
Gegründet wurden Bunny Lake von Christian Fuchs und Walter Brandner alias Dr. Nachstrom im Jahre 2004. Interessanterweise entstammten die beiden Musiker aus zwei vollkommen unterschiedlichen Sparten. Während Fuchs in den 90er Jahren als Sänger und Texter der Industrial-Rock-Formation Fetish 69 in Erscheinung getreten war, bewegte sich Dr. Nachtstrom vorwiegend im experimentellen Elektronikbereich und veröffentlichte einige Alben auf dem legendären Label Mego. Mit Bunny Lake aber verfolgten sie als Duo einen ganz anderen Weg. Man blendete die musikalische Vergangenheit zur Gänze aus und tauchte in die Welt des heftigen, sehr beatorientierten, Elektro-Clubsounds mit einer ordentlichen Portion Popappeal ein.
Was zum großen Glück noch fehlte war eine geeignete Frontfrau. Die fanden Christian Fuchs und Dr. Nachstrom kurze Zeit später in der Person von Teresa Rotschopf alias Suzy On The Rocks. Eine bedeutende Rolle bei den Aufnahmen des 2006 erschienenen Debütalbums “The Late Night Tapes” kam dem Produzenten Gerhard Potuznik alias G.D. Luxxe – einer echten Größe des österreichischen Undergrounds – zu, der den Tracks der Band den richtigen fetten Sound verpasste.
Der Rest ist Geschichte. Es folgten drei weitere starke Veröffentlichungen (“The Church of Bunny Lake”, „The Beautiful Fall“ und “The Sound of Sehnsucht”), die von Mal zu Mal die Fanschar der Truppe immer größer haben werden lassen und Bunny Lake, die 2009 zudem noch mit dem Amadeus Austrian Music Awards ausgezeichnet worden sind, auch international zu Bekanntheit gelangen ließen. Aber wie viele schöne Dinge im Leben einmal zu Ende gehen, ist nun auch mit Bunny Lake Schluss. Man wird die Band aber in Erinnerung behalten, als eine der bedeutendsten Vertreter und Wegbereiter der heimischen Elektropop-Szene. (mt)
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