Foto Friedrich Cerha
Friedrich Cerha (c) Hertha Hurnaus / Archiv der Zeitgenossen

„extralive“ im ORF RadioKulturhaus: „Cerha 95 – Das Festkonzert“

Wien (OTS) – Das ORF RADIOKULTURHAUS bringt auch im März wieder Kultur „extralive“ ins Wohnzimmer. Gespräche und Konzerte heimischer Musiker/innen werden live via Videostream gezeigt. Im März stehen neben dem Highlight „Cerha 95 – Das Festkonzert“ anlässlich des 95. Geburtstags von FRIEDRICH CERHA mit drei Uraufführungen (22.3.) auch Konzerte von EMILY STEWART (8.3.), MANUELA DIEM & MARIE THERES STICKLER (10.3.), MARY BROADCAST (16.3.), THE HORNY FUNK BROTHERS (26.3.) u.a. auf dem Programm. Außerdem finden interessante Gespräche, wie z.B. die „Wiener Vorlesungen“ mit RENÉE SCHRÖDER (24.3.) und „Unser vielfältiges Erbe“ mit MARTIN KUŠEJ (25.3.) statt.

Das ORF RadioKulturhaus als digitaler Musikkanal 2020

Das ORF RadioKulturhaus produzierte im letzten Jahr ein hochkarätig-kuratiertes digitales Kulturangebot mit Konzerten, Kabarett-Abenden und Gesprächsreihen im Video-Livestream. So wurde den Künstlerinnen und Künstler weiterhin eine Bühne geboten und dadurch ein wesentlicher Beitrag zum Kulturprogramm geleistet. Mit allein 109 Videostreams in den ersten beiden Lockdowns – 61 Archiv-Konzerte österreichischer Musikerinnen und Musiker und 48 Livestreams (davon 27 Konzerte heimischer Musikschaffender) – hat das ORF RadioKulturhaus Kultur in die Wohnzimmer gebracht. Mitte März 2020 wurde innerhalb weniger Tage ein Online-Streaming-Angebot aus dem Videoarchiv des ORF RadioKulturhauses zusammengestellt. Das Programmangebot reichte vom Herbert Pixner Project, Attwenger & Lukas König, 5/8erl in Ehr’n über Klassik mit Florian Boesch, dem RSO Wien bis hin zu Spoken Word Künstlerin Yasmo & die Klangkantine und Wienerlied-Interpret Nino aus Wien. Mitte Mai wurde der Große Sendesaal für Live-Konzerte ohne Publikum geöffnet. So wurde die Reihe „extralive“ zum digitalen Livekanal des ORF RadioKulturhauses. Dabei waren u.a. Konzerte von Otto Lechner, Ankathie Koi, Sigrid Horn, Hans Theessink, Karl Heinz Schütz (Wiener Philharmoniker) Matthias Loibner & Nataša Mirković und Felix Kramer zu hören. Und in Zusammenarbeit mit Ö1 wurde eine Konzertreihe entwickelt, die jeweils live in der Sendung „On stage“ in Ö1 zu hören sowie auch im Video-Livestream des ORF RadioKulturhauses zu sehen war und ist.

Bild Emily Stewart
Emily Stewart (c) Maria Frodl

Die „extralive“-Programmhighlights im März

Am Montag, den 8. März (19.30 Uhr) ist Emily Stewart „On Stage“ live in Ö1 zu hören und im „extralive“-Videostream zu sehen. Die vielgefragte costa-ricanisch/britische Geigerin und Komponistin präsentiert, begleitet von Lukas Lauermann und Judith Ferstl, ihr Debütalbum „The Anatomy of Melancholy“, das virtuos Klassik, Jazz und Folk mit Improvisation und Singer-Songwritertum verbindet. Songs sowie gesprochene Gedichte und Vignetten aus Robert Burtons gleichnamigem Buch und aus eigener Feder werden mit der Musik zu einem verführerischen Ganzen verflochten.

