Klangforum Wien beschließt Konzertzyklus im Konzerthaus

Mit einem Musikabend unter dem Titel “Vorwärts zu den Wurzeln – Die wachsenden Ringe” im Wiener Konzerthaus am 18. Juni beschließt das Klangforum Wien seinen Konzertzyklus 2009/2010. Einmal mehr bietet das international renommierte Ensemble für zeitgenössische Musik unter der Leitung von Sylvain Cambreling seinem Publikum hoch interessante Erst- und Urauführungen. Diesmal am Programm stehen Werke von Friedrich Cerha, Aureliano Cattaneo, Brice Pauset und Hans Zender.

Seit nun einem viertel Jahrhundert stellt sich das Klangforum Wien bereits in den Dienst der Vermittlung von heimischer zeitgenössischer Musik. Noch lange bevor andere Orchester und Klangkörper sich mit Neuer Musik auseinanderzusetzen begannen, noch lange bevor diese überhaupt in Österreich richtig wahrgenommen wurde, war es das vom Komponisten und Dirigenten Beat Furrer gegründete Solistenensemble, das erstmals Werke zeitgenössischer Komponisten hierzulande zu erklingen brachte.

Im Rahmen ihrer Konzerte sollte auch das hiesige Publikum die Möglichkeit erhalten, die Musik von Komponisten wie Nono, Scelsi, Xenakis oder Feldman kennen zu lernen. Nun, heute ist der aus 24 Solisten bestehende Klangkörper eines der bedeutendsten musikalischen Aushängschilder des Landes. So zählt es aktuell, neben dem „Ensemble intercontemporain” und dem „Ensemble Modern Frankfurt”, zu den drei weltbesten Ensembles für Neue Musik.

Das musikalische Repertoire des Klangforums umfasst die bedeutendsten Werke der Klassischen Moderne wie auch Werke junger, vielversprechender KomponistInnen sowie Stücke aus dem experimentellen Jazz und der freien Improvisation. Und gerade diese Offenheit, Vielseitigkeit und Experimentierfreudigkeit macht es zu einem der gefragtesten Orchester weltweit.

Ganz dem Eigenverständnis des Ensembles nach, sind auch die jährlich stattfindenden Konzertzyklen programmiert. Es soll den BesucherInnen immer etwas Neues geboten werden. So war die Anzahl an Ur- und Erstaufführungen in dem jetzt zu Ende gehenden Zyklus wieder einmal beeindruckend.  Zu Abschluss gibt es nochmals vier besondere Werke. Diese sind „Bruchstück: geträumt“ von Friedrich Cerha, „giano, repainted“ von Aureliano Cattaneo, „Konzertkammer“ von Brice Pauset und „¿Adonde / Wohin?“ von Hans Zender.(mt)

Fotos: Lukas Beck