Die Big Band und der Philosoph: Das Wednesday Night Prayer Orchestra präsentiert mit Gerald Raunig sein neues Doppelalbum „Making Multiplicity. Conceptual Songs“.
In den 90ern trafen Ludwig Bekic und Gerald Raunig das erste Mal aufeinander. Ausgestattet mit einer deutlichen Vorliebe für das Zusammenführen dessen, was nicht füreinander bestimmt scheint, fanden sich die beiden nicht ganz unzufällig im Wiener WUK wieder – inmitten einer Schar von Musiker:innen aus allen Stilrichtungen von Metal bis Free Jazz. 1995 tourten die beiden mit Raunigs Liederzyklus für Gesang und Saxophonquartett zu James Joyce’ Ulysses durch die Lande (damals war auch Christian Gonsior mit von der Partie).
30 Jahre später nun eine Wiederholung mit Differenz. Aus „Making Multiplicity“, dem neuen Buch und aktuellen Album von Gerald Raunig, wird das Wednesday Night Prayer Orchestra Arrangements einiger Conceptual Songs aufführen. Lieder also, die aus philosophischen Begriffen fließen, intepretiert durch die druckvolle Stimme des singenden Philosophen und Ex-Barpianisten, die auf die experimentellen Arrangements der Wiener Big Band treffen. Die Musik von Carla Bley ist so ziemlich das Verkehrteste, um diese beiden Welten zusammenzuhalten und eignet sich somit perfekt dazu.
Gerald Raunig: voice, fender rhodes
Robert Schröck, Ludwig Bekic, Clemens Salesny, Christian Gonsior, Monika Geyer: saxophones
Markus Pechmann, Walter Fend, Thomas Berghammer, Lukas Hartl: trumpets
Karel Eriksson, Matthias Zeindlhofer, Áki Wellsandt, Johanna Martius, Robert Bachner: trombones
Stephanie Weninger: piano
Helene Glüxam: bass
Lukas Aichinger: drums
https://wednesdaynightprayerorchestra.com/
https://transversal.at/double-album