles Gesungene gleich offensichtlich sein. Schon auch, wenn man genau zuhört.

Wir sind hier ja gerade mitten in einem Video-Dreh von dir. Was ist beim Dreh die größte Herausforderung?

Leo Ihrybauer: Naja. Dass ich hier nebenbei auch noch arbeiten muss. Und ich gleichzeitig so eine Menge Leute eingeladen habe, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, und mit denen ich mich ja eigentlich auch gerne unterhalten würde. Es lassen mich eh alle brav in Ruhe und ich hoffe, dass wir dann noch im Anschluss ein wenig Zeit zum Zusammensitzen haben. Aber sonst? Ich komme von der Musik, ich komme vom Video-Bereich. Die Burschen können mir nichts erzählen. Ich weiß, worum es geht, also muss mir keiner irgendwas erklären. Und ich habe ein Mörder Team hinter mir, wo jeder vollen Einsatz leistet und ich mich nicht um alles kümmern muss. Naja. Ein wenig freu ich mich heute auch schon aufs Bett (lachen).

Eine vielleicht seltsame Frage, aber: Was willst du mit deinem Album erreichen? Vielleicht eine gute Platzierung in den Charts (mit Augenzwinkern)?

Leo Ihrybauer: Ja! Das auf alle Fälle! Alles andere ist doch Zeitverschwendung, bitte (lachen). Nein, aber ernsthaft. Diese Frage habe ich mir anders schon einmal selbst gestellt. Aber wie habe ich da getan? Prinzipiell geht es ja um nichts. Also ich gebe dir jetzt vielleicht eine Antwort, die mit deine Frage so nichts zu tun hat. Memes – ich denke, das ist heute jedem schon ein Begriff. Das sind diese Bilder, wo etwas darüber geschrieben steht und das sind dann so Gedankenspiele. Da gibt es ein ganz cooles Meme, wo du unsere Milchstraße siehst und darüber steht „Inside there are your problems“ oder so etwas. Und darum denke ich mir: Es ist so egal, wo wurscht, was jemand von meinem Album hält! Hauptsache mir gefällt es!

Das wollte ich vorhin schon sagen: Ich bin nicht diese Art von Mensch, die schon während der Produktion sagt „Ach, ich freue mich schon so darauf, wenn die Platte rauskommt und ich endlich auf der Bühne sein kann.“ Nein! Im Moment der Produktion gefällt mir das. Es taugt mir auch, wenn ich es abgebe und es wieder zurückkommt und dann das Coverart gemacht wird, mit allen Leuten, die mitmischen. Auch, weil ich den ganzen Prozess schon sehr oft mitgemacht habe. Ohne, sonst würde ich nicht hier sitzen, riesengroße Früchte geerntet zu haben. Ich geh hier schon aufs Volle. Absolut. Ich drück einfach drauf.

Wird es dann auch mal eine Tour geben? Im nächsten Jahr vielleicht?

Leo Ihrybauer: Produktionen sind jetzt nur ein „Beiwagerl“. Das ist jetzt nicht meine Profession, ich habe es mir aber in den letzten zwei Jahren wieder ganz gut angeeignet. Es ist aber nicht mein Hauptmittelpunkt. Meine Expertise beginnt wirklich erst, wenn wir damit dann auf die Bühne gehen. Ich bin aber noch lange nicht dort, eine Band zusammenzustellen, da es im Vorhinein noch so viele Sachen zu erledigen gibt.

Bild des Musikers Leo Ihrybauer
Leo Ihrybauer © Leo Ihrybauer

Wie würdest du die Musik deiner Debüt-Arbeit selbst beschreiben? Austropop?

Leo Ihrybauer: Es schnalzt. Es ist etwas mit Austro. Also der Überbegriff ist fix Austropop. Es ist Popmusik. Es ist eine Kopie meines Lebens, aber ein wenig abgeändert und übermalt. Weil Popmusik darf alles. Das hat man früher auch so gemacht. Plötzlich steht da einer mit einem Umhang da und keiner weiß warum. Dabei steht der so da, einfach nur weil es gut aussieht. Und so sehe ich mich auch. Geschichten erzählen. Wie der Phil Collins irgendwie. Um den es wirklich sehr schade ist.

Wie siehst du die momentane österreichische Musikszene? Gibt es derzeit wieder eine kleine Flaute, oder ist das nur mein Gefühl?

