KICK JAZZ 2026

Vorhang auf für den heimischen Jazz: KICK JAZZ, eine Kooperation von Austrian Music Export und dem Wiener Porgy & Bess, bringt am 2. und 3. Dezember 2026 vielversprechende Acts der österreichischen Jazzszene auf die Bühne. Das Showcasefestival bietet Einblick in eine Szene, die sich durch stilistische Offenheit und unterschiedliche musikalische Zugänge auszeichnet.

Den ersten Festivaltag bestreitet unter anderem das Jordina Millà Trio, in dem die Pianistin Jordina Millà, der E-Gitarrist Kenji Herbert und die Kanun-Spielerin Sofia Labropoulou unterschiedliche musikalische Hintergründe in einen offenen, von Improvisation geprägten Dialog bringen. Terrea wiederum verbindet unter der Leitung des Pianisten und Komponisten Amir Ahmadi iranische und arabische Musiktraditionen mit zeitgenössischem Jazz. Eine besondere Rolle spielt dabei das Claviton, dessen mikrotonale Möglichkeiten neue harmonische und melodische Wege eröffnen. Mit fudge summer treffen R’n’B, Hip-Hop, Electronica und improvisierte Musik aufeinander: Sängerin und Keyboarderin Sara Filipova und Schlagzeuger sowie Sample-Künstler Max Plattner verbinden eingängige Melodien mit elektronischen Texturen und vielschichtigen Grooves.

Am zweiten Tag steht unter anderem das Duo Bouroyen Reisigl auf dem Programm. Amina Bouroyen und Anna Reisigl erkunden mit Stimme und Kontrabass die Schnittstellen von Jazz, Liedform und experimenteller Musik und setzen dabei auf ein fein abgestimmtes Zusammenspiel. doubleMe3 bewegt sich zwischen Contemporary Jazz, Pop und elektronischen Klängen und entwickelt aus Saxofon, Kontrabass und Schlagzeug ein facettenreiches musikalisches Gefüge. Für einen deutlich kantigeren Zugang sorgt X!XU: Das Trio verknüpft Noise, Club-Beats, Grooves und Dissonanzen mit Einflüssen aus der Jazztradition und lässt daraus eine eigenwillige, von spontanen Ausbrüchen geprägte Klangsprache entstehen.


Mittwoch 2. Dezember 2026

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Jordina Milla Trio

Das Trio besteht aus Kenji Herbert (E-Gitarre), Sofia Labropoulou (Kanun) und Jordina Millà (Klavier). Gemeinsam gehen sie im Rahmen ihrer künstlerischen Forschung einer Reihe von Fragen nach: Was geschieht, wenn zukunftsorientierte Improvisationsmusiker die Grenzen des klanglich Möglichen ausloten und dabei zugleich die reichen Traditionen respektieren, die diese Instrumente geprägt haben? Bei der Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Fragen führen sie musikalische Dialoge, die von ihren persönlichen Geschichten, ihrer Neugier sowie einer intuitiven und empathischen Kommunikation geprägt sind.

Jordina Milla: Piano
Sofia Lapropoulou: Kanun
Kenji Herbert: Gitarre

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Terrea

Terrea eröffnet eine neue Perspektive auf die Musik des Nahen Ostens – insbesondere des Iran –, indem das Ensemble ein neues Licht auf deren reiche musikalische Traditionen wirft. Ziel ist es, das Narrativ rund um die Musik dieser Region neu zu definieren.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das bemerkenswerte, von Georg Vogel gebaute Instrument „Claviton“, das 31 Töne pro Oktave bietet. Es bildet ein besonderes Highlight und ermöglicht es dem Komponisten und Pianisten Amir Ahmadi, ein von ihm entwickeltes, auf iranischer und arabischer Musik basierendes Stimmungssystem anzuwenden. Dieser wegweisende Ansatz erlaubt die Schaffung polyphoner Strukturen, die das melodische Vokabular der iranischen und arabischen Musik aufgreifen und diese Elemente nahtlos mit einem modernen Jazz-Stil verweben, ohne dabei die traditionellen Aspekte zu vernachlässigen.

