Bild Federspiel
Federspiel (c) Maria Frodl

FEDERSPIEL – „Smaragd“

Vor zwölf Jahren als unbekannte Formation mit dem Vorhaben gestartet, die alpenländische Blasmusik dem Zeitgenössischen zuzuführen, kommen FEDERSPIEL mit „Smaragd“ (col legno), ihrem am 11. November erscheinenden vierten Album, nun endgültig in der Spitzenliga der internationalen Weltmusikszene an.

Von der kleinen lokalen Bühne auf die große internationale, der niederösterreichischen Bläser-Combo Federspiel ist in den vergangenen Jahren das gelungen, was vielen anderen Formationen leider verwehrt bleibt, nämlich sich außerhalb der Heimat einen Namen zu machen. Viele, viele ausverkaufte Konzerte rund um den Globus und Einladungen zu bedeutenden Festivals der Weltmusik und des Jazz zeigen, in welche Dimensionen Federspiel mittlerweile vorgedrungen sind. Warum die Formation eine solche Entwicklung hingelegt hat, zeigt „Smaragd“ auf die wohl eindrucksvollste Art und Weise. Es ist schlicht und einfach ein atemberaubendes musikalisches Feuerwerk, das von Ayac Iuan Jimenez-Salvador (Trompete, Flügelhorn, Gesang), Frédéric Alvarado-Dupuy (Klarinette, Gesang), Matthias Werner (Posaune, Gesang), Philip Haas (Trompete, Flügelhorn, Gesang), Roland Eitzinger (Tuba, Gesang), Simon Zöchbauer (Trompete Zither, Gesang) und Thomas Winalek (Posaune Basstrompete, Gesang) da abgebrannt wird.

Musik der vielen Sprachen

Cover "Smaragd"
Cover “Smaragd”

Was Federspiel in ihren neuen Stücken zelebrieren, ist der gediegene große weltmusikalische Sound, in dem ausgehend von der lokalen österreichischen Volksmusik die Brücke in kunstvollster Weise hin zu den vielen anderen Musiken, Klangtraditionen und Melodien dieser Welt geschlagen wird. Es ertönt in den Stücken ebenso gediegen-klassisch wie auch verspielt oder großformatig-jazzig, da und dort fast schon elektronisch, osteuropäisch oder alpenländisch-folkloristisch. Hin und wieder klingen auch leichte Elemente des Pop und anderer Richtungen durch, was das ohnehin schon abwechslungsreiche Bild noch facettenreicher werden lässt. Die sechs Blechbläser und der Klarinettist schöpfen musikalisch einmal mehr aus dem Vollen und öffnen der klanglichen Vielfalt wirklich alle Tore.

Ein außergewöhnliches Hörerlebnis

Auf „Smaragd“ wird ausgelassen gefeiert und leichtfüßig getänzelt, es wird wie in einem Labor mit allen Arten von Klängen und Sounds experimentiert, dann wieder fast schon rockig soliert, es wird gesungen und gejodelt, es wird geweint und sich in schönster Weise dem Schwermütigen und Melancholischen hingegeben, um im nächsten Moment plötzlich einen impulsiven russischen Tanz hinzulegen. Federspiel liefern mit „Smaragd“ ein außergewöhnliches Stück Musik ab, eines, das Maßstäbe setzt und in dicken Linien unterstreicht, warum Federspiel dort sind, wo sie sind: ganz oben.

Michael Ternai

Federspiel live
20.10. Tux (A)
21.10. Pulkau (A)
22.10. Hotel Seehof am Ammersee, Herrsching (D)
23.10. Hofbräuhaus, München (D)
02.11. Salle des fêtes, Saint-Martin-d’Aubigny (F)
03.11. Salle Le Normandy, Saint Sauveur le Vicomte (F)
04.11. Espace Culturel, Isigny-Le-Buat (F)
05.11. Espace Culturel „Le Triangle“, Hébécrevon (F)
11.11. Marias Kino, Bad Endorf (D)
12.11. FolkHerbst im Malzhaus, Plauen (D)
15.11. forum KLOSTER, Gleisdorf (A)
24.11. Obere Mühle, Dübendorf (CH)
25.11. Le Singe, Biel (CH)
26.11. KK Thun, Thun (CH)
28.11. Théâtre des Abbesses, Paris (F)
07.12. Konzerthaus, Wien (A)
15.12. Musikverein, Wien (A)
17.12. Kirche Eichstätt, Eichstätt (D)

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