Bild Carl Roush
Carl Roush (c) Astrid Knie

CARL ROUSH – „Vollroush“

Ein erfrischend schräger und auf aufregende Weise zwischen den stilistischen Stühlen Platz nehmender Sound – genau einen solchen bekommt man auf „Vollroush, dem Debüt des Wiener CARL ROUSH, geboten.

Albumcover Vollroush
Albumcover “Vollroush” (c) Schorsch Feierfeil

Da versucht jemand wirklich einmal, mit etwas Ungewöhnlichen zu punkten. Der Sound, den der Wiener Rapper/Produzent/Multi-Instrumentalist Carl Roush auf seinem Album „Vollroush“ dem Publikum kredenzt, ist einer, der in vielerlei Hinsicht musikalisch aus dem Rahmen fällt. Man stelle sich vor, ein Roboter mit einer Vorliebe elektronische Klänge, Rock, Pop und Hip Hop hätte sich dazu entschlossen, Musik zu machen und Songs zu schreiben. So in etwa lässt sich das von dem eigenwilligen Wiener in seinen Nummern Dargebotene wohl am treffendsten beschreiben.

Ein Sound für alle, die mal was anderes wollen

Schräg ist wohl das erste Wort, das einem beim Durchhören dieses Album in den Sinn kommt. Ein elektronisch zu einer Roboterstimme ummodulierter Gesang, der zwischen mächtigen Beats, tieftönigen Basslines, funkigen Elemente und feinen Anflügen von Melodien, unverblümt, direkt, humorvoll und mit viel Augenzwinkern Geschichten vom Leben, Personen, Abhängigkeiten und Beobachtungen erzählt. Es ist diese spezielle Mischung aus dem Verschiedenen, die dieses Album anders und deshalb auch so interessant macht.

„Vollroush“ ist ein Album geworden, das wirklich einiges zu bieten hat. Carl Roush zeigt sich auf seinem Erstlingswerk als ein Künstler, der definitiv seine ganz eigenen Vorstellungen hat und das auch auf kreative Art zum Ausdruck bringt. Wer also musikalisch gerne einmal etwas anderes austesten will, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Michael Ternai

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