Bild The Ghost And The Machine
Bild (c) The Ghost And The Machine

THE GHOST AND THE MACHINE stellen sich vor

Ein mit bluesigen Elementen angereicherter Folk mit Tiefgang und einer Menge Gefühl – genau einen solchen bekommt man in wirklich überzeugender Form auf dem nun erscheinenden selbstbetitelten Debütalbum des Wiener Dreiergespanns THE GHOST AND THE MACHINE zu hören.

Es ist Album, das doch etwas aus dem Rahmen fällt, weil es eben dem musikalisch Konventionellen nicht wirklich entsprechen will und einen ganz eigenen Ansatz erkennen lässt. Andi Lechner (Gitarre, Gesang), Heidi Fial (Kontrabass, Percussion, Gesang) und Matthias Macht (Schlagzeug) – die drei Köpfe hinter The Ghost And The Machine – beschränken sich auf einige wenige Mittel, um an ihr musikalisches Ziel zu gelangen. Instrumental und soundtechnisch abgespeckt, verfolgt das Wiener Dreiergespann einen fast ausschließlich akustischen Weg und vertraut mehr den eigenen Songwriterqualitäten – die ganz ohne Zweifel vorhanden sind –, als irgendwelchen oberflächlichen Popgesten nachzueifern. Die Musik von The Ghost And The Machine atmet eine sehr eigenständige Note, eine, die sich aus Elementen des modernen Blues, des Folk und auch ein wenig aus Elementen des Pop und Jazz nährt und in einer Vielzahl wirklich großartiger Ideen ihren Ausdruck findet.

Musik tief aus dem amerikanischen Klangkosmos

Cover The Ghost And The Machine
Cover The Ghost And The Machine

Obwohl das Klangkostüm der Nummern eigentlich durchgehend ein sehr reduziertes ist und es eher auf leisen Sohlen daherkommt, wirkt es dennoch erfrischend schwungvoll und in manchen Momenten sogar unerwartet lässig. Auch der musikalischen Vielfalt und Abwechslung lässt das sich zu allen Seiten hin offen zeigende Trio allen Raum. Zu irgendwelchen uninspirierten Wiederholungen lassen sich Andi Lechner, Heidi Fial und Matthias Macht erfreulicherweise nicht hinreißen, vielmehr formen sie aus den Songs eindringliche und berührende Geschichten mit Tiefgang.

Eine weitere Stärke des Erstlingswerks von The Ghost And The Machine offenbart sich zudem in den vielen wunderbar in den Ohren hängen bleibenden Melodien, die allesamt ungemein viel Stimmung erzeugen und die musikalische Szenerie atmosphärisch auf seltsame Weise irgendwo im tiefen amerikanischen Klangkosmos platzieren.

Mit ihrem selbstbetitelten Debüt zeigen The Ghost And The Machine auf jeden Fall schon einmal in richtig überzeugender Manier auf. Die Musik des Wiener Trios hat Hand und Fuß, sie weiß zu berühren wie auch zu unterhalten. Bleibt zu hoffen, dass man von dieser Truppe auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen wird.

Das Album erscheint am 27. Mai.

Michael Ternai

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