Am 9. November 2012 lud die Netzwerkgesellschaft Creative Industries Styria im Rahmen von styrianstylez zum „Music Camp Graz“, bei dem sich die Pop-Musikszene mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Musik auseinander setzte. Wesentliche Themen dabei waren Crowdfunding, Booking und Promotion.
Rund 40 Interessierte besuchten am 9. November 2012 im Hotel Weitzer in Graz das „Music Camp Graz“ als netzwerkfördernde musikwirtschaftliche Fortbildung. Die Veranstaltung war an das styrianstylez-Festival angedockt und wurde von der Creative Industries Styria organisiert. Geschäftsführer Eberhard Schrempf über das Ziel des „Music Camp Graz“: „Wir wollen Musikschaffende in der Steiermark besser vernetzen und zur Professionalisierung im wirtschaftlichen Umgang beitragen.“
Konkrete Pläne sind gefragt
Mirko Gläaser von Cardiac Communication Ltd. (www.cardiac-communication.net) sprach über Booking und Promotion in kriselnden Musik-Zeiten. Seine Kernaussage: Jeder Künstler ist für sich selbst verantwortlich und sollte sich einen konkreten Plan zurecht legen. Wichtig sei es dabei, seine Fans genau zu kennen und daraus Rückschlüsse zu ziehen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Crowdfunding auch für weniger bekannte Bands
Dem Thema Crowdfunding widmete sich Malte Graubner von SellaBand Berlin (www.sellaband.de). Er betonte, dass Crowdfunding auch für „No-Name Künstler“ erfolgreich eingesetzt werden kann und nannte als Best Practice Beispiel die niederländische Band JOHN COFFEY (http://johncoffey.nl), die ihr Album mit einer Crowdfunding-Kampagne finanzierte.
Musiklabel aus Eisenerz weltweit erfolgreich
Einen Einblick in seinen Label-Alltag gab Markus Riedler, der in Eisenerz mit Napalm Records (www.napalmrecords.com) eines der größten Musiklabels der Independent Szene führt. Als wesentlichen Erfolgsfaktor nannte Riedler die Heavy Metal-Branche, die er als Niesche bezeichnete.
Förderungen für Künstlerinnen und Künstler
Den Mechanismus des Österreichischen Musikfonds und die Förderungen beschrieb Harry Fuchs, Geschäftsführer des Österreichischen Musikfonds (www.musikfonds.at).
Professionalisierung unerlässlich für nachhaltige Entwicklung
Moderator Chris Riebenbauer (www.rbbr.net) zieht ein positives Resümee nach dem Music Camp 2012: „Die Besucherinnen und Besucher hatten großes Interesse und wir erhielten durchwegs positive Rückmeldungen. Das rege Interesse zeigt durchaus, dass diesbezüglich Fortbildungsbedarf in der lokalen Popmusikszene existiert. Nur durch eine ganzheitliche Professionalisierung des lokalen Repertoires ist auch eine nachhaltige kreativwirtschaftliche Entwicklung im Bereich der Popmusik möglich‘