Am Mittwoch, den 10. März (19.30 Uhr) beweisen die beiden Musikerinnen Manuela Diem & Marie-Theres Stickler ihre Experimentierfreude. Manuela Diem ist in Jazz, Soul, und Gospel verwurzelt, Marie-Theres Stickler in alpiner Musik und Wienerlied. Trotz ihrer verschiedenen Genres verbindet sie vieles und beide experimentieren in unterschiedlichen Ensembles.

Mary Broadcast steht für ganz außergewöhnlichen Pop made in Austria. Die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin ist am Dienstag, den 16. März (20.00 Uhr) in „Live@RKH“ zu hören und spannt gemeinsam mit ihren Mitmusikern Jimi Dolezal, Thomas Hierzberger und Andi Senn den Bogen von ihrem jüngsten Album „Svinx“ hin zu neuen, bisher unveröffentlichten Songs: Am 12. März erscheint mit „PANIC“ die erste Single-Auskopplung aus Mary Broadcasts gleichnamiger neuer Konzept-EP.

Das Highlight im März ist das Geburtstagskonzert für Friedrich Cerha mit drei Uraufführungen: „Cerha 95 – Das Festkonzert“ findet am Montag, den 22. März (20.00 Uhr) statt. Friedrich Cerha, der Doyen der Neuen österreichischen Musik, wurde heuer 95 Jahre alt. Im Festkonzert zu seinen Ehren finden gleich drei Uraufführungen für Orgel, Posaune und Stimme statt. Zu Gast sein werden Walter Voglmayr (Posaune), Wolfgang Kogert (Orgel) und Agata Zubel (Gesang), die Webern Sinfonietta der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Dirigent Ernst Kovacic. Walter Voglmayr, bekannt als Erster Posaunist der Wiener Symphoniker, ist auch Mitglied des Blechbläserensembles Pro Brass, das auf eigenwillige und sehr innovative Weise Musik aus verschiedensten Stilrichtungen verbindet. Friedrich Cerha hat für ihn das Solostück „Otto foglie per trombone solo“ (2018/19) geschrieben, das an diesem Abend zur Uraufführung kommt. Weitere Uraufführungen sind die „Toccata für Orgel solo“ (2020), die von Wolfgang Kogert zu Gehör gebracht wird, sowie die „Vokalise für Sopran und 3 Klarinetten“ (2014), die erstmals von der polnischen Sopranistin und Komponistin Agata Zubel zu hören sein wird. Außerdem stehen das „Konzert für Streichorchester“ (1947-49) und „Musik für Posaune und Streicher“ (2004/05) an diesem Abend auf dem Programm.

Groove, Soul & Funk – so lautet das musikalische Versprechen von The Horny Funk Brothers. Am Freitag, den 26. März (20.00 Uhr) präsentiert die neunköpfige Band rund um Sängerlegende Hubert Tubbs ihren zweiten Longplayer mit dem programmatischen Titel „Funky is the way we roll“: zwölf soulvolle Eigenkompositionen, die sowohl ins Ohr als auch in die Beine gehen. Die Band besticht durch ihren präzisen Bläsersatz, die treibende Rhythmusgruppe und die kraftvolle und zugleich einfühlsame Leadstimme von Tubbs.

Zusätzlich zu den Konzerthighlights darf das Publikum auch interessante Gespräche erwarten: Im Rahmen der „Wiener Vorlesungen“ spricht Universitätsprofessorin i.R. Renée Schröder am Mittwoch, den 24. März (19.00 Uhr) über das Thema „Was ist das Leben? – Die Geschichte eines vielseitigen Moleküls“. Und in „Unser vielfältiges Erbe“ am Donnerstag, den 25. März (19.00 Uhr) bittet Janko Ferk den im zweisprachigen Ort Ruden/Ruda als Sohn Kärntner slowenischer Eltern aufgewachsenen Regisseur und Intendanten des Wiener Burgtheaters, Martin Kušej, zum Gespräch über die Stationen und Orte seines Lebens. Alle weiteren Video-Livestreams der Reihe „extralive“ sind im Detail abrufbar unter https://radiokulturhaus.orf.at/.