Cécile Nordegg – „Triple“

Die allseits bekannte österreichische Schauspielerin CÉCILE NORDEGG [Mama Putz“, Anm.] zeigt mit ihrem Albumprojekt „Triple“, dass sie auch in Sachen Jazz mehr als nur sattelfest unterwegs ist.

Artwork “Triple”

Es gibt hierzulande wohl nicht allzu viele Leute, die Cécile Nordegg nicht kennen. Als „Mama Putz“ ist sie in einer Werbung für ein großes Möbelhaus fast täglich im Fernsehen zu sehen. Auch werden viele vielleicht auch wissen, dass sie in der Vergangenheit schon auch des Öfteren in Kinofilmen (etwa in zwei „Kottans“) und Serien (u.a. „Schlosshotel Orth“) mitgewirkt hat. Dass sie aber auch als Jazzsängerin sehr aktiv ist und dabei eine exzellente Figur macht, ist – zumindest bislang – wohl nicht so vielen bekannt. Cécile Nordegg liebt Jazz, vor allem auch deswegen, weil sie, so wie sie sagt, er ihr die Freiheit gibt, sich in alle Richtungen zu entfalten. Wie hochklassig und kreativ sie diese Freiheit für sich zu nutzen weiß, beweist sie nun auf ihren Alben „Jazz Proclamation vol. 3“, „Dance Proclamation“ und einem im legendären Jazzclub The Baked Potato in Los Angeles aufgenommenen Livealbum, die alle vor Kurzem gemeinsam unter dem Titel „Triple“ veröffentlicht wurden.   

Auf „Jazz Proclamation vol. 3“ zeigt Cécile Nordegg auf eindrucksvolle Art, dass sie nicht nur eine hervorragende Interpretin ist, sondern auch als Texterin zu überzeugen weiß. Anders als auf den „Jazz Proclamation vol. 1 & 2“ nämlich finden sich auf dem diesem Album ausschließlich selbstgeschriebene Songs. Entstanden sind die Nummern aus den Federn von den Musikerinnen und Musikern Megumi Otsuka (Klavier), Walter Bass (Klavier), Maria Salamon (Violine), Ines Schüttengruber (Klavier), Josef Schultner (Saxofon) und Ben Leven (Gitarre), die – gemeinsam mit Gästen aus den USA und Frankreich – Cécile Nordegg ein ungemein vielfältiges musikalisches Fundament zwischen Swing, Chanson, Funk, Rock und anderen Stilen geschaffen haben, von dem aus die Sängerin ihre ausdrucksstarken gesanglichen Qualitäten vollends ausspielen kann.

Das zweite Album – „Cécile Nordegg & Band live @ The Baked Potato” – bietet einen 2019 entstandenen Live-Mitschnitt von Konzerten im Jazzclub The Baked Potato in Los Angeles, die Cécile Nordegg gemeinsam mit amerikanischen Musikern wie Todd Wolf (drums) und Jon Cornell (Bass) bestritten hat.

Wer Cécile Nordeggs Musik einmal in einem gänzlich anderen musikalischen Kontext präsentiert bekommen will, sollte auf jeden Fall auch das dritte Album des „Triples“ – „Dance Proclamation“ – einer Gehörprobe unterziehen. Produzentinnen und Produzenten wie etwa die amerikanische DJ Ayana Soyini oder der deutsche Patrick AYOSHA Scheffler haben sich ausgewählten Nummern von den Alben „Jazz Proclamation vol. 3“ angenommen und sie auf wirklich spannende und vor allem stilistisch sehr vielfältige Weise in tanzbare Clubtracks verwandelt.

Michael Ternai

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