Windtal – „Second Connection“

WINDTAL aka JAKOB VASAK spielt auf „Second Connection“ mit den Vorstellungen von leeren und gedankenfreien Räumen als Aushandlungspunkt für den höchst persönlichen Blick in sich selbst. Das Deep-Listening Debüt-Album des Wiener Musikers und Komponisten erschien am 6. Mai.

„Second Connection“stellt sich immer wieder neu in Bezug zu Bildern von ‚Natur‘. Das Sound-Design des jeweiligen Klangmaterials steht immer an der Grenze zwischen Field-Recordings und Elektroakustik, die Filter gehen auf und das Holz-Klopfen verschwimmt zum Synth-Patch. Die Kompositionen positionieren sich anfangs gegenüber der gezeichneten Natur, doch löst sich diese Grenzen nach den energetischeren Songs zur Hälfte des Albums, sowie vieles andere, auf: Effektierte Music for Plants.

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Das Ganze – um bei als ‚natürlich‘ Kodiertem zu bleiben – fließt fragmentarisch dahin – die einzelnen Teile stehen aber extrem homogen zu einander und stammen gesampelt aus dem nahen Umfeld Windtals. Das ‚Natürliche‘ ist dabei keine klare ästhetische Inspiration, sondern die Einladung in die Natur ist eine Einladung in die „Gefühlswelt“ des Musikers, wobei hier Natur und (persönliche) Umwelt teilweise gleichgesetzt werden. Mit Windtal ist ein Schritt nach außen, ein Schritt nach innen – möglicherweise wird diese Dichotomie aber sowieso zwischen den Flächen und gelegentlichen Kicks des Albums aufgelöst.

Samuel Obernosterer

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Links:
Jakob Vasak
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