
Seit nun einem viertel Jahrhundert stellt sich das Klangforum Wien bereits in den Dienst der Vermittlung von heimischer zeitgenössischer Musik. Noch lange bevor andere Orchester und Klangkörper sich mit Neuer Musik auseinanderzusetzen begannen, noch lange bevor diese überhaupt in Österreich richtig wahrgenommen wurde, war es das vom Komponisten und Dirigenten Beat Furrer gegründete Solistenensemble, das erstmals Werke zeitgenössischer Komponisten hierzulande zu erklingen brachte.
Im Rahmen ihrer Konzerte sollte auch das hiesige Publikum die Möglichkeit erhalten, die Musik von Komponisten wie Nono, Scelsi, Xenakis oder Feldman kennen zu lernen. Nun, heute ist der aus 24 Solisten bestehende Klangkörper eines der bedeutendsten musikalischen Aushängschilder des Landes. So zählt es aktuell, neben dem „Ensemble intercontemporain” und dem „Ensemble Modern Frankfurt”, zu den drei weltbesten Ensembles für Neue Musik.

Ganz dem Eigenverständnis des Ensembles nach, sind auch die jährlich stattfindenden Konzertzyklen programmiert. Es soll den BesucherInnen immer etwas Neues geboten werden. So war die Anzahl an Ur- und Erstaufführungen in dem jetzt zu Ende gehenden Zyklus wieder einmal beeindruckend. Zu Abschluss gibt es nochmals vier besondere Werke. Diese sind „Bruchstück: geträumt“ von Friedrich Cerha, „giano, repainted“ von Aureliano Cattaneo, „Konzertkammer“ von Brice Pauset und „¿Adonde / Wohin?“ von Hans Zender.(mt)
Fotos: Lukas Beck
Klangforum Wien