
Dem Versprechen, ein möglichst breites, abwechslungsreiches und vor allem hochklassiges Musikprogramm auf die Beine zu stellen, sind Thomas Heher und Hannes Tschürtz, blickt man auf die Namen der MusikerInnen und Bands, welche in Wien zu Gast sein werden, in der Tat nachgekommen. Ganz dem Thema „East meets West“ soll den Musikfans die seltene Gelegenheit geboten werden, über den eignen Tellerrand hinauszublicken. Es wird viel Neues und Spannendes zu entdecken geben. Wohl nur wenige wissen hierzulande wirklich, was in Ländern wie Ungarn, Polen, Tschechien oder Estland tatsächlich abgeht. Acts wie Kreatiivmootor (EE), Petrol (RS), Tempelhof (CZ), Slap In The Bass (HU) oder Jacek Sienkiewicz (PL) treten den Beweis an, dass auch östlich unserer musikalischen Wahrnehmungsgrenze höchst aktive und innovative Szenen am Werken sind.
Auf der anderen Seite aber soll den an diesen Tagen wohl in großer Zahl in Wien erscheinenden Musikfans aus dem Ausland auch ein Blick auf die höchst lebendige und vielfältige heimische Musikwelt gewährt werden. Bei einem Anteil von einem Drittel am Gesamtprogramm sollte die in hohem Maße auch möglich sein. Unter anderem auf den verschiedenen Bühnen in Wien zu sehen sein werden Clara Luzia, Aber das Leben lebt, Wolfram, Sweet Sweet Moon, Black Shampoo, Jellybeat, Ken Hayakawa, Ogris Debris, Soap&Skin, The Beth Edges und Killed by 9Volt Batteries. Abgerundet wird das erstklassige Musikprogramm durch zahlreiche spannende und international angesagte Formationen aus der westlichen Hemisphäre wie etwa Who Made Who (DK), EMA (GB), Is Tropical (GB), Figurines (DK), DJ Phono (DE), The Duke Spirit (GB), Brandt Brauer Frick (DE), Sing Fang (IS) und, und, und….
Doch Waves Vienna soll nicht nur alleine der musikalischen Unterhaltung dienen. Einen großen und bedeutenden Teil nimmt auch eine Konferenz ein, im Rahmen derer von hochkarätig besetzten ExpertInnen-Runden in Panels und Lectures Möglichkeiten einer engeren Vernetzung von Labels, Verlagen, Konzertveranstaltern und Medienvertretern aus dem Osten und Westen angedacht und umgesetzt werden sollen. Speziell für heimische Musikschaffende konzipiert sind auch Workshops, welche den Fokus vor allem auf Do It Yourself-Ansätze richten.
Insgesamt dürfte das Festival Waves Vienna mit einem solch umfassenden und spannenden zur weiteren Belebung der in den vergangenen Jahren höchst aktiven und erfolgreichen heimischen Popszene beitragen, findet nun doch erstmals auch eine internationale Vernetzung im großen Stil statt. (mt)