Amir Ahmadi: Claviton
Sarvin Hazin: Violine
Anna Maria Niemiec: Cello

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fudge summer

fudge summer bewegt sich mühelos zwischen den Klangwelten von R’n’B, Hip-Hop, Electronica und improvisierter Musik und entwickelt daraus eine eigene, zeitgemäße Tonsprache. Die Sängerin und Keyboarderin Sara Filipova sowie Schlagzeuger und Sample-Künstler Max Plattner verbinden eingängige Melodien, organische Grooves und elektronische Texturen zu einem vielschichtigen Sound, der zugleich verspielt und präzise wirkt. Ihre Musik lebt vom spontanen Austausch, von überraschenden Wendungen und einer spürbaren Offenheit für klangliche Experimente. Warme Vocals treffen auf pulsierende Beats, atmosphärische Flächen auf rhythmische Raffinesse. So entsteht ein facettenreiches Hörerlebnis, das stilistische Grenzen hinter sich lässt und mit kreativer Energie, musikalischer Eleganz und einer unverwechselbaren Dynamik begeistert.

Max Plattner: Drums, Sample Pad,
Sara Filipova: Vocals, Keys

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Donnerstag, 3. Dezember 2026

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Duo Bouroyen Reisigl

Duo Bouroyen Reisigl lotet mit Stimme und Kontrabass die Kraft des Wenigen aus. Die in Wien lebenden Musikerinnen Amina Bouroyen und Anna Reisigl erschaffen aus sparsamen Mitteln eine Klangwelt von bemerkenswerter Dichte und Ausdrucksstärke. Zwischen Jazz, Liedform, Improvisation und experimenteller Klangkunst entwickelt sich ein feines musikalisches Gewebe, das von Offenheit, Sensibilität und gegenseitigem Zuhören geprägt ist. Bouroyens warme, nuancenreiche Stimme und Reisigls resonanter Kontrabass begegnen einander auf Augenhöhe und entfalten einen intimen Dialog voller poetischer Zwischentöne. Die Musik wirkt transparent und fragil, öffnet jedoch zugleich weite Räume für spontane Entwicklungen und atmosphärische Verdichtungen. Jeder Ton hat Gewicht, jede Geste Bedeutung. So entsteht ein ebenso ruhiges wie spannungsvolles Hörerlebnis, das nicht auf große Effekte setzt, sondern seine Wirkung aus Nähe, Tiefe und einer faszinierenden klanglichen Eigenständigkeit bezieht.

Amina Bouroyen: Vocals
Anna Reisigl: Bass

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doubleMe3

double Me3 bewegt sich in einem faszinierenden Zwischenraum aus Contemporary Jazz, Avantgarde, Pop und elektronischer Klangkunst. Das Trio entwickelt aus Saxophon, Kontrabass, Schlagzeug und behutsam eingesetzten Effekten einen Sound, der gleichermaßen warm und elegant wie neugierig und experimentierfreudig wirkt. Die ungewöhnliche Instrumentierung eröffnet ungewohnte Freiräume und lenkt den Fokus auf Klangfarben, Dynamik und das feine Zusammenspiel der Musiker. Fließende Melodielinien, subtile Soundscapes und rhythmische Verdichtungen verbinden sich zu einer Musik, die stets in Bewegung bleibt. Ruhige, beinahe schwebende Passagen gehen organisch in spannungsgeladene Steigerungen über, während akustische und elektronische Elemente zu einer atmosphärisch dichten Einheit verschmelzen. So entsteht ein vielschichtiger Klangkosmos voller Tiefe, Kontraste und emotionaler Resonanz.

Luca Weigl: Bass
Lan Sticker: Tenor Saxofon
Rafael Denkmayr: Drums

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X!XU

Noise, Groove, Club Beats, Dissonanzen und plötzlich in sich ruhende Klangflächen sind die Einzelteile der Musik von X!XU. Weitere Zutaten sind eine extreme Spielfreude und die Bereitschaft für ein ekstatisches Ausbrechen. Das Trio hat die Jazztradition nie hinter sich gelassen, aber die Querköpfe der Geschichte gut studiert und daraus ein verspieltes Repertoire entwickelt, das auf eines hinaus zielt: Unverwechselbarkeit.

Valentin Goidinger: Gitarre
Alexander Matheis: Bass
Patrick Pillichshammer: Drums

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