Leo Ihrybauer: Sagen wir einmal so: Es strotzt vor Menschlichkeit. Das Internet, mit dem ich groß wurde, gibt es so nicht mehr. Ich verstehe das mit dem Datenaustausch, Informationsaustausch und woher ich Informationen bekomme. Früher wurden 100 Platten pro Woche released, jetzt sind es 10.000. Wir haben das Problem eigentlich international. Bestes Beispiel ist Social Media. Ich will da jetzt kein Medium speziell hervorheben, aber: Da gibt es einen Trend, den die ganze Welt mitmacht. Dann flacht das wieder ab und irgendwann ist es einfach wieder weg. Das Gleiche ist mit Meinungen. Die ganze Welt hat mittlerweile die gleiche Meinung. Irgendwer macht einen Post und dann wissen es auf einmal alle und keiner denkt weiter darüber nach. Es ist inzwischen alles so supraliminal geworden. Und das geht mir so auf die Nerven. Weil alles so vereinheitlicht wird. Das ist in der Musik auch so. Man kann Englisch singen. Absolut, ja. Aber warum sollte ich jetzt, so sehe ich mich auch nicht, angloamerikanische Musik reproduzieren? Vielleicht vom Sound her. Aber musikalisch ist das eh ein Potpourri aus hunderttausend Ecken, die mir gefallen.

Angenommen: Ich suche dir jetzt vier Bands aus dem gleichen Genre und sage dir nicht, woher die kommen. Du kannst es vielleicht am schlechten Englisch heraushören, aber mittlerweile gibt es auch österreichische Bands, die wahnsinnig gut Englisch können. Aber die Musik per se ist schon so gleich geworden. Darin sehe ich mich überhaupt nicht. Ich will aus diesem „Einheitsbrei“ ein wenig hervorstechen!

Darum mache ich Musik so, wie sie mir gefällt. Ich muss sie auch am öftesten hören. Ich bin auch sicher keiner, der sagt „Ich mach das einmal und dann greife ich es nie wieder an.“ Ich bin von dem Ganzen wirklich überzeugt. Ich mache alles selbst. Ein wenig wie Phil Collins. Der hat sich zum Beispiel auch kein Studio gemietet, sondern das ganze Equipment in sein Schlafzimmer gestellt. Das kann ich meinen Nachbarn nicht antun. Die würden mir den Kopf abreißen. Aber er hat auch aufgenommen, wann immer es gepasst hat. Wenn er es gerade gefühlt hat. Dazu gäbe es noch einiges zu sagen, aber dann würdest du dir meine Sachen nicht mehr anhören.

Ohhhhhh.

Leo Ihrybauer: Nein. Ich kann die Katze nicht aus dem Sack lassen. Oder vielleicht schon? Ich weiß nicht.

Lass es einfach raus.

Leo Ihrybauer: Gut. Wir sind mittlerweile ja schon an einem technologischen Punkt angekommen, wo du mit deinem depperten iPhone eigentlich sehr adäquat filmen kannst. Es gibt Kinofilme, die mit dem iPhone gedreht wurden. Gleichzeitig gibt es aber auch in der Tonqualität, wenn du jetzt damit etwas aufnimmst, Mörder-Output. Es kommt wirklich darauf an, was du damit machst, aber als ich noch Gefilmt habe, hab ich viel Voice Over mit dem Handy gemacht. Nah-Besprechung, guten EQ draufgelegt, Kompressor – so wie du es halt machst. Wenn du davor nichts komplett Professionelles angehört hast, merkst du keinen Unterschied.

Ich singe also zu einem großen Teil ins Handy. Eine Nummer gibt es zum Beispiel, ich verrate aber nicht, welche es ist, die ist wirklich zu 100 Prozent auf dem iPhone aufgenommen worden. Wir hätten es im Studio probiert. Das ist aber bei Weitem nicht so cool rübergekommen. Darum: Warum nicht? Ich bin aber auch nicht der einzige Künstler, der das so macht. Oder bei einer Nummer ist die akustische Gitarre sehr präsent. Die wurde bei der ersten Demo irgendwie aufgenommen, und mein Produzent Simon meinte „Wann nehmen wir die Gitarre neu auf?“ und ich so: „Gar nicht mehr!“ Weil die einfach genau so passt. Ich dachte mir schon so oft in meiner Karriere „Warum nicht?“ Ich spiele auch schon zu lange Schlagzeug, um zu sagen: „Du brauchst das beste Schlagzeug, das du am besten klingst. Bullshit!“

Ich habe mir zwar ein riesengroßes Ding geleistet. Ein Sonor. Mit hunderttausend Blechen und so. Es macht natürlich Spaß, wenn du das professionell machst und ein Wahnsinns Schlagzeug zum Spielen hast. Aber theoretisch, wenn es um einen guten Sound geht, ist das egal. Die Energie muss stimmen.

Vielen Dank für das Interview.

Petra Ortner

++++

Links:
Leo Ihrybauer (Facebook)
Leo Ihrybauer (Instagram)