In “Keine Panik” kreuzt Kristin Gruber Qualitätsjournalismus mit den schrägen Mitteln von Late Night Talk Shows – nicht für platte Pointen, sondern um vorhersehbare Gesprächsdynamiken zu durchbrechen und auf ungewohntem Weg ans Eingemachte zu gehen.
Diesmal zu Gast ist die Soziologin Laura Wiesböck. Sie ist noch keine 40 Jahre alt und hat bereits Preise erhalten, die andere gegen Ende ihres Lebenswerkes verliehen bekommen. Ihr Fachgebiet: Soziale Ungleichheit mit Fokus auf Digitalisierung, Arbeit und Geschlecht. Laura Wiesböck ist die junge Frau in der Fernsehdiskussionsrunde, die in Ruhe, mit trockenem Humor, Killer-Argumenten und dem Berg an Wissen, den es dazu braucht, viele andere auf ihren Sesseln dumm aussehen lässt. Sie mischt sich fundiert und gewitzt in den gesellschaftspolitischen Diskurs ein – in Medien, über Fachvorträge oder wenn sie eine Rede im Nationalrat darüber hält, wie der Staat Österreich im Gewaltschutz versagt. Ihre Arbeit analysiert die menschliche Sehnsucht nach Überlegenheit, beschäftigt sich mit Coolness als kultureller Praxis oder der Soziologie der Liebe. Aktuell leitet sie die Junior Research Group “Digitalisierung und soziale Transformation” am Institut für Höhere Studien.
Wie immer gibt es im Vorfeld keine Absprachen über Fragen und Themen. Das Publikum wird mittels kollektiver Umfragen eingebunden und kann via SMS Fragen und Kommentare direkt auf das “Keine-Panik”-Handy und live auf die Bühne schicken, sowie auch all jene, die den Talk online mitverfolgen.
Schwesta Ebra macht feministischen Deutschrap und Dancehall Trap, übt Gesellschaftskritik in ihrem Social-Media-Imperium und produziert satirische Kurzvideos an der Schnittstelle von Musik und Comedy. Für “Keine Panik” liefert sie die musikalischen Interventionen dieser Ausgabe